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La maison de Blâmont

 
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kleio
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MessagePosté le: Jeu 15 Déc - 21:17 (2011)    Sujet du message: La maison de Blâmont Répondre en citant

Adalbert Von Staufen est pour l'heure l'ancêtre le plus "ancien" côté maternel. Il est cité le 20 septembre 1113 comme ministérial de Berthold VI, comte de Zähringen (près de Freiburg en Brisgau), avec son frère Conrad (Kuno) Von Blankenberg:
"(20 septembre 1113) Kuno de Blankenberc, de domo ducis de Zaringen et frater eius Adelbertus de Stoufen, miles Bertholdi ducis de Zaringen"
"Die ersten Stammväter des Geschlechtes nämlich sind zwei Brüder: Kuno von Blankenberg und Adalbert von Staufen, beide Zähringische Ministerialen, die 1113 bei der Einweihung der Münsterkirche des Klosters St. Peter im Schwarzwalde im Gefolge Herzog' Bertholds HI. zum ersten Male erscheinen. Die Frage über ist nun, wo das Blankenberg lag, nach welchem das Geschlecht seinen Ursprungliehen Namen her hatte. Noch Bader hatte dasselbe auf einer."Il y a plusieurs hypothèses pour son ascendance: les uns en font un HOHENSTAUFEN, mais on imagine mal le duc de Souabe Frédéric et son épouse Agnès, fille de l'empereur Henri IV, laisser deux de leurs fils à la charge de Berthold de Zähringen comme ministériaux. D'autres identifient BLANKENBERG à BLÂMONT (54): un parent des ducs Godefroi de Basse-Lorraine (le Barbu, le Bossu et de Bouillon !). Le fief de BLÂMONT passe aux Salm par le mariage d'Agnès de BLANKENBERG vers 1100. Elle est fille du comte de Montbéliard, de Ferrette et de Bar. Mais lui aussi n'a ni Albert ni Conrad parmi ses enfants.
Les BLANKENBURG/BLANKENBERG sont nombreux dans le monde germanique, mais les familles seigneuriales ou comtales ne remontent pas si loin.
Pour la descendance, on est mieux renseigné mais les données sont contradictoires.
Voilà ce que donne la société suisse d'héraldique en 1906 sur les BLANKENBERG-STAUFEN-EPTINGEN:

Eptingen. Die Herren von Eptingen.

Die Herren von Eptingen Messen so nach dem am Fasse des Basler Beleben
gelegenen Dorfe gleichen Namens, welches sie vom Bistum Basel — bezw. von der
Landgrafschaft im Sisgau — seit mindestens dem Ende des 12. Jahrhunderts
zu Lehen trugen. Wir können aber nicht mehr mit voller Sicherheit sagen, ob
sie auch die ersten Lehenträger daselbst gewesen sind; allem Anschein nach
nämlich sind sie — wie dies gleich näher begründet werden soll — zunächst ein
Zähringisches, aus dem Breisgau stammendes Ministerialen-Geschlecht gewesen,
das nur ganz kurze Zeit vor seinem Auftreten unter dem Namen „von Eptingen**
überhaupt erst in diese Gegend gekommen ist. Dennoch muss es, meines Erach-
tens, angenommen werden, da die Erbauung der ältesten, noch sehr bescheidenen
und beschränkten Burganlagen auf den Höhen um Eptingen — nämlich der
Bttrglein Wild- und Ruch-Eptingen * — zeitlich wohl mit dem ersten Vorkommen
des Geschlechts im obem Jura zusammentreffen dürfte; >\ir können daher an-
nehmen dass sie in der Tat auch deren Erbauer gewesen sind. Das Dorf — oder
richtiger die Gemarkung — Eptingen wird zum ersten Male 1145 IIL 2. genannt,
im Stiftungsbriefe des Klosters Schöntal (UBL, p. 1126), der erste Herr
von Eptingen — Gottfried — 1189, ebenfalls in einer Schöntaler Urkunde.
Darauf aber, dass die späteren Herren von Eptingen wirklich Zäh-
ringische Ministerialen — oder sagen wir zunächst einmal: Lehensleute — ge-
wesen sind, weisen, meiner Ansicht nach, sowohl der, wie wir noch sehen werden,
alte Besitz im Breisgau — zu Minsein und in Lörrach — als auch in Ehein-
felden, dessen Herren ja bekanntlich nach dem Aussterben der Grafen von Rhein-
felden eben die Herzoge von Zähringen geworden sind, hin. Der schon genannte
erste sichere Eptinger, Gottfried, ist nun zwar offenbar nicht mehr Zähringischer,
sondern bischöflich Baselscher Lehensmann und wohl auch Ministeriale und hat
somit die gleiche Wandlung durchgemacht, wie etwa um dieselbe Zeit auch die
Herren von Ramstein * und Andere ; da liegt also jedenfalls keine Schwierigkeit.
Schwieriger aber ist die Beantwortung der Frage, nach welchem Sitze sich wie
die Eptinger denn früher genannt haben. Aus verschiedenen Gründen glaube
ich dass sie eine Seitenlinie der ebenfalls zum Zähringischen Ministerialadel ?'^
gehörenden, aber dann schon in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts — '^
wohl durch Kaiser Heinrich Vn. — gefreiten Herren von Staufen gewesen '^'
sind. Der Hauptgrund ist die Identität der Namen, namentlich des beiden ■'^^
Geschlechtern schon seit dem 12. Jahrhundert gemeinsamen nicht Zähringischen ^^i
Namens Gottfried, der nach Lothringen hinüberweist. Ich weiss zwar wohl, dass
das Aufstellen von Genealogien und Verwandtschaftsreihen bloss auf Grund von
Namengleichheit immer bedenklich bleiben wird, weil die dadurch gewonnenen
Resultate nie zwingende sein werden, und dass ein solches Verfahren daher '^'^
vielfach verpönt ist, ferner dass ja auch eine Abstammung von der Frauenseite ^
her denkbar wäre. Gegen letztere Auffassung spricht nun aber, wie ich meine, ^
des entschiedensten das nicht bloss gelegentliche Vorkommen, sondern das te
eigentliche Dominieren des Namens Gottfried in beiden Familien und ferner M
der Umstand, dass wir in keinem einzigen Falle bisher Staufische Güter nun ^^
plötzlich in Eptingenschem Besitze sehen, wie es doch zu erwarten wäre, wenn Se
eine Tochter aus Staufenschem Hause einen Eptinger geheiratet hätte. Wie i^iöi
schon betont wurde, ist dann anderseits der Name Gottfried — was bei dem iim
massenhaften Vorkommen desselben gerade in zwei Zähringischen Ministerial- | >cl]
familien doch entschiedenDie ersten Stammväter des Geschlechtes nämlich sind zwei Brüder:
Kuno von Blankenberg und Adalbert von Staufen, beide Zähringische Ministerialen,
die 1113 bei der Einweihung der Münsterkirche des Klosters St. Peter im Schwarz- zie
walde im Gefolge Herzog' Bertholds HI. zum ersten Male erscheinen. Die Frage üb
ist nun, wo das Blankenberg lag, nach welchem das Geschlecht seinen Ursprung- de
liehen Namen her hatte. Noch Bader hatte dasselbe auf einer. auffällig ist — - kein Zähringischer, sondern — ausser
eben bei den Staufem — auf dem rechten Rheinufer sowie überhaupt am Ober-
rhein nur ganz vereinzelt nachweisbar*, so dass in unserm Falle aus der Vor-
liebe dieses Namens in den beiden Geschlechtem der Schluss auf gemeinsame
Abstammung gezogen werden darf, unterstützt wird dann diese Ansicht noch
durch die Beobachtung, dass die Staufenschen Güter südlich weit über die
eigentliche Herrschaft Staufen hinaus bis nach Wollbach, also bis in aller-
nächste Nähe der in Eptingenschem Besitze befindlichen Lehengüter zu ötlingen
und Lörrach hinabreichten.
Was wissen wir nun von der ältesten Genealogie und über die Herkunft
der Herren von Staufen? Sicher ist, dass sie ursprünglich „von Blankenberg"
hiessen und dass erst seit ihrer zu Anfang des 12. Jahrhunderts erfolgten Be-
lehnung mit der Burg Staufen eine Linie des Geschlechtes sich nach derselben
nannte.  Anhöhe in der Nähe von Thiengen gesucht gehabt ; die neueren Lokalforscher dagegen
glauben dasselbe mit mehr Wahrsclieinlichkeit mit einem nur 1274 erwähnten,
in der Rheinebene oberhalb Haslach, somit allerdings nicht weit vom Gebiet
der späteren Herrschaft Staufen gelegenen, schon längst aber — auch dem
Namen nach — wieder abgegangenen Hofgute dieses Namens identifizieren zu
können'. Dennoch halte ich auch diese zweite Vermutung, so bestechend
sie für den ersten Moment auch scheinen mag, für falsch und möchte als neue
Hypothese die Ansicht aussprechen, dass wir in dem Namen Blankenberg bloss
die — auch anderwärts bezeugte — deutsche Form für Blamont zu sehen haben.
Stadt und Grafschaft Blamont, heutzutage im Arrondissement Luneville des
französischen Departements Meurthe et Moselle gelegen, bildeten früher einen
Bestandteil des Herzogtums Oberlothringen, das, wie bekannt, im 11. Jahrhun-
dei-t vorübergehend in der Hand Herzog Gottfrieds des Bärtigen mit Nieder-
lothringen vereinigt war. Es ist daher, wie ich glaube, nicht ausgeschlossen,
dass die späteren Herren von Blankenberg-Staufen Nachkommen eines von den
Herzogen von Niederlothringen (z. B. gerade Gottfried dem Bärtigen) mit Bla-
mont belehnten Ministerialen-Geschlechts gewesen sind, und dann weiter, dass sie
im Anfang des 12. Jahrhunderts im Gefolge der ja ebenfalls aus Niederlothringi-
schem Hause stammenden Gräfin Klementa von Namur, anlässlich ihrer Vermäh-
lung mit Herzog Konrad von Zähringen, nach dem Breisgau gekommen sind.
Wo aber gliederten sich die Herren von Eptingen an die Herren von
Staufen an ? Zur Beantwortung dieser Frage ist es nötig, eine kurze Übei*sichts-
tafel über die ältesten Generationen dieses letzteren Hauses zu geben, wie sie
sich für die allerälteste Zeit namentlich nach dem sogenannten Rotulus S. Petri-
nus darstellt. Vorerst aber sei noch bemerkt, dass die ältere, den angestammten
Namen „von Blankenberg" weiterführende Linie nicht ganz hundert Jahre nach
ihrem ersten Auftreten auf Zähringischem Boden hier wieder spurlos ver-
schwindet, obgleich der Stammvater Kuno nicht weniger als fünf erwachsene
Söhne hinterlassen hatte. Wie Hugard a. a. 0. dazu richtig bemerkt, ist „ein
Erlöschen der zahlreichen Familie kaum anzunehmen", falsch ist aber sein
Nachsatz: „sie verlor wohl aus irgend einer Ursache ihren Wohnsitz und ihren
Namen und versank wieder in die Hörigkeit, aus der sie herzogliche Huld er-
hoben hatte"(!). Ich glaube, das naheliegendste ist anzunehmen, dass sie wieder
i^jj^ nach ihrer ursprünglichen Heimat, d. h. nacli Lothringen, zu der sie ihre Be-
j^. Ziehungen wolil nie ganz abgebrochen hatten, zurückgekehrt sind. Dem mag
übrigens sein wie ihm wolle, jedenfalls dürfen wir nicht sie als die Vorfahren
der Eptinger ansehen, sondern es kann hiefür nur die jüngere, Staufener
Linie, die, wie wir gleich sehen werden, allein den Namen Gottfried weiter-
führte, in Betracht kommen.
Ich lasse hier die Stammtafel der Herren von Staufen für das 12. und
13. Jahrhundert folgen, wie ich dieselbe in der Hauptsache nach den Regesten
bei Krieger zusammengestellt habe, ohne dabei aber irgendwie Anspruch auf
Vollständigkeit zu erheben:
Wie schon die Einzeichnung der beiden Eptingenschen Namen in vor-*
stehender Stammtafel andeutet, vermute ich in genanntem Konrad von Staufen,
über dessen Naclikommenschaft weiter nichts bekannt ist, den Stammvater der
Herren von Eptingen. Diese schieden sich dann, wie gleich hier bemerkt werden
mag, schon sehr frühe, schon in der zweiten Generation, in zwei Hauptstämme,
nämlich in den offenbar älteren Rheinfelder- später Prattelerstamm und in den
jüngeren Blochmonter. Beide Stämme aber, sowie überhaupt sämtliche Zweige
und Aste dieses weitausgebreiteten und zu allen Zeiten sehr zahlreich gewesenen
Geschlechtes führten dasselbe Wappen, nämlich in Gold den liegenden schwarzen,
rotbewehrten Adler. Die Wappen variierten bloss in den Helmzierden, deren
bis 37 verschiedene aufgezählt werden, die aber nicht alle in Siegeln mehr
nachweisbar sind, auch unterschieden sie sich durch ihre Beinamen voneinander,
die entweder vom Besitz hergenommen waren, wie von Blochmont, von Bisel,
von Bischofstein, von Wildenstein, von Gutenfels, von Mädeln und anderen,
oder aber durch eigentliche Spitznamen, an denen hauptsächlich der Blochmonter
Stamm sehr reich war. Solche Spitznamen des Blochmonter Stammes Avaren Puliant,
Spengelin, Sporer, Spörlin, im Hage, Möri und Beschisser; dem Pratteler Stamm
dagegen eigneten die Spitznamen Glur, Huser und Bitterli, beide Stämme endlich
führten gelegentlich den Zunamen Schnabel, indem ihn zu Ende des 16. Jahr-
hunderts auch der Blochmonter Stamm übernahm. Der Blochmonter Stamm blühte
bis ins 19. Jahrhundert hinein, während der Pratteler Stamm schon um die Mitte
des 16. Jahrhunderts wieder erlosch. Wie bei so vielen anderen Geschlechtern
kam auch bei den Herren von Eptingen, und zwar um die Wende vom 15. zum
16. Jahrhundert, einmal der Moment, da die ganze Hoffnung des bis dahin und
dann auch später wieder sehr kinderreichen Hauses nur noch auf einem einzigen
Augenpaare beruhte. Ich gehe zur Behandlung der einzelnen Personen über, wobei ich vor-
erst noch bemerken muss, dass bloss diejenigen Urkunden angeführt werden
sollen, die für die Genealogie oder die Besitz- und Lehenverhältnisse irgendwie
von Bedeutung sind, dass dagegen alle diejenigen übergangen werden sollen,
in denen die betreflfenden Personen nur mehr beiläufig — z. B. als Zeugen —
genannt werden, mit Ausnahme natürlich derjenigen Stücke, die entweder die
erste oder aber die letzte Nennung eines Namens bringen. Auch darf ich nicht
unerwähnt lassen, dass meine im folgenden gegebenen Aufstellungen in ver-
schiedenen Punkten von der, ebenfalls von mir, im Sisgauer Burgenbuch I, 312/13
aufgestellten vorläufigen Übersichtsstammtafel nicht unwesentlich abweichen.
1. Gotefrit de Eptingen, Zeuge in einer Urkunde Bischof Heinrich von Basel für das Kloster Schöntal 1189 IV. 17. (ÜBL 29).

2. Conradus de Eptingen, miles 1213 durch den Bischof von Basel mit
einem bloss für ihn persönlich geltenden und nicht vererbbaren Lehen zu
Diegten ausgestattet (Tr I 464).

3. Rüdolfus de Rinvelden (ohne den Zunamen „von Eptingen"), „qui
habitum et ordinem predicatorum assumpsif*, Vater Gottfrieds, Werners und
der Sophia von Eptingen 1246 I. (ÜBL 56).

4. Heinricus um 1250 Zeuge in einer Schöntaler Urkunde (UBL 63).

5.  Gottfridus, miles, ebenfalls Zeuge in einer Schöntaler Urkunde 1226
(UBL 37). Zeuge in einer vor dem Basler Schultheissen-Gerichte gefertigten
Urkunde des Klostere St. Urban 1241 I. 31 (BUB I. 154). Tot 1281 HL 21.
(BUB n. 340j. Älterer Bruder und Advocatus des Scholasters zu St. Peter
Johannes 1242 V (ib. 164). Letzte Nennung 1243 IL I (Tr L 381), wieder
in einer St. Urbaner Urkunde.

6. Johannes, Scholaster des Stifts St. Peter in Basel, erstmalig genannt
1234 I. (BUB I. 128). Vater von Gutrat und Peter, denen das Stift St.
Peter mit Zustimmung von Johannes' Bruder Gottfried von E. Güter in Ötlingen
zu Erbrecht leiht 1242 V. (ib. 164). Erstmalig als Magister bezeichnet 1250
IV. (ib. 238). Bruder des Chorherrn zu Zofingen Bernherus 1255 (UBL 76).
Seine Nepotes sind die Brüder Konrad und Reinbold von E. 1255 (ib.). —
Besitzer von Gütern zu Buschweiler, die er, unter Vorbehalt lebenslänglicher
Nutzniessung, dem Kloster Lützel schenkt 1260 VI. (BUB I. 381). — „Ma-
gister Johannes, quondam scolasticus ecclesie sancti Petri Basiliensis, nunc vero
laicus, sanus mente, inflrmus autem corpore", macht sein Testament, laut welchem
er über seine Güter zu ötlingen, Ufheim, Waltenheim und Arisdorf zu Gunsten
des Stiftes St. Peter, der Armen, des Spitals, des Siechenhauses, des Klosters
der ßeuerinen, des Klosters Olsberg, sowie der Kirchen von Michelfelden,
Kappelen, Feldbach, Volkensberg, Tenniken und Zofingen verfügt 1265 IX. 7.
(ib. 458). Gewesener Canonicus zu Zofingen (ib.), daher wohl identisch mit
dem schon 1231 XI. 10 genannten Zoflnger Chorherrn Johannes (ib. 118). —
Tot 1267 VI. 18. (ib. 487).

7. Bernherus, canonicus ecclesie Zofingensis, Bruder des Chorherm
Johannes zu St. Peter in Basel, der auf alle Rechte an das Erbe seines eben-
genannten Bruders verzichtet 1255 (UBL 76). Patruus des Ritters Johannes von
Büttikon 1255 (ib. 75). Schenkt alles sein Erbgut in Pfaffnau, Reiden und
Eptingen unter Zustimmung seines Bruders und seiner Nepoten Konrad von
Eptingen und Johannes von Büttikon dem Kloster St. Urban 1255 (ib. 77).
Letzte Nennung 1256 (ib. 78). — Wohl identisch mit Bero von E., der n. 18.
seine Jahrzeit zu Fraubrunnen stiftet (Reg. 11 Fraubr., p. 140 No. 614).

8. Schwester, zweite Ehefrau des Ritters Hartmann von Büttikon (1201 —
1218 VI. 1), Mutter des Ritters Johannes von Büttikon (UBL 75); vgl. auch
Stammtafel Büttikon bei Merz: Burganlagen des Argau I, p. 176/77.

9. Conradus „de Hebetingen", Zeuge in einer Urkunde des Grafen
Friedrich von Pflrt c. 1221 (Tr I, 321). Ritter 1230 (ib. 347). Als Ministeriale
des Grafen Ulrich von Pfirt bezeichnet 1233 I. 25. (ib. 354.).

10. Gottfried, Sohn Rudolfs von Rheinfelden, Bruder von Werner und
Sophia ; verkauft zusammen mit letzterer dem Kloster Olsberg Güter zu Giebenach
1246 I.; offenbar noch minorenn, da er bevogtet erscheint (UBL 56). Ritterund
nebst (seinem Bruder) Mathias von E. Zeuge in einer Olsberger Urkunde 1255
VL 16. (ib. 71). — Bischöflicher Vogt (Advocatus) 1262 VII. 28. und XII. 4.
(BUB I. 409 und 412). „Presidens judicio loco advocati" 1275 III. 20.
(BUB n. 159), advocatus zu Pratt^ln 1278 XI. 15. (UBL 136). Nebst Mathias
und dessen Sohn Mathias Zeuge im Schiedsspruch zwischen der Kirche von
Äugst und dem Kloster Olsberg wegen Novalzehnten zu Giebenach 1280 VII. 11.
Ub. 142); wiederum 1289 IV. 19. (ib. 170). Noch 1284 VIL 10. auch zusammen
mit seinem Bruder Werner als Zeuge genannt (ib. 155). — 1288 VIII. 29. nach
dem oberhalb Pratteln gelegenen Burgstall Mädeln zum ersten Male als „dominus
Gotfridus de Eptingen dictus de Mädeln, senior" bezeichnet (BUB 11. 626). Auf-
fallend ist übrigens in dieser Urkunde, dass Gottfried von E. als „dominus"
bezeichnet wird, nicht aber der unmittelbar auf ihn in der Zeugenreihe folgende
Berthold Vitztum, der doch ebenfalls, gleich Gottfried von E., Ritter, ist; es
sollte damit wohl ausdrücklich betont werden, wie Gottfried von E. als Herr
zu Pratteln eben doch höheren Standes war, als der zum engeren bischöflichen
Haushalte gehörende Vitztum, wenn er auch nicht geradezu zu den Freien
zählte. — Vater von Gottfried 1292 VI. 6. (StAAargau: Olsberg). Auch Vater des verstorbenen Heinrich, sowie Vogt von dessen hinterlassenen Kindern,
1301 VI. 26. (UBL 201). Letzte sichere Nennung 1307, da er zusammen mit
seinem Sohne Bitterlin durch den Bischof mit Liestal, Munzach und Muttenz
belehnt wird (UBL 316).
11. Wernher, Sohn Rudolfs von Rheinfelden, Bruder von Gottfried und
Sophia 1246 I. (UBL 56). Bruder von Mathias 1251 (Tr U. 49). Ritter 1257
XII. 22 (BUB I. 331). Wird durch den Basler Dompropst mit dem Hofe
Gurbelon (bei Rheinfelden?)* belehnt 1278 (Brückner p. 1725). Letzte sicher
auf ihn zu beziehende Nennung 1284 X. 26. (UBL 157).

12. Sophia, Tochter Rudolfs von Rheinfelden, Schwester Gottfrieds und
Wemhers, verkauft zusammen mit ersterem dem Kloster Olsberg Güter zu
Giebenach 1246 I. (UBL 56).

13. Mathias, Bruder Wemhers 1251 (Tr IL 49), dadurch auch Bru-
der des zugleich mit ihm als Zeugen genannten Gottfried von E. 1255 VI.
16. (UBL 71). Ritter 1257 IV. 5. (BUB I. 325). - Als Bürgermeister be-
zeugt 1274 V. 27. — 1275 XL 14. (BUB H. 141, 159 u. 174), d. h. also
bloss für die allerletzte Zeit des 1274 IX. 13. verstorbenen Bischofs Heinrich
von Neuenburg sowie noch während der darauf folgenden Sedisvacanz bis zu
dem erst 1275 XI. 18. erfolgten Einzug Bischof Heinrichs von Isny. Im Verlaufe
des schon seit 1268 dauernden Krieges zwischen dem Bischof und Graf Rudolf
von Habsburg war es 1271 der bischöflichen aus dem eigentlichen Ministerial-
Adel der Stadt bestehenden Ritterpartei der Psitticher gelungen, ihre Gegner,
die sogenannten Stemer, an deren Spitze eben die Herren von Eptingen standen *,
aus der Stadt zu vertreiben. Die Vertriebenen begaben sich ins Feldlager des
Grafen von Habsburg; mit ihm, der mittlerweile König geworden war, zogen
sie dann im Januar 1274 wieder in die Stadt ein. Der König versuchte sofort
die beiden Parteien wieder miteinander zu versöhnen, und gerade die Wahl des
Mathias von Eptingen zum Bürgermeister sollte wohl ein sichtbares Zeichen des
neu geschlossenen Friedens sein. Dass Mathias von E. dann nicht länger Bürger-
meister blieb, hat jedenfalls seinen Grund darin, dass er offenbar ein Anhänger
des vom Domkapitel zum Bischof gewählten, vom Papst aber nicht anerkannten
bisherigen Archidiakons Peter Reich war und daher von dessen siegreichem
Nebenbuhler Heinrich von Isny nicht mehr bestätigt wurde. - Vater von Mathias,
Werner, Heinrich und Anna, mit deren Einwilligung er Güter zu Äugst an das
Kloster Olsberg verkauft 1280 VII. 15. (BÜB 314). - Letzte Nennung als „her
Mathis der Alte von Eptingen" 1303 XL 22. (UBL 209), tot 1332 VII. 21.
(Maria Magdalena 68).

14. Heinrich, ordinis fratrum minorum, genannt 1289 1. 8. nnd 1292 V. 13.
(BUB n 646 und m 65).

15. Peter von E., Ritter, „dem man sprichet von Wartenberg" 1296 II. 17.
(UBL 184). Derselbe soll auch schon 1292 vorkommen (Hubers handschriftliche
Fortsetzung von Brückners Merkwürdigkeiten).

16. Konrad von E. von Wartenberg 1296 VI. 16. (UBL 185).

17. Gottfried genannt der Ber, Ritter, erwähnt in Beromünster 1303 II. 2.
(ÜB Beromünster I. 312).

18. Gutrat, uneheliche Tochter des Scholasters Johannes zu St. Peter
1242 V. (BUB I. 164).

19. Peter, der genannten Gutrat Bruder; das Stift St. Peter leiht ihnen
Güter in ötlingen zu Erbrecht 1242 V. (BUB I. 164).

20. Konrad nebst seinem Bruder Reinbold mit unter den Bürgen der
Brüder von Butenheim gegen die Bürger von Basel und Mülhausen 1246 XL 20.
(BUB I. 191). Ritter, Nepos des Chorherm zu St. Peter Johannes von E.
1255 (UBL 76). — 1259 erstmals auch Zeuge in einer Urkunde der Grafen
von Pfirt (Tr 11. 62); 1278 HI. 9. dann unter den „ritere von Suntgowe"
ebenfalls in einer Urkunde der Grafen von Pfirt genannt (ib. 224). Ehegatte
einer von Baden; der Bischof verpfändet ihnen auf vier Jahi-e die Einkünfte
des Hofes zu Allschwil 1268 II. 11. (UBL 96). — „Dictus de Blochmunt", ver-
kauft nebst seinem Eigenmanne Heinrich von Waldighofen und unter Zustimmung
von Frau und Kindern dem Kloster Maria Magdalena Güter zu Köstlach 1282
VII. 12. (BUB IL 383). — Geheim Johanns von Löwenberg 1293 VH. 17.
(BUB ni. 122). • Vater Gottfrieds 1298 III. 5. (Bischöfl. Baseisches Archiv in
Bern: erloschene Lehen).

21. Reinbold, Bruder Konrads 1246 XI. 20. (BUB I. 191). — Ritter,
verkauft der Abtei Lützel Güter zu Attenschwiler, die er als Froburgisches
Afterlehen in Händen hat 1251 (Tr n. 49). — Vater eines nicht mit Namen
genannten Sohnes, der aber auch schon Ritter zu sein scheint (?) 1265 V. 30.
(BUB L 452). — Letzte Nennung 1284 VII. 24. (Tr H. 308), tot 1285
VII. 15.; seine Witwe Agnes, Zeuge in einer Urkunde Johanns von Buten-
heim (BUB II. 487); vgl. dazu auch die bei Konrad (18) gebrachte Urkunde
von 1246 XI. 20. (BUB I. 191). Wir dürfen aus diesen beiden Urkunden
wohl schliessen, dass Konrads und Reinbolds Mutter eine geb. von Butenheim
gewesen ist, Schwester der in den beiden genannten Urkunden handelnden
Brüder Johann und Heinrich von B. — 1287 EQ. 29. wird Reinbolds Witwe als
der Chuchimeistiron swestir'^ bezeichnet. Da nun aber anderseits Reinbolds
Sohn Peter (von Gutenfels), wie wir noch sehen werden, ausdrücklich Tochtermann Ulrich Kuchimeisters genannt wird, so ist ^Schwester" hier wohl im Sinne
von (Gegen-)Schwägerin gebraucht; wir wissen also nicht, welchem Geschlechte
sie angehört hat. Noch 1315 HI. 19. ist sie im Leben (Stadt, ürk. 143).

22. Schwester, Ehefrau des Freien Rudolf von Löwenberg (1277 IV. 28.,
tot 1294 m. 15.), Mutter Johanns von L. 1293 VU. 17. (BÜB HI. 122).

23. Gottfried. Erste (freilich bloss indirekte) Nennung 1288 VIIL 29.,
da sein gleichnamiger Vater (10) als senior bezeichnet wird (BUB II. 626);
erste diiekte Nennung, mit seinem Vater zusammen, 1292 VI. 6. (StAAargau:
Olsberg). Besitzt in Gemeinschaft mit demselben als bischöfliches Lehen Liestal,
Munzach und Muttenz 1307 (UBL 316); er ist Ritter und führt hier zum ersten
Male den Beinamen Bitterli. Zubenannt Bitterli von Mädeln 1309 XII. 1. und
20 (Klingental 246 und 248). Mitglied des Schultheissen Gerichts 1311 I. 7.
(Stadt. Urk. 125). Besitzer von Gütern am Wartenberg 1316 III. 1. (UBL 245).
Im Streite mit dem Kapitel zu Zofingen wegen Ansprüchen auf den Hof zu
Frenkendorf : 1316 IV. 13. (ib. 246). — Letzte Nennung 1316 VI. 9. (UBRufach,
216), tot 1321 n. 20; seine Witwe Elisabeth, Mutter Heinrichs von Lörrach,
bevogtet mit (ihrem Schwager ?) Burkhard von E. (Barfüsser 15 a).

24. Heinrich von Wildenstein, Ritter, Meier zu Biel 1295 IX. 1.
^Tr II 457). Noch im Lehen 1296 I. 10.: „messire Henriz de Wilstein" (FRB
in 648); wird Bruder von „messire Pierres de Eptingen de Blochmonf*
und „messire Vernier de Eptingen" genannt, was aber höchstenfalls für den
letztem richtig sein kann, wenn nicht tlberhaupt „frires" hier bloss im Sinne von
Vei-wandter (^ deutsch: „Vetter") gebraucht ist. — Tot 1301 VI. 26.; hinterlässt
eine Witwe und Kinder, deren Vogt Gottfried senior von Mädeln ist. (UBL 201).

25. Burkhard, wohl Ritter, da er als „her" bezeichnet wird, was z. B.
bei dem in der gleichen Urkunde genannten Ulrich von E. nicht zutrifft, 1303
XI. 22. (UBL 209). — Vater Heinzman Ziveners; beide unter den Mitverkäufem
des Fronhofes zu Minsein an das Deutschordenshaus zu Beuggen, 1322 VIH. 17.
(ZGOR XXIX, p. 236 f.). Wie schon bei Gottfried Bitterli (21) gesagt worden
ist, erscheint er 1321 IL 10. als Vormund von dessen Witwe und war daher
wohl deren Schwager.

26. Ulrich, Edelknecht (weil nicht als „her'' bezeichnet, wie die anderen
in der gleichen Urkunde genannten Eptinger) 1303 XI. 22. (UBL 209). Ritter,
mit dem Zunamen von Bischofstein, nach der Burg gleichen Namens, mit
welcher er wohl nur kurze Zeit vorher durch den Bischof belehnt worden war,
sowie Mitglied des Schultheissengerichts 1311 1. 7. (Stadt. Urk. 125). 1322 VHI. 17.
(Verkauf des Fronhofes von Minsein) steht er an erster Stelle, wohl weil er der
älteste Vertreter des ersten Zweiges des in Minsein begüterten Stammes der
Eptinger war, und ist demnach am ehesten als Sohn Gottfrieds von Mädeln (10)
einzureihen, dessen ältere Söhne Gottfried Bitterli und Heinrich von Wildenstein,
wie wir gesehen haben, damals schon tot waren. ~ Über die Burg Bischofst^in
vgl. Merz im Sisgauer Burgenbueh I. p. 168 f.

27. Wernher (Vernier), Ritter, Bruder Heinrichs von Wildenstein, Zeuge
in einer Urkunde des Grafen von Aarberg; 1296 I. 10. (FRB III 648). Der-
selbe (?) Stellvertreter des Grafen Peter von Aarberg 1339 VII. 26. (FRB
VI 506).

28. Mathias, Sohn von Mathias, sowie Bruder von Werner, Heinrich
und Anna 1280 VII. 15. (BUB U 314). Ritter 1289 IV. 19. (UBL 170).
Besitzt gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich als bischöfliche Lehen Sissach,
Onolzwiler, Diegten, Tenniken und Bennwil 1307 (ib. 316). Schenkt den Kirchen-
satz zu Diegten an das Kloster Olsberg 1314 V. 11. (ib. 241). Tot 1326 XII. 18.
Seine Witwe Gertrud von Ramstein wird Mutter von Günther und Mathias
genannt 1326 XII. 18. (Klingental 496); sie ist wohl Tochter des Freien Thüring
und der Elisabeth von Hasenburg (siehe GH L, p. 342).

29. Wernher, Bruder des Vorigen 1280 VIL 15. (BUB II 314).
Wohl identisch mit dem schon 1265 III. 13. genannten Edelknecht („juvenis")
Werlinus de E. (Tr II 113). Ritter 1287 VH. 2. (ib. 584). — Das Basler Dom-
kapitel leiht ihm und seiner Ehefrau Ita Güter zu Bubendorf: 1291 HI. 20.
(UBL 174). Dieselben werden vom Kloster St. Alban mit Gütern zu Thümen
belehnt, 1297 V. 27. (ib. 189). — 1322 VIH. 17. beim Verkaufe des Fron-
hofes zu Minsein (ZGOR XXIX, 236). Letzte Nennung 1328 XL 26. (St. Peter 268).
Siegel: 1) ^ NHERI DE E N.

30. Heinrich, Sohn des Mathias, nebst Vater und Geschwistern genannt
1280 VII. 15. (BUB II 314). Ritter 1303 XI. 22. (UBL 209). Zusammen
mit seinem Bruder Mathias durch den Bischof mit Sissach, Onolzwiler, Diegten,
Tenniken und Bennwil belehnt 1307 (ib. 316). Vater von Mathias 1318 VL 9.
(ib. 250). — Scheint beim Verkaufe des Fronhofes zu Minsein 1322 Vm. 19.
schon tot gewesen zu sein, wie auch sein eben genannter Sohn, da sie beide
dabei nicht mehr genannt werden, während dort sonst alle Nachkommen Rudolfs
von Rheinfelden" (3), auf den offenbar die Erwerbung desselben zurückgeht,
dabei figurieren.

31. Anna, Tochter von Mathias, nebst Vater und Geschwistern genannt
1280 Vn. 15 (BUB n 314).

32. Gottfried, Ritter, Sohn Konrads von Blochmont: 1298 III. 5.
(Tr III 9). - Wohl sicher identisch mit Gottfried von E., der 1303 als bischöf-
liches Lehen den vierten Teil des Kirchensatzes zu Landser besitzt, mit dem
früher Johann von Butenheira sei. belehnt gewesen war (Tr III 32).

33. Johannes, Ritter, uxor eins Agnes 1276 XII. 6. (StA Aargau: Jo-
hanniterkommende Rheinfelden 8). Verkauft mit Einwilligung seiner Ehefrau
Agnes und seiner Töchter Elisabeth, Anna und Katharina, den grössten Teil
seiner Güter zu Füllinsdorf dem Kloster Olsberg 1277 IV. 26. (URL 130). Zum
ersten Male als „dictus de Blochmont" bezeichnet; kauft vom Kloster Olsberg
ein Haus auf dem Petersberg zu Basel mit der Bedingung, dass er dem Kloster
weitere zu Füllinsdorf gelegene Güter dagegen abtrete 1281 XII. 12. (ib. 149).
Wiederum als dictus Blochmont bezeichnet, sowie als Ehegatte der Agnes und
Vater von diesmal Johannes, Elisabeth, Katharina, Margaretha und Agnes, mit
derer aller Einwilligung er wieder Güter zu Füllinsdorf an Olsberg verkauft
1284 Vn. 10. (ib. 155). - Bruder Peters von Blochmont 1285 I. 31. (StAAargau:
Olsberg 135). Socer des Ritters Kunzmann von üf heim 1288 IX. 4. ; letzte sichere
Nennung (BUB U 628). Daraus, dass auf letzterem Siegel im unteren Teile des Schildes unter dem
eigentlichen Wappenbilde — dem liegenden Adler — noch ein Stern beigefügt
ist, dürfen wir vielleicht schliessen, dass Johannes von E. zwischen 1277 und
1284 im heiligen Lande gewesen ist. (Über die Bedeutung des Sterns vgl. Rosen-
berg in Schau-ins-Land 1893, p. 67).

34. Peter, Ritter 1277 V. 21. (Tr II 323). Erstmalig als Petrus de Bloch-
mont bezeichnet 1281 XII. 12. (UBL 149). Bruder Johannes und Ehegatte der
Sophia von Wartenfels 1285 I. 31. (Olsberg 135). Letzte Nennung 1296 I. 9.
(Tr II 465); tot 1325 (Wurstisens Analecta).

35. Konrad, Plebanus in Rohr 1281 L 23. (BUB H 335).

36. Peter, Ritter, Tochtermann Ulrich Kuchimeisters, Bürge Graf Theo-
balds von Pflrt gegen den Bischof von Basel 1281 V. (Tr II 257); vgl. dazu
die bei Reinbold (19) gemachten Bemerkungen. Genannt von Gutenfels, nach
einer bei Bubendorf gelegenen Burg, die er als froburgisches Lehen besass
1303 I. 25. Des Rats zu Rheinfelden 1305 III. 3. (StAArgau, Olsberg 181),
Schultheiss daselbst 1307 VIII. 7. — 1324 L 3. (ib.: Johanniterkommende
Rheinfelden 25— 48 und Olsberg 211). Bruder Reinbolds 1324 L 3. (Olsberg 211).
Verkauft dem Kloster Olsberg alle seine Güter zu Sissach, Grenz(in)gen, Diegten,
Eptingen, Bückten und Gelterkinden 1323 VI. 28. (UBL 270). Tot 1327 U. 6.
(Olsberg 216). Gest. L 9. (Anniversar. Rheinfelden), III. 13. seine Ehefrau
Gertrudis (ib.). Er ist wohl identisch mit dem eben dort VIII. 25. genannten
Peter von E., Bruder einer Ita und Agnes, sowie Vater des 1317 und 1329 ge-
nannten Peter von E., Rektor der Kirche zu Grenzingen. — Über Burg Guten-
fels vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch II 146 f.

37. Reinbold, Ritter, tauscht mit dem Johanniterhaus Güter zu Htlningen
1296 III. 4. (BUB III 266). Zubenannt von Hüningen 1298 II. 25. (StdtA-
Rheinfelden\ Binder Konrads 1299 VIII. 22. (BÜB in 489). Bruder Peters
von Gutenfels und Vater Heinrichs genannt Möri 1324 I. 3. (Olsberg 211). Tot
1324 VI. 11, Vater von Agnes, der Ehefrau Hartmanns von Tegerfelden (St.
Clara 172).

38. Konrad, Ritter, Bruder Reinbolds 1299 VUI. 22. (BasüB HI 489).
Des Rats ze minren Basel 1306 XH. 13. (Karthaus 3). Tot, vor Ruf ach ge-
fallen 1310 VI. 14 (ÜBRufach 183). Seine ebenfalls schon verstorbene Witwe
Mechtild genannt 1323 I. 8. (Spital 36) und 1333 I. 9. (St. Clara 212); ihre
Testamentsexekutoren sind Ritter Nikiaus Zerkinden und dessen Ehefrau Kle*
menta (von Tegerfelden) sowie Sophia, die Witwe Wilhelms von Schönenberg,
wohl beide ihre Schwestern (?).

39. Diethelm, Sohn Reinbolds sei. und der Agnes 1291 III. 31 . (BÜB HI 1 1) .

40. Ita. Schwester von Peter und Agnes VIII. 25. (Anniversar. Rhein-
felden). Uxor Enzelins Spiser genannt Walch, Mutter von Verena Spiser, der
Witwe Henmans von Ifental, Anna Spiser, Ehefrau (Hartmanns) von Kienberg,
und der Ursula Spiser (wohl Ehefrau Hartmanns) von Heidegg (ib.); für die
Genealogien der Herren von Ifental, Kienberg und Heidegg vgl. die betreffen-
den Stammbäume in Merz: Burganlagen und Wehrbauten des Kantons Argau,
p. 474/75 und 304/5 sowie 44/45 und Sisgauer Burgenbuch I 230.

41. Agnes. Schwester Peters und der Ita VIH. 25. (Anniversar. Rhein-
felden).

42. Heinzman von Lörrach, Sohn Gottfrieds sei. (21) und der Elisabeth
1321 II. 20. (BarfÜsser 15a). Edelknecht, mit unter den Verkäufern des Fron-
hofes zu Minsein 1322 VIII. 17. (UBL 263). Wie die Umschrift seines Siegels
zeigt, identisch mit Heinzman von E. genannt der Glur, Ehegatte einer Katha-
rina und Vater einer Elisabeth, mit deren Einwilligung er Güter zu Zunzgen
verkauft 1327 H. 28. (ib. 279).

43. Gottfried Bitterlin, Edelknecht, zur Zeit landesabwesend, Schwager
des Ritters Ludwig von Ratolsdorf 1343 IV. 17. (Domstift IH 6). Uxor: Mar-
garetha von Ratolsdorf 1343 IV. 22. (ib. III 5). „Vetter" (= Oheim) Götschins
(genannt Bitterlin) 1357 XI. 14. (UBL 368 b). Ritter 1359 XI. 9. (ib. 377).
Vater Gottfrieds; sie verkaufen den Brtldem Peterman und Heinzman von E.
genannt Puliant verschiedene Rechte zu Pratteln 1362 VI. 21. (ib. 886b).
Bruder der Katharina, Witwe Johanns von Schauenburg 1367 VII. 13 (Spital
169). Mit unter den Richtern und Urteilssprechern auf dem Landtage zu Sissach
1369 VII. 26. (UBL 406). Verkauft seinem „Vetter" Götschi von E. den vierten
Teil des Herrenzehntens zu Pratteln 1372 III. 17. (ib. 418 b). Verkauft Zinsen
ab Gütern zu Zunzgen 1372 V. 27. (ib. 419). Rat und Bote des Bischofs von
Basel 1:^3 IV. 25 (BUB IV. 365). Tritt mit andern Edeln dem Verkommnis
mit der Stadt Basel bei 1378 IL 10. (ib. 43:\). Letzte Nennung 1381 XL 22.
(ib. 468); hier auch als Vater von Konrad, Kilchherrn zu Sissach, sowie von
Wernher, Hartmann und Götzman von E. genannt. An der Identität des in den
drei letzten Urkunden genannten Ritters Gottfried von E. mit Gottfried von E. ge-
nannt Bitterli, ist kaum zu zweifeln, wenn auch dieser Beiname hier fehlt. — Tot
1387 X. 7. (UBL 466), Jahrtag X. 22. (Anniversar. Rheinfelden); Bruder der
Katharina von Schauenburg und der Adelheid von E. (ib.). Schon 1333 als
Besitzer des Hauses Rittergasse 20 („Bitterlishof", woraus später aus Miss-
verständnis „Ritteriis" — und endlich „Ritterhof" wurde, welchen Namen die
Liegenschaft noch heute flihi-t) erwähnt, schon damals auch als Ehegatte der
Margaretha von Ratolsdorf (StABasel : bist. Grundbuch). — 1374 ist er, nebst
andern Adeligen, wegen Verweigerung des Bürgereides mit fünfjähriger Leistung
bestraft worden (Heusler: Basler Verfassungsgeschichte nach Leistungsbuch I).
Siegel: 1) O ^ S • GESCHINI D'EPTIGE.

44. Katharina, Witwe des Ritters Johann von Schauenburg 1339 III. 10.
(StABasel: Ratsbücher C IV. p. 103). Wohl dieselbe im Besitze der Burg Golden-
fels c. 1339 (Tr III 306 und 309). Noch im Leben 1370 XL 25. (unsig. Beginen).
Schwester Gottfrieds von E. genannt Bitterli und der Adelheid von E. (Anni-
versar. Rheinfelden X. 22). — 1349 VII. 14. stiftet Margaretha, die Witwe des
Ritters Hugo von Schauenburg, unter Zustimmung der domina de Eptingen,
nata" des Genannten, ihre Jahrzeit (Barfüsser 36). Es ist w^ohl anzunehmen,
dass der sich auch sonst nur ungenügend orientiert zeigende Schreiber geirrt,
d. h. Tochter und Schwigertochter mit einander verwechselt habe, sodass wir also
Katharina mit der genannten domina de E. identifizieren dürfen. Ueber einen
ähnlichen Fall vergl. G. H. I. p. 351.

45. Adelheid, Schwester Gottfrieds genannt Bitterli und der Katharina,
Witwe Johanns von Schauenburg (Anniversar. Rheinfelden X. 22).

46. Konrad von Mädeln, ein Edelknecht, mit unter den Verkäufern des
Fronhofes zu Minsein 1322 VIII. 17. (ZGOR XXIX). Tot 1335 X. 30. (Olsberg 231).
Vater Götschis von E., der, wie wir oben gesehen haben, sowohl Vetter Gott-
fried Bitteriis genannt wird, als auch Sohn Konrads von E. sei. 1378 III. 26.
(ib. 329). Er dürfte daher auch identisch sein mit Konrad von E. von 1334
VI. 29. (BUB IV 122). Er war wohl verheiratet mit Anna Münch (Tochter Hart-
manns genannt Happe), die 1325 IL 20. nebst ihrer Schwester Katharina, der
Ehefrau Werner Schalers von Benken, durch Herzog Albrecht von Österreich
mit allen zur Burg Münchenstein gehörenden Lehen belehnt wurde (UBL 237).

47. Werner von Mädeln, Ritter, und Wemher Truchsess von Rheinfelden
verkaufen der Abtei Lützel Güter zu Pfaffstadt, die sie von Reimbold Reira-
boldis von Strassburg gekauft hatten 133S IV. 21. (Tr III p. 782). Derselbe
und seines Bruders seligen Sohn Götschi von E. verkaufen den Frauen zu
Blozheim daselbst gelegene Güter 1341 VIII. 11. (Blozheim 4). Da auch Ritter
Werner von E. (ohne den Beinamen „von Mädeln") als „Vetter" Götschis von E.
genannt wird (1357 X. 28., UBL 368), so dürfen wir auch den in den Jahren
1331 IL 4. (Maria Magdal. 66), 1335 Vm. 17. (Olsberg 230), 1342 XÜ. 6.
(UBL 321) und 1345 m. 15. (Olsberg 253) aufgeführten Ritter Werner von E.
mit Jenem identifizieren. — 1331 I. 26 wird auch seine Ehefrau Elisabeth ge-
nannt (Spital 50).

48. Schwester, Ehefrau Walthers von Büttikon, der als Öheim der Söhne
Gottfried Bitteriis von Mädeln bezeichnet wird 1381 XL 22. (BUB IV 468).

49. Werner von Wildenstein, Kilchherr zu Onolzwiler 1319 XII. 19.
(UBL 251). Kilchherr zu Pieterlen, Bruder Gottfrieds 1324 X. 22. (Urk. des
StALuzem; vgl. auch Türler in BemTB 1907 p. 280 f.). Noch genannt 1335 IV. 1.
(FRB VI 197). Tot 1354 Vfil. 5. (ib. Vm. 152). — Der Kirchensatz zu Pieterlen
war wohl erbweise von den Freien dieses Namens, deren Letzter (Johann) bald
nach 1300 starb, an die Herren von Eptingen gekommen (BemTB 1907).

50. Gottfried von Wildenstein, ein Edelknecht; erste Nennung 1320 X. 27.
(UBL 254). Mit beim Verkauf des Fronhofes zu Minsein 1322 VHI. 17. (ZGOR
XXIX). Bmder Wemers 1324 X. 22. (BernTB 1907). Laut Justinger wird Gott-
fried (bezw. Götzman) von Wildenstein, von den mit dem Grafen von Froburg, der
mit Gottfried im Streite liegt, verbündeten Bernem und Solothumem 1324 be-
lagert, kann aber entweichen. Ebenfalls nach Justinger fiel er ca. 1334 im soge-
nannten Gümmenerkrlege bei Burgdorf gegen die Bemer als Parteigänger des
Grafen von Kiburg. Jedenfalls lebt er noch 1333 I. 19., da er Schultheiss und
Räte von Bem ans einer für ihn geleisteten Bürgschaft entlässt (FRB VI 33).
Tot 1349 (SolWbl 1825, p. 240); seine Witwe Agnesa, in erster Ehe mit Pan-
taleon Gebestrass verheiratet gewesen, ist mit Peter Gysenstein bevogtet (ib.).

51. Wibine von Wildenstein, Klosterfrau im Schöntal, ihrer Schwester-
kinder Katharina und Eisina — beide ebenfalls Klosterfrauen im Schöntal —
1319 Xn. 19. (UBL 251); unter den Zeugen Wemher von Wildenstein, Kilch-
herr zu Onolzwiler. Sie ist daher wohl identisch mit der nicht mit Namen ge-
nannten Tochter Heinrichs von E. von Wildenstein sei., die 1301 VI. 26. ins
Kloster Schöntal eintrat (ib. 201).

52. Schwester (?), Ehefrau eines von Vogtsberg und Mutter Götzmans sei.
und Johans von V. 1354, die den Henman von Wildenstein ihren „öheim"
(= Verwandten von mütterlicher Seite) nennen und ihm den bisher zwischen ihnen
streitig gewesenen Kirchensatz zu Pieterlen übergeben (StdtABiel XLVIU 198).
Ist sie wohl auch die Mutter der 1319 XII. 19. genannten Schwesterkinder
Katharina und Eisina der Wibine von E. (51) ?

53. Heinrich (Heinzman) Zi vener, Edelknecht, Sohn Burkhards, Mit-
verkäufer des Fronhofes zu Minsein 1322 VIII. 17 (ZGOR XXIX). Ritter und
Schiedsmann zwischen den Grafen von Habsburg und Froburg einerseits und denen
von Äugst anderseits wegen der Grenzen der Landgrafschaft im Sisgau 1355 XI.
30. (UBL 359). -— Der Bischof schenkt ihm um seiner getreuen Dienste willen
und zur Mehrung seines Sesslehens zu Liestal verschiedene Zehnten 1361 III. 9.
(ib. 384). — Des Rats von Rittern 1364 (BasChr V. p. 550). Letzte Nennung
1366 II. 18. (Prediger 564). Tot 1366 XTI. 20, seine Witwe Hedina (Barf üsser 55 b) ;
seine Witwe die Waldnerin sei. 1413 II. 10. (UBL 585). — Wie sich aus späteren
Kundschaften (z. B. von 1373 in. 27) ergibt, war Heinrich Zivener sei. und
schon vor ihm sein Vater vom Stift zu Peterlingen mit Gütern in Holstein be-
lehnt worden (ib. 422); wir werden noch darauf zurückzukommen haben.
Siegel : O ^ S . HEIRICI • D ' • EPTINGEN • MILIT.

Urk. von 1356 IX. 28. (UBL 366). .

54. Hedina, ,,soror quondam domini Heinrici dicti de Eptingen alias
nuncupati Zivener militis, debilis corpore" 1366 XII. 20. (Barftisser 55 b). Da
sie ausdrücklich als „domicella^ bezeichnet wird, kann sie nicht identisch sein
mit der folgenden.

55. Schwester, Ehefrau des Ratsherrn von Achtburgem Werner Rot
(1339 XII. 20.— 1360, tot 1362 II. 7.), was daraus geschlossen werden muss,
weil 1392 VIII. 20. Heinrich von Eptingen genannt Zivener sei. als
avunculus** von Werner Rots Sohn Hartmann R. bezeichnet wird (StABern:
Jura, erloschene Lehen: Rot) und in einer undatierten, aber bald nach 1411
anzusetzenden Urkunde des PfARheinfelden (No. 106), noch präziser als dessen
Mutterbruder. Der eben genannte Hartmann und seine Nachkommen erhoben
daher ebenfalls Anspruch auf Holstein (ib.).— Über die Rot vgl. Merz im Sis-
gauer Burgenbuch I p. 164/65.

56. Anna „dicta de Bischofstein" 1319 IV. 22. (St. Peter 202); sie ist wohl
Tochter Ulrichs, des ersten Bischof steiners aus dem Hause der Herren von Eptingen.

57. Wem her, Kilchherre und (laut der Siegelumschrift, die ihn als
clericus'' bezeichnet) auch Pfarrherr zu Sissach 1322 VIII. 17. (ZGOR XXIX)
- 1328 Vn. 23. (Prediger 242).

Siegel: Q ^ S'- WERNHERI D' EPTINGEN • GL.
Urk. von 1328 VII. 23. (Prediger 242).



84 Eptingen.

58. Günther, Edelknecht, Sohn Mathias des Altern sei. und Bruder von
Mathias; mit unter den Verkäufern des Fronhofes zu Minsein 1322 VIII. 17.
(ZGOR XXIX). Besitzt seit c. 1332 zusammen mit seinen „patrui" — wer die sind,
können wir nicht mehr bestimmen, da wir nicht wissen, welche von seines Vaters
Brüdern damals noch im Leben waren — als bischöfliches Lehen die Burg Bischof-
stein, sowie ein Sesslehen in Liestal (Tr III 420) ; letzteres, den sogenannten Frei-
hof, hatte schon sein Vater Mathias innegehabt (vgl. auch Gauss im Sisgauer
Burgenbuch II p. 202). Beide Lehen blieben fortan über 100 Jahre in den Händen
von Günthers Nachkommen vereinigt (ib.). — Besitzer eines Gartens vor dem
St. Johanntor zu Basel 1333 ni..20. (Maria Magd. 73). - 1334 XL 7. verpfändet
ihm Graf Johann von Froburg als Ersatz für in seinem Dienste erlittenen Scha-
den einen Teil des Zolles zu Waidenburg (UBL 297). - Tot: 1343 VI. 20. (Maria
Magd. 113). Seine Witwe Bescha ab dem Huse, Tochter des Ritters Friedrich
sei. und Nichte Johann Ulrichs; ihre und Günthers Kinder sind Gertrud,
Günther, Johann, Ursula und Margaretha c. 1346 (UBL 347 und Merz im Sis-
gauer Burgenbuch I p. 184, Note 5; Boos spricht an ersterer Stelle irrtümlich
von Stiefkindern der Bescha).

Siegel : O • S ' G VNTHERI • D • EPTING . . .
Urk. von 1326 XII. 18. (Klingental 496).

59. Mathias, Edelknecht; nebst seinem eben genannten Bruder Günther mit
unter den Verkäufern des Fronhofes zu Minsein 1322 VIII. 17. (ZGOR XXIX).
Kilchherr zu Sissach. erwirbt von Hug Marschalk den Weiher zu Liestal,
134311. 13. (UBL 322). Pfarrherr zu Sissach genannt — daher wohl Geistlicher
1344 VIII. 21. (StALiestal 48, deutsche Übersetzung aus dem 17. Jahr-
hundert eines verloren gegangenen lateinischen Originals. Es ist somit allerdings
nicht ausgeschlossen, dass „Pfarrherr** hier bloss eine ungenaue Wiedergabe des
lateinischen „Rector" ist; immerhin ist es ja auch möglich, dass Mathias wirklich
Kleriker gewesen ist, gleich dem sub 57 geannten Werner). Letzte Nennung
1350 X. 26., da er neben seinem Neffen Günther urkundet, dass der Bischof
ihnen statt der ihnen bisher versetzt gewesenen und nun wieder ausgelösten
Quartzehnten zu Sissach, Liestal, Tenniken, Diegten, Thtlrnen, Bockten, Diepf-
lingen und an dem Lebern ein Sesslehen zu Liestal verliehen habe (UBL 346).

60. Mathias, „her Heinrichs sun von E., ein edelknecht", unter den
Bürgen Graf Volmars von Froburg gegen Burkhard Werner und Ulrich von
Ramstein 1318 VL 9. (UBL 250). Tot, Vater Heinzins und Hartmanns 1322
VIIL 17., beim Verkauf des Fronhofs zu Minsein (ZGOR XXIX). Muss nach 1318
Ritter geworden sein, indem Anna von Iltzich, die Witwe des Ritters M. von E.,
nebst ihren Söhnen Heinzman und Hartmann, Güter zu Dietwiler an Chuno zer
Sunnen und dessen Nichte Katharina, die Ehefrau Johanns von Guna, verkauft
1332 VI. 27. (Prediger 259). Möglich dass sein Vater Heinrich mit dem Eptinger
zu identifizieren ist, der 1303 IX. 11. (laut Mathias von Neuenburg) sich mit
einer zer Sunnen verheiratete.

61. Hermann, Ritter, „vogt Heinzins und Hartmanns, hern Mathis sei.
von Eptingen, mins bruder kinden", beim Verkauf des Fronhofs zu Minsein



Eptingen. 85

1322 VIII. 17. (ZGOR XXIX). Derselbe schon genaunt 1321 XL 23. als Besitzer
eines Gartens vor St. Johanntor (Maria Magd. 48).
Siegel: Q ^ S ' • HERMANI • MILIT • DE • EPTINGEN.
Urk. von 1321 XI. 23. (Maria Magd. 48).

62. Heinrich von Blochmont, Ritter, f 1314 IX. 19. (Tr III p. 697 nach
necrolog. Lucell.).

63. Elisabeth, Tochter Johanns von Blochmont (30) und der Agnes; mit
Eltern und Geschwistern genannt 1277 IV. 26 (UBL 130) und 1284 VII. 10.
(ib. 155). Vielleicht identisch mit Elisabeth von E., Äbtissin zu Olsberg, erwähnt
1335 V. 24. und 1339 V. 21. (ib. 298 und 310).

64. Anna, Tochter Johanns von Blochmont 1277 IV. 26. (UBL 130);
12H4V1I. 10. wohl tot, da sie nicht mehr neben ihren Geschwistern mitaufgezählt
wird (ib. 155).

65. Katharina, Tochter Johanns von Blochmont und Schwester der
beiden zuletzt Genannten 1277 IV. 26. und 1284 VII. 10. (UBL 130 und 155).

66. Johannes, Sohn Johanns von Blochmont 1284 VIL 10. (UBL 155);
da er 1277 IV. 26. (ib. 130) noch nicht mitgenannt wird, war er damals wohl
noch minorenn. Er ist höchst w^ahrscheinlich identisch mit dem 1319 IX. 18. zum
ersten Male genannten Ritter Johannes von E. „dictus Spengelin" (St. Peter 207),
da er auch als „dictus Spengelin de Blochmont'* vorkommt, z.B. 1341 V. 24.
(StdtARufach 338). 1337 VIII. 8. wird er wieder bloss von Blochmont (ohne
Spengelin") genannt (St. Peter 325^ Letzte Nennung 1344 I. 29. (UBL 324).
Tot 1362 I. 25.; Hartmann von lllzach verkauft die von Johann sei. ererbte Ort-
schaft Oberdorf (bei Waldighofen) an Gottfried von Burnkilch (Tr IV p. 625). —
Uxor: Agnes von Massmünster, Schwester Johanns, Hartmanns, Rudolfs und
Heinrichs, sowie der Katharina, der Ehefrau Werners von Jungholz ; die Frau von
Schrankenvels sei. ist ihre „enlin" gewesen 1313 VII. 12. (StABasel: Adels-
archiv 46). — „Anniversarium Johannis de Eptingen dictus (sie!) Spengeli, miles,
et Agnes, uxor ob." (St. Peter C zu I. 27.).

67. Margaretha, Tochter Johanns von Blochmont 1284 VII. 10. (UBL 155).

68. Agnes, Tochter Johanns von Blochmont 1284 VII. 10. (UBL 155). —
Welche der genannten Töchter Johanns von Blochmont die Ehefrau des Ritters
Kunzman von Uflieim (genannt 1288 IX. 4.) w^ar, ist nicht mehr nachzuw^eisen.

69. Johannes zubenannt von Waldighofen, Ritter 1300 VI. 18. (BUB
III 544). Dürfte identisch sein mit Johannes von E. genannt Spörlin, der nebst
seinem Bruder Heinrich durch den Bischof von Basel mit (weiteren) Gutem
zu Waldighofen belehnt wird, im Tausche gegen solche zu AUschwil und
Schönenbuch 1315 I. 7. (UBL 243). Da nun schon Konrad von Blochmont (20),
wie wir gesehen haben, nicht bloss zu Waldighofen begütert war, sondern ihm
auch schon Güter zu Allschwil durch den Bischof waren verpfändet worden
(1268 n. 11.), so dürfen wir mit ziemlicher Sicherheit genannten Johannes als
seinen Nachkommen in Anspruch nehmen.

70. Heinrich, Edelknecht, Bruder Johanns genannt Spörlin 1315 I. 7.
(ÜBL 243).

71. Peter, Kilchherr zu Haltingen, Bruder Johanns und Heinrichs Spörlin
1315 I. 7. (Tr III 123).

72. Eon r ad von Waldighofen, Ritter sei, Vater Petermanns 1353 V. 14.
(Klingental 929). Ist möglicherweise identisch mit dem Edelknecht Konrad von
E., genannt 1322 I. 26. (St. Leonhard 275).

73. Sophia (Jungfrau Vie) 1328X11. 15. (Barfttsser 20b). Die Schwestern
Agnesa und Klara von Lörrach bedenken sie mit Legaten (ib.); doch da sie von
denselben in genannter Urkunde weder als Muhme noch als Base bezeichnet
wird, so ist nicht gesagt, dass sie mit denselben verwandt war, wie man zu-
nächst vielleicht versucht ist anzunehmen. Dagegen dürfte sie identisch sein
mit der nicht mit Namen genannten Schwester Heinrich und Konrad Spörlins, die
Klosterfrau zu St. Klara in Basel war 1315 I. 7. (Tr HI 123).

74. Peter, Rektor der Kirche zu Grenzingen 1317 L 28. (St. Peter 187)
und 1329111.24. (StdtABiel). Da, wie wir gesehen haben, Peterman von Guten-
fels auch Güter zu „Grenzgen" (= Grenzingen) besass, so dürfen wir wohl
vorgenannten Peter als seinen Sohn ansehen.

75. Agnes, Tochter Reinbolds sei., Witwe Hartmanns von Tegerfelden
1324 VI. 11. (St. Clara 172).

76. Heinrich genannt Möri, Ritter, Sohn Reinbolds sei. und Neflfe Peters
von Gutenfels 1324 I. 8. (Olsberg 181). ^Vetter'' und Erbe Peters von Guten-
fels sei. 1328 IL 27. (UBL 284). Tot 1349 VI. 6; seine Jahrzeit wird durch
(seinen Neflfen ?) Johann von Tegerfelden gestiftet, er scheint demnach kinderlos
verstorben zu sein (Barfüsser 34).

77. Juza, Tochter Reinbolds, conversa zu Liestal; sie ist wohl Tochter
Reinbolds von Eptingen, der laut Anniversar. Liestal, daselbst ein Haus besass
(vgl. Gauss im Sisgauer Burgenbuch n p. 207).

78. Johann Puliant, Edelknecht; erste Nennung 1312 X. 31. (Klingental
285). Ritter, neben Gottfried Bitterli mit unter den Bürgen derer von Laubgassen
gegen den Bischof von Strassburg 1315 X. 23. und 1316 VI. 9. (UBRufach 212
und 216). Mitbesitzer von Gütern zu Sondersdorf 1325 X. 12. (St. Clara 180).
Letzte Nennung 1326 XI. 3. (UBL 277). Die Brüder Johann und Konrad von
E. genannt Puliant verkaufen dem Rate zu Basel das Burgstall „in der Krutnowe"
(bei Kembs) c. 1320 (StABasel: KL Weissbuch 22). Tot 13571.7., Vater Peter-
mans (St. Leonhard 4r)6). üxor: Gertrudis f XI. 18. (Anniversar. Rheinfelden).

79. Konrad Puliant, Ritter; besitzt ebenfalls Güter zu Sondersdorf 1321
XL 20. und 1323 III. 18. (St. Clara 148 und 160). - Da die Herren von Ep-
tingen mit dem Zunamen Puliant nach dem Aussterben der älteren Linie von
Blochmont zu Ende des 14. Jahrhunderts als deren Nachfolger daselbst erscheinen,
und da femer, wie wir eben gesehen haben, schon Konrad P. Besitz zu Sondersdorf
also in allernächster Nähe von Blochmont — hat, so kann kein Zweifel
darüber herrschen, dass sie ebenfalls dem Blochmonterstamme zuzuteilen sind,
und zwar am ehesten als Söhne Konrads (38), eines Neflfen des ersten Bloch-
monters. Letzte Nennung 1350 IV. 2. Tr III 379).

80. Elisabeth, Tochter Heinzman Glurs 1327 IL 28. (UBL 279). Ehe-
frau des Edelknechts Konrad Renke von Neuenburg 1334 I. 27. (St. Leonhard 346).

81. Heinzman Schnabel, Edelknecht genannt 1361 XL 27. (Kindler:
Oberbad. Geschlechterbuch I p. 306) und 1365 I. 18. (St. Peter 534 a). Er
ist wohl Sohn Heinzman Glurs von Lörrach (42), was ich daraus schliesse, dass,
wie wir noch sehen werden, Peterman Huser einerseits Erbe von Heinzmans
NeflFen Peterman Schnabel ist und dass er andrerseits auch wieder Bruder
Henmans von Lörrach genannt wird. Wie sein Siegel zeigt, ist er nicht identisch
mit dem von 1376—1378 genannten Heinrich Schnabel, höchst wahrscheinlich
aber dessen Vater.

82. Cünzlin Schnabel, stellt nebst seinem Sohne Peterman und seinem
Vetter'' {-- Neffen?) Heinrich von E. genannt Schnabel Bürgermeister und Rat
von Basel einen Sühnebrief wegen der bösen Fastnacht aus 1376 HL 6. (BUB
IV. 400). Er ist höchst wahrscheinlich identisch mit dem 1386 VII. 9. bei
Sempach gefallenen Cünzlin von E. (Klingental H, fol. 33 0. Möglicherweise
ist dann die in derselben Jahrzeitstiftung genannte Agnes von Windegg
seine Ehefrau.

83. Katharina, die Ehefrau des Ritters Diethelm Kämmerer (13.33 IV. 10.
1375 IX. 19.), stiftet für ilire Eltern eine Jahrzeit 1349 V. 7. (unsig. Beginen).
Über die Kämmerer vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch I p. 187.

84. Margaretha, 1342 V. 6. als (erste) Ehefrau des Ritters Panthaleon
von Wessenberg (1334 IV. 23. — f 1392. V. 29.) genannt (unsig. Beginen). Da
P. von W. 1361 wieder verheiratet erscheint mit Agnes von Landenberg-Greifen-
see (Merz: Burganlagen und Wehrbauten des Kantons Argau II p. 565), so muss
sie also damals schon tot gewesen sein.

85. Gottfried, Sohn Gottfried Bitteriis, ein Edelknecht 1362 VI. 21.
UBL 38'i). Identisch mit Götzman von E. zu Pratteln, wie er 1367 III. 25.
zum ersten Male genannt wird (ib. 401). Als Goetzman, Sohn Gottfrieds, sowie
Bruder Konrads, des Kilchherrn zu Sissach, Werners und Hartmanns bezeichnet
1381 XI. 22 (BUB IV 468); der genannten Brüder Öheim ist, wie schon früher
gesagt worden ist, Walther von Büttikon, ihr Vetter Günther von Eptingen
(ib.). Bruder von Wemlin, Cunzman, Hartman und Heinzman 1388 XI. 20.
(UBL 470); es ist dies seine letzte Erwähnung.

86. Konrad, Kilchherr zu Sissach, Sohn Gottfrieds, Bruder Götzmans,
Werners und Hartmanns, die sich alle für ihn verbürgen anlässlich der Urfehde,
die er — aus unbekannter Ursache — Bürgermeister und Rat von Basel sowie
dem Herzog Leopold von Österreich schwören muss 1381 XI. 22, (BUB IV 468).
Als Cunzman von E. bezeichnet, und wieder mit seinen eben erwähnten Brüdern
genannt, zu denen als vierter nun noch Heinzman kommt 1388 XI. 20. (UBL 470).
Vielleicht ist er auch identisch mit einem uns schon 1374 IX. 16. begegnenden
Konrad von E. (BUB IV 377).

87. Werner von E. zubenannt von Pratteln, ein Edelknecht, Sohn Gott-
frieds. Nebst Vater und Brüdern genannt 1381 XL 22. (BUB IV 468) und wieder
1388 XL 20. (UBL 470). Er darf wohl kaum identifiziert werden mit dem schon
1378 Vn. 20. (BUB IV 437) genannten „Bruder Wernher von E., Bredier
Ordens", obgleich die Möglichkeit, dass die beiden ein und dieselbe Person
sind, nicht absolut ausgeschlossen ist; ich lasse daher die Frage offen.

88. Hartmann, ein Edelknecht, Sohn Gottfrieds und Bruder der sub 85—87
Aufgezählten und zusammen mit denselben genannt 1381 IX. 'i2. (BUB IV 468)
und 1388 XL 20. (UBL 470>.

89. Heinzman von E. von Pratteln, ein Edelknecht, als Bruder der Oben-
genannten mit aufgezählt 1388 XL 20. (UBL 470). Wohl identisch mit dem
1385 IL 6. (BUB IV 61) genannten Heinrich von E. War, da er in dem Urfehde-
brief seines Bruders Konrad von 1381 nicht mit aufgeführt wird, damals offen-
bar noch .minorenn.

90. Gertrud (Trut), Tochter Bitteriis, in erster Ehe vermählt mit Hart-
mann von Kienberg, in zweiter Ehe 1380—1388 XII. 4. mit Albrecht von Rinach
(vgl. Merz in GH III p. 31/32 und 42/43).

91. Götschi, Bruderssohn Werners von Mädeln, mit dem zusammen er
den Frauen zu ßlozheim daselbst gelegene Güter verkauft 1341 VIII. 11.
(StABasel: Blozlieim 4). Er — und nicht Gottfried Bitterli (43) — ist wohl
gemeint mit dem Edelknecht „Götschin von E. genannt Bitterli'^, der vom Bischof
von Basel 40 Mark Silber erhält mit der Verpflichtung, sich davon ein Eigen-
gut zu erwerben, das er dann vom Bischof und der Stift als Burglehen tragen
soll „in aller wege als ich die zehenden emals hatte ze Muttenze und zu den
andern dörfern, wie die genant sint" 1347 VII. 20. (Tr III 363). 1350 IL 20.
erwirbt Götzschinus von E. genannt Bitterli auch in der Tat ein Sesslehen zu
Liestal (ib. 385). — Zubenannt „von Pra£teln" und „Vetter" (= Neflfe) Gottfried
Bitteriis 1357 XL 14 (UBL 368). Edelknecht; er kauft von genanntem seinem
Vetter" den vierten Teil des Herrenzehnten s zu Pratteln 1372 III. 17. (ib.
418 b). Als „Gottfrit der älter von Pratteln" bezeichnet und Sohn Konrads
sei. 1378 III. 26. (Olsberg 329), als „Götschi der älter von Pratteln" und Vater
verschiedener nicht mit Namen genannter Söhne 1385 IX. 11. (BUB V 58).
Wird durch Herzog Albrecht von Österreich mit dem vierten Teile des Dorfes
Pratteln, dem Dinghof daselbst, sowie mit Berg und Burg Mädeln belehnt,
welche Güter ihm „von gemeinschaflft wegen von Bitterli und dem Schnabel
von Eptingen seligen angefallen sind" (1387 X. 7. (UBL 466). Witwer und
Vater von Götzman, Rutschman und Heinzman; sie vertragen sich wieder mit
der Stadt 1390 L 8. (BUB V 136). Er war nämlich 1384 XL 17. als „arg-
wenig" aus Basel verwiesen worden, weil nach der Stadt Beitritt zum schwä-
bischen Städtebund (1384 VI. I.) seine Söhne sich zu deren Feinden gehalten
hatten (vgl. BasChr V p. 35, Anmerk. 6). Im Verlaufe der sich daraus ent-
sponnenen Fehde verbrannten ihm dann die Basler auch noch im selben Jahre
Schloss und Dorf Pratteln (ib.). Wird nebst seinen eben genannten Söhnen mit
Peterman Huser von E. — einem Erben und wohl auch Sohn Peterman Schna-
bels — wegen Pratteln vertragen; die Schiedsleute — Bürgermeister Johann
Puliant von E. und Günther von E. — sprechen Huser ^4» Götschi V4 des
Dorfes zu: 1394 I. 30. (UBL 492). — Nach dem Eptingenschen Familienbuche
(um die Mitte des 15. Jahrhunderts angelegt durch Götschis Urgroßsohn Hans
Bernhard von E., aber nur noch in einer Kopie aus der ersten Hälfte des
16. Jahrhunderts erhalten*, die sich heutzutage im Besitze der Nachkommen
des Letzten von Eptingen — der Familie von Sonnenberg in Luzern — befindet)
war Götschi verheiratet mit einer Katharina von Büttikon, Tochter einer Allianz
von Büttikon — von Trostberg; sie war somit Tochter des Mathias von B.
und der Elisabeth von Trostberg. Über die Büttikon und die Trostberg vgl.
Merz: Burganlagen und Wehrbauten des Kantons Argau p. 176/77 und 524 25.
Die Wappendarstellungen in demselben sind, wie eine Vergleichung mit den Malereien
in seinem eigenen, im BasStA aufbewahrten Armorial lehrt, von der Hand Konrad Schnitts.
Anderseits sind dann einige — meist apokryphe — genealogische Angaben, die bloss das
Armorial und das Familienbuch kennen, vom Maler letzterem entnommen worden; anders wird
sich die Übereinstimmung in den beiden Büchern kaum erklären lassen.

92. Anna, Tochter eines Konrad von E. und Ehefrau des Freien Walther
von Grlinenberg (genannt 1343— 1385\ Sie ist wohl am ehesten als Tochter
Konrads von Mädeln und somit Schwester Götschis einzureihen (vgl. Plüss im
Archiv des historischen Vereins Bern XVL 1. nach Wurstisens Analecta).

93. Gottfried von Wildenstein, ein Edelknecht, Besitzer von Gutem
auf dem Berge Arx 1342 IL 17. (ÜBL 318). Derselbe besitzt als Lehen von
der Stift Basel Güter zu Biel, Eptingen, Bückten und Diepflingen c. 1348
(Tr III p. 611). Bruder Henmans und der nicht mit Namen genannten Ehefrau
Heinrichs von Underswiler genannt Voutsche, mit denen er sich wegen der Lehen
zu Eptingen, Bückten, Wittinsburg, Rümlingen und Häfelfingen vergleicht 1358
V. 14. (ÜBL 370). Als „Diakon" bezeichnet; verkauft mit Einwilligung seines
schon genannten Bruders Henman an Günther von E. drei Schupposen in
Eptingen 1359 VH. 8. (ib. 375). Tot 1372 U. 14. (FRB IX. 528).

Siegel : O S ' • GOTFRIDI • D • WILDESTEL
ürk. von 1359 VII. 8. (ÜBL 375).

94. Henman von Wildenstein, zum ersten Male genannt 1336 (StdtABiel
XLVIII, 197). Oheim Johanns von Vogtsberg und von dessen Bruders Götzman
sei. (nicht mit Namen genannten) Kindern l.*)54 (ib. 198). Bruder von Gottfried
und der Ehefrau Heinrichs von Underswiler genannt Voutsche 1358 V. 14.
(ÜBL 370). Edelknecht; der Bischof verpfändet ihm für die schuldige Summe
von 200 fl. die Quarten und Zehnten zu Rümlingen, Bückten, Wittinsburg, Käner-
kinden, Häfelfingen, Diepflingen, Thtimen und Bockten 1365in. 5. (ib. 399). —
Mitbesitzer (neben Günther von E.) von Holstein 1370. (UBL p. 1166). Dessen
Erwerbung durch die Eptingen, als Lehen von Peterlingen, muss demnach
mindestens auf die Brüder Gottfried von Mädeln (10) und Bürgermeister Mathias
von E. (13) — die Grossväter der Genannten — zurückgehen. Offenbar war
Holstein aber bloss Mannslehen, da ein dritter Lehensansprecher — Hartmann
Rot, Burkhards von Eptingen Großsohn und Neffe Heinzman Ziveners, die, wie
wir gesehen haben, beide ebenfalls schon mit Holstein belehnt gewesen waren —
durch Schiedsgericht vom Mitbesitz ausgeschlossen wurde 1373 III. 27. (ib. 422),
worauf die beiden Obgenannten neuerdings durch den Prior von Peterlingen
mit dem Dorfe belehnt wurden 1373 IV. 14. (ib. 423). Wie freilich spätere
Kundschaften (wie die schon genannte aus dem PfARheinfelden und eine zweite
von 1422) behaupteten, hatten Henman von Wildenstein und Günther sich nach
des Ziveners Tode widerrechtlich und mit Gewalt in den Besitz desselben gesetzt
gehabt. Die Streitigkeiten der Eptinger mit Hartmann Rot und dessen Erben
den Herren von Rotberg — über den Besitz von Holstein dauerten aber,
wie gesagt, trotz verschiedener in der Angelegenheit gefällter Schiedssprüche
bis 1422 weiter; da jedoch dabei immer nur von den Söhnen Günthers die Rede
ist, nicht mehr aber von Henman von Wildenstein oder dessen Nachkommen,
so müssen wir annehmen, dass Diese später auch ihren Anteil an Jene abgetreten
haben. — Henman von Wildenstein als Richter zu Delsberg genannt 1371 III. 3.
und XII. 21. (Tr IV p. 721 und 723), Vogt zu Pieterlen 1372 II. 14. (FRB IX.



Eptingen 91

528). Noch im Leben 1381 III. 16. (Tr IV p. 767), tot 1384 VII. 15 (UBL 455).
Seine Witwe Nesa ist bevogtet mit Jehan dit Melat von Delsberg 1391 V. 19.
(Tr rV p. 819). — Eine Wandmalerei aus dem Ende des 14. Jahrhunderts
im Chor der Kirche zu Pieterlen stellt wahrscheinlich unsem Henman vor,
während, was noch hier nachgetragen werden mag, im Stifterpaare bei einer
Grablegung in einer Eptingenschen Grabnische derselben Kirche, da die be-
treflfende Malerei spätestens aus dem Anfange des 14. Jahrhunderts stammt,
Henmans Grosseltem Heinrich von Wildenstein und dessen Ehefrau zu sehen
sein werden, die ersten Patronatsherren aus dem Geschlechte der Herren von
Eptingen (vgl. Türler in BemTB 1907, woselbst auch Reproduktionen der
besprochenen Wandmalereien beigefügt sind).

Siegel: Q S' • lOH . . . . D . WILDESTET.
Urk. von 1359 VII. 8. (UBL 375).

95. Schwester Gottfrieds und Henmans von Wildenstein, Ehefrau des Ritters
Heinrich von ünderswiler genannt Voutsche 1358 V. 14. (UBL 370); sie sind
Eltern des Edelknechts Heinrich von U. genannt Voutsche zu Delsberg, der
nebst seiner Ehefrau Verena als Besitzer des halben Schlosses Wildeptingen
sowie von Gutem im Witwald, zu Bubendorf und Lampenberg erscheint 1396
IV. 1. und 1398 H. 1. (ib. 497 und 504).

96. Margaretha von Wildenstein, Ehefrau Heinrichs von Kuf 1361
iStdtABiel CXIX, 55). Witwe Heinrichs du Pray von Coeuve (^- deutsch „KuP),
eines Edelknechts sei. ; sie und ihre Tochter Agnes, die Ehefrau des Edelknechts
Jean de Boncourt, stiften ihre Jahrzeit zu St. Peter in Pruntrut, unter Zustim-
mung des genannten Jean de Boncourt, seines und der vorerwähnten Agnes
Sohnes Heinrich sowie endlich Ulrich Hallers auf Schlossberg (wohl eines Sohnes
erster Ehe der Agnes?) 1401 XII. 3. (Tr V p. 706). Noch 1405 sind Mutter
und Tochter am Leben (Anniversar. St. Michael in Pruntrut). Tot 1416 XI.
(Tr V 60); die Brüder Henri und Renauld de Boncourt sowie Ulrich Haller
erklären, von ihrer Grossmutter Greda von Eptingen her keinen Anspruch mehr
an den Kirchensatz zu Pieterlen zu haben, den die Kinder Henmans von Wilden-
stein sei. nun an das Kloster Bellelay verkaufen wollen (ib.).

97. Gertrud, Tochter des Ritters Günther von E. von Bischofstein sei.
und der Bescha ab dem Huse, sowie Schwester von Johannes, Günther, Ursula
und Margaretha sei. c. 1346 (UBL 347 und Sisgauer Burgenbuch I p. 184,
Note 5, woselbst Merz das Datum der Urkunde näher präzisiert).

98. Johannes, Sohn Günthers von Bischofstein sei. und der Bescha ab
dem Huse; mit Mutter und Geschwistern genannt c. 1346 (UBL 347). Ist mög-
licherweise identisch mit dem laut der Thanner Chronik (I p. 377—419) 1374
verstorbenen Joh. von E., Franziskanerguardian zu Thann und Mülhausen.

99. Günther, Bruder der beiden Letztgenannten, zuerst erwähnte. 1346
(UBL 347). Urkundet dass der Bischof von Basel ihm und (seinem Oheim)
Mathias von E., Kilchherrn zu Sissach, die ihnen versetzt gewesenen Quart-



92 EptingeD.

zehnten zu Sissach, etc. wieder ausgelöst und ilinen statt derselben ein Sess-
lehen zu Liestal übergeben habe 1350 X. 26. (ib. 346). Edelknecht, wird nebst
seinem Vetter Henman von Wildenstein durch den Prior von Peterlingen mit
Holstein belehnt 1373 IV. 14., nachdem, wie schon früher gesagt worden ist,
ein Schiedsgericht die Ansprüche Hartmann Rots, eines Neflfen des offenbar
kinderlos verstorbenen letzten Lehensinhabers Heinzman Zivener von E., ab-
gewiesen hatte (ib. 423 und 424). 1377 XL 16. tritt er dem Verkommnis des Adels
mit der Stadt Basel bei (BUB IV 428). Vormund des Freien Thüring von Ram-
stein und in seinem Namen Vogt über die (halbe) Herrschaft Ramstein 1383
II. 24. (ib. V. 27. und UBL 628). Besitzer von Gütern im Kleinbasel, die durch
Greda von Lörrach gefrönt werden 1388 III. 28. (BUB V 87). Graf Johann
von Habsburg-Laufenburg erlaubt dem Hans Münch von Münchenstein die
Lehen Wartenberg und Muttenz um 1(X)0 Gulden der Greda von Pfirt, Ehefrau
Günthers von E., zu verpfänden 1391 XL 29. (UBL 480). Beide Ehegatten kau-
fen von Heinrich von Underswiler genannt Voutsche die Hälfte des Schlosses
Wildeptingen nebst allen dazu gehörigen Gütern 1398 IL 1. (ib. 504). Schon
1392 V. 14. hatten ihm seine Söhne Hans Günther und Ulrich Günther das
Burgstall Gutenfels nebst Zubehör zu einem Leibgedinge geschenkt (ib. 483).
Als tot bezeichnet 1401 IX. 11. (StABasel: Urteilsbuch); er ist aber wohl schon
1400 IV. 3. nicht mehr im Leben, da unter diesem Datum seine ebengenannten
Söhne das Burgstall Gutenfels an Basel verkaufen (UBL p. 1172). Seine Witwe
wird noch genannt 14(^8 III. 22. (Urteilsbuch); ausser den schon erwähnten
beiden Söhnen werden hier als ihre Kinder ferner noch aufgezählt Siguna, die
Ehefrau Hetzeis von Zesingen, und Susanna, die Ehefrau des Freien Hans von
Falkenstein (ib.).

Siegel: O ^ S' lOHIS • GVTH ' I • D' EPTIGE.

Urk. von 1377 XI. 16. (BUB IV 428 nach städt. Urk. 021).

1(X). Ursula, Schwester der Vorigen und zusammen mit denselben er-
wähnt c. 1346 (UBL 347). Sie ist wohl identisch mit Ursula von E., Kloster-
frau zu Blozheim 1363 XL 2. (Blozheim 8).

101. Margaretha, Schwester der Vorigen, tot c. 1346 (UBL 347). Wir dürfen
sie wohl identifizieren mit Margaretha von E., Ehefrau des Ritters Haneman
Vitztum, die zusammen genannt werden 1337 XII. 14. und 1345 III. 8. (Maria
Magdalena 83 und Klingental 741).

102. Heinz in (Heinzman, Heinrich), noch minorenner Sohn von Mathias
sei. und nebst seinem Bruder Hartmann mit dem Oheime Hermann bevogtet
anlässlich des Verkaufes des Fronhofes zu Minsein 1322V1II. 17 (ZGOR XXIX).
1332 VL 27. als Sohn der Anna von Iltzich, Witwe des Ritters Mathias von
E. sei., bezeichnet (Prediger 259). 1347 IV. 18. noch Edelknecht, 1353 VI. 13.
Ritter (UBL 330 und 353).

103. Hartmann, Bruder des Vorigen, erstmalig ebenfalls 1322 VIII. 17.
beim Verkauf des Fronhofes zu Minsein, genannt (ZGOR XXIX). 1343 VI. 20.
noch Edelknecht (Maria Magdalena 114), 1347 IV. 18. Ritter (UBL 353). Des



Eptingen. 93

Rats von Rittern 1358-1362/63 und wieder 1366-1370/71 (BasClir V p. 548
52). 1301 als Besitzer des Eptingerliofes Rittergasse 12 genannt (Wurstisen,
Münsterbeschreibung p. 504 \ 1374 XI. 16. wird er durch Graf Sigmund von
Tierstein mit der hohen Gerichtsbarkeit zu Sissach belehnt (UBL 427); es ist
dies seine letzte Nennung. Tot 1379 VIII. 10. (Thommen II 213). — üxor I:
Klara Truchsess von Rheinfelden 1354 XII. 20. (St. Clara 350), dieselbe tot
1373 X. 1. (Barfüsser 189). Sie muss aber schon vor 1371 V. 29. gestorben sein,
da Hartmann an genanntem Datum in zweiter Ehe verheiratet erscheint; ihr
Jahrtag wurde VII. 19. gefeiert (Anniversar. Sissach). An einen anderen Hart-
mann zu denken — vielleicht an Gottfried Bitteriis gleichnamigen Sohn (88),
der allein ja noch in Betracht kommen könnte — geht nicht an, da der Ehe-
gatte der Klara Truchsess beide Male ausdrücklich als Ritter bezeichnet wird.
Jener aber bloss Edelknecht war. — Uxor II : Eisina von Schönau, Tochter des
Ritters Rudolf genannt Hurus und der Freien Ursula von Ramstein 1371 V. 29.
(UBL 415) - 1379 VIII. 10. (Thommen II 213).

104. Elsi, Schwester Ritter Hartmanns sei., Ehefrau Ritter Werners von
Bärenfels 1379 VIII. 10. (Thommen II 213). Über die Bärenfels vgl. Merz im
Sisgauer Burgenbuch I p. 72/73.

105. Heinz man (Heinrich), Ehegatte der Eisina, „neptis" der Brüder
Richard, Berchtold und Johannes von Maggenberg 1319 VI. (FRB V 72). Der-
selbe als Mitherr zu ßlochmont bezeichnet — er ist daher wohl Sohn des 1314
verstorbenen Ritters Heinrich von Blochmont (62) — verzichtet auf alle seine
Erbansprüche an Gümmenen und Maggenberg 1336 XII. 18. (ib. VI 331). Von
seiner Ehefrau Eisina sei., der Tochter Wilhelms von Maggenberg sei., hat er
einen Sohn Wilhelm (ib.).

Siegel: Q • • HE . . . . EPTING . . .

Urk. von 1336 XII. 18. (FRB VI 331 nach einer Urk. des St. Freiburg).

106. Werner, Deutschordensherr, „frater carissimus" Heinrichs von Bloch-
mont 1336 XII. 18. (FRB VI 331). Komtur zu Basel 1341 XI. 12. (Tr III 794j.
1361 VIII. 1. wird er genannt Johanniterkomtur der Häuser zu Basel, Mül-
hausen und Sulz (FürstUB II 237). Komtur der Johann iterhäuser zu Basel und
Rheinfelden 1372 VI. 23. (StAAargau: Johanniter Kommende Rheinfelden 60).
Bruder Wernher von E., den man nemmet ritter Wernher, Sant Johansordens,
etwenne commendur des huses ze Basel", schwört mit Anderen Burgermeister
und Rat von Basel Urfehde, weil sie den Edelknecht Ulman Renke widerrecht-
lich und mit Gewalt ans der Gefangenschaft derselben befreit haben 13851. 17.
(UBL 458). Er ist gestorben 1385 VI. 1. (Tonjola: Basilea sepulta p. 293).
Siegel: Q S ' FRIS • WERNHER . . . EPTIGE.

Urk. von 1379 IL 10. (StABem: Fraubrunnen).

107. Peterman, Bürge der Grafen von Fürstenberg 1351IIL29 (FürstUB
II 287). Er ist wohl identisch mit Peterman von E. genannt Beschisser, der von
Konrad und Burkhard von E." den Sporern Zinse zu Wolfswiler kauft 1359 V. 9.
(St. Clara 379 a). Tot 1370; seine Witwe heisst Anna (Urk. d. StARufach nach



94 Eptingen.

Jb. f. Elsass u. Lothringen XVI p. 42). Vater von Anna, der Ehefrau Peter
Reichs 1382 II. 28. (Tr IV p. 772).

108. Die Ehefrau Hartmanns von lUzach, der als Erbe (und daher wohl
auch Schwigersohn) Johann Spengelins von Blochmont sei. Besitzer des Ober-
dorfs bei Waldighofen geworden ist, das er nun an Gottfried von Burnkilch
verkauft 1362 I. 25. (Tr V p. 625).

109. Konrad (Concz) Sporer, Bruder Henraans 1338 II. 19. (Klingental
641 und 642). Bürge für die Grafen von Fürstenberg 1341/51 (FürstUB II 152).
Domherr zu Basel; verkauft nebst seinem Bruder Burkhard und Wilhelm von
E. (von Blochmont) Güter zu Neuweiler, die sie als bischöfliches Pfand inne
haben, an Diethelm und Johann Kämmerer 1351 III. 1 1 . (Tr IV 1). Die beiden
Brüder verkaufen an Peterman Beschisser von E. Güter zu Wolfswiler 1359
V. 9. (St. Clara 379 a). Er ist gestorben 1361 X. 14. (Tr IV p. 685). - Ein
Konrad Sporer, der im Eptingenschen Familienbuche und in Schnitts Armorial
schon zum Jahre 1315 genannt wird, ist wohl apokryph; dagegen wird wohl
ein 1318 I. 8. (BUB IV 39) genannter Domherr Konrad von E. mit unserem
Konrad Sporer zu identifizieren sein.

Siegel : 1) O ^ S . . . VNRADI DCI SPORER.
Urk. von 1338 U. 10. (Klingental 641).
2) O ^ S'. CHVNRADI • DCI • SPOR • D' EPTIGE.
Urk. von 1353 VIII. 20. (Tr IV 21 nach StABern: Jura, abgelöste
Kapitalien).

110. Henman Sporer, Bruder des Vorigen, genannt 1338 II. 10. und 19.
(Klingental 641 und 642). Wird im Familienbuche schon 1329 genannt.
Siegel : O ^ S ' lOHANNIS D . . . PORER.

Urk. von 1338 IL 10. (Klingental 641).

111. Burkhard Sporer. Erste sichere Nennung 1347, da ihm Kaiser
Karl IV. als Abzahlung einer Schuld von 200 Mark Silber jährlich 20 Mark
Silber von der Judensteuer zu Kolmar anweist (Huber: die Regesten Kaiser
Karls IV. 5963). Doch ist er wohl auch identisch mit dem (ohne Beifügung des
Vornamens) schon 1345 erwähnten Sporer, der damals Zinsen zu Lutra an die
Abtei Lützel verkaufte (Tr III p. 834). Nebst seinem Bruder Konrad und Wil-
helm von E. von Blochmont, wie wir gesehen haben, Besitzer von Gütern zu
Neuweiler 1351 III. 11. (ib. IV 1). Ritter 1356 II. 5. (ib. p. 665). Kaiser Karl
IV. versetzt ihm wegen einer Schuld von 700 Mark Silber ausser der nächsten
Reichssteuer zu Kolmar, Kaisersberg und Münster, die im ganzen 400 Mark
abwirft, auch noch einen Teil des Umgeldes zu Kolmar 1361 IV. 16. (Huber
3643—40). — Ehegatte einer Greda und Schwigersohn einer Romana, wird er
vom Bischof mit Zinsen zu Bremoncourt und einem Sesslehen zu Pruntrut be-
lehnt 1363 V. 15. (Tr IV 82). Einer der Schiedsleute zwischen dem Bischof
einerseits und den Grafen von Habsburg und Tierstein anderseits wegen der
Rechte der Landgrafschaft im Sisgau in der Herrschaft Waidenburg 1366 VIII. .
28. (UBL 400). Der Bischof belehnt ihn um seiner getreuen Dienste willen mit



Eptingen. 95

dem erledigten Burglehen zu Liestal, das er aber gleichzeitig auf Pruntrut
überträgt 1372 V. 12. (Tr IV p. 726). — Zusammen mit seiner Ehefrau Mar-
garetha, der Tochter des verstorbenen Wilhelm von Bremoncourt, stiftet er seine
Jahrzeit zu Bellelay 1374 I. 4. (ib. p. 736). Stellt, zusammen mit seinem Vetter
Heinrich von E. von Blochmont, Bürgermeister und Rat von Basel einen Sühne-
brief wegen der bösen Fastnacht aus 1376 III. 8. (BUB IV 400). Der Bischof
verpfändet ihm zum Ersätze für seine im Dienste der Hochstift Basel erlittenen
Verluste im Betrage von 100 Mark Silber die Münze zu Breisach 1376 III. 21.
(Tr IV 163). Rat und Bote des Bischofs von Basel 1376 IV. 16. (BUB IV 403).
Letzte Nennung 1377 XII. 19., da er seine Jahrzeit zu St. Peter in Basel stiftet
(St. Peter 602). Tot 1379 VII. 30.; die Lehen, die er seinerzeit von den Freien
von Hasenburg zu Fontenais und Bressaucourt inne gehabt hatte, werden ander-
weitig vergeben (Tr IV p. 757). Der Bischof von Basel verpfändet seiner Witwe
Margaretha von Bremoncourt den Zoll zu Pruntrut lä84 I. 12. (ib. 203). 1386
VIII. 29. huldigt sie dem Grafen von Mümpelgart für ihr Pruntruter Burglehen
(ib. p. 791), 1390 für Bremoncourt dem Grafen von Neuenburg in Burgund (ib.
p. 817). 1400 stiftet sie in der St. Peterskirche zu Pruntrut eine neue Kapelle
(ib. V p. 704). Letzte Nennung 1401 VIII. 13., da sie allen ihren Besitz im
Somegau — nämlich zu Glovelier, Foradraj% Boecourt, Bassecourt und Cour-
faivre — der Kirche zu St. Ursanne schenkt (ib. p. 705). Sie ist 1406 zu Pruntrut
gestorben (Chivre: St. Ursanne, p. 840). Ihr und ihres Mannes Wappen sind (al
Fresco gemalt) in einer Kapelle der Kirche zu St. Ursanne noch heutzutage
zu sehen; datiert ist die Malerei 138G.

Siegel: O ^ S BVRCKHBRDI D - EPTINGEN.
Urk. von 1358 II. 10. (StABeni: Wangen).

112. Peterman, Sohn Konrads von Waldighof en sei. 1353 V. 14. (Klin-
gental 929). Wie die Siegel zeigen, ist er identisch mit Peterman von E. ge-
nannt 1358 IL 10. (StABern: Wangen).

Siegel: O D • EPTIGE.

Urk. von 1358 11. 10. (StABeni: Wangen; dasselbe Siegel hängt auch
an Klingental 929).

113. Peterman Puliant, Johanns sei. Sohn 1357 1.7. (St. Leonhard 456).
Bruder Heinzmans, mit dem zusammen er den vierten Teil des Herrenzehntens
zu Pratteln verkauft 1357 XI. 14. (UBL 368b). Bruder Henslin Puliants 1358
IV. 13. (Klingental 992). Er kauft — wieder zusammen mit seinem schon ge-
nannten Bruder Heinzman — verschiedene Rechte zu Pratteln von Gottfried
Bitterli von E. und dessen Sohn Gottfried 1362 VL 21. (UBL 386 b). Herdegen
von Hunwil und dessen Ehefrau Regula (von Ifental, Schwester von Petermans
gleich zu nennender Gattin) geloben, ihm und seiner Ehefrau Margaretha inner-
halb der (in der Urkunde genau umschriebenen) Ziele und Kreise der hinteren
alten Bechburg (die sie von ihrem Vater Heinrich von Ifental sei. ererbt hatten)
Burgfrieden 137G XII. 16. (ib. 430). - „Der elter", tritt dem Verkommnis des
Adels mit der Stadt Basel bei 1378 IL 10. (BUB IV 433). 1380 V. 7. wird er



% Eptingen.

zum ersten Male als „Peterman Puliant im Hage" bezeichnet; die Grafen von
Tierstein verleihen ihm das Tal Balstal, das Tal Mümliswil genannt Guldental
und das Geleit zu Onolzwiler (ÜBL 437). Dass dieser Peterman im Hage iden-
tisch ist mit Peterman Puliant dem altern, ergibt sich ganz unzweifelhaft aus
folgenden Tatsachen : erstens einmal daraus, dass sie beide als Brüder Thtirings
von E. bezeichnet werden, Letzterer 1381 XI. 22. (ÜBL 444), Dieser 1385 IL 10.
(Klingental 1370); zweitens daraus, dass sowohl Peterman im Hage als auch der
gleich zu behandelnde Johann Puliant von E., der früher als Bruder Peter-
man Puliants des altern war bezeichnet worden, wie wir noch sehen werden,
auch Brüder der Klosterfrau Lena von E. im Klingental genannt werden. —
Uxor: Greda von Ifental, Heinrichs sei. Tochter; der Bischof verleiht ihr zu
einem Sesslehen in Liestal 20 Gulden jährlichen Zinses 1385 VII. 14 (UBL461);
warum ihr und nicht ihrem noch lebenden Manne, ist mir unerfindlich. — Peter-
man Puliant fiel bei Sempach 1386 VIL 9. (Klingental H.fol. 33^). Seine Witwe
Margaretha von Ifental erscheint seit mindestens 1394 wieder vermählt mit
Ritter Hermann von Landenberg genannt Schudi und ist noch im Leben 1426
(Urteilsbuch; vgl. dazu auch die Stammtafel von Ifental im Sisgauer Burgen-
buch I p. 230).

Siegel: 1) O S ' PETERMANI D' EPTINGEN.
Urk. von 1365 I. 18. (St. Peter 534 a).

2) O ^ S ' VON EPTINGEN.

Urk. von 1381 XL 22. (UBL 444).

114. Heinzman Puliant, nebst seinem eben erwähnten Bruder zusammen
genannt 1357 XL 14. und 1362 VL 21. (UBL 368 b und 386 b).

115. Johann (Hanneman) Puliant. Erste Nennung noch als Edelknecht
1351] Xn. 1. (Thommen I 581). ^Henslin'' P., Ritter 1357 XL 28. (Tr. IV p. 071).
Bruder Petermans 1358 IV. 13. (Klingental 992). — Verkauft nebst seiner Ehe-
frau Katharina Schaler seinen Anteil an der Burg und dem Dorf Lörrach an
den Markgrafen von Hachberg 1361 XII. 11. (Fester h 665). Des Rats von Rit-
tern seit 1367, Bürgermeister 1375—1379/80 und wieder 1383-1398 IV. 10.
(BasChr V p. 551-57 und BUB V 237). Vater Peterman Puliants (des Jüngern)
1377 XL 16. (BUB IV 428). Bruder Peterman Puliants des altern und Thürings
von E. 1381 XL 22. (UBL 444). Vater von Anna, Greda, Engeltrud, Klara und
Lisa, sämtlich Klosterfrauen im Klingental, und von Eisina, sowie Schwager
der Verena Schaler, Klosterfrau zu Olsberg 1382 X. 7. (Klingental 1324). Le-
hensherr des Rotenhauses (bei Pratteln am Rheine), das er dem Paulus-Orden
zu einer Klosterstiftung übergibt 1383 IL 16. (UBL 452). Muss der Stadt Ur-
fehde schwören, weil er — der Bürgermeister! — mit an der gewaltsamen
Befreiung des Edelknechts Ulrich Renke aus deren Gewahrsam beteiligt gewesen
war 1385 I. 17 (ib. 458). Mitbesiegler des Ehekontrakts des Markgrafen Rudolf
von Hachberg und der Gräfin Anna von Freiburg 1387 IL 13. (Fester h 751).
Bruder und Erbe des offenbar kinderlos verstorbenen Thürings von E. 1388
XL 20. (UBL 470). Er besitzt als bischöfliches Lehen den vierten Teil des



Eptingen. 97

Dorfes Neuweiler, dessen übrige Teile, wie früher gezeigt worden ist, in Hän-
den der Sporer und Wilhelms von E. von Blochmont waren, 1394 IX. 25. (Tr IV
292) — Uxor II: Frau Anna von Klingenberg, Mutter von Albrecht und Hans
von K. 1395 III. 20. (StABasel: ürteilsbuch). Seine erste Ehefrau Katharina
Schaler wird zuletzt genannt 1384 VIU. 9. (Mitteilg. d. bad. bist. Kommission
1903 p. 89); beide Ehegatten werden durch Graf Johann von Habsburg-Laufen-
burg mit Bartenheim belehnt. Eine Tochter zweiter Ehe war dann oflfenbar
Agnes, die sich 1395 III. 20. mit Burkhard ZiboU verheiratete (bezw. verlobte),
wie ein weiterer Eintrag zum gleichen Datum im Urteilsbuche darzutun scheint ;
er lautet: „Do erkantent sich frow Anne von Klingenberg und Jacob Zibol
von irer tochter und sins sons wegen von der estur wegen". — 1398 VIII. 9.
wird Johann Puliant als Erbe der Lena von E. sei., gewesenen Klosterfrau im
Klingental, erwähnt (Klingental 1370). Letzte Nennung 1399 V. G. (BUB V
250). Er ist noch im Laufe des Jahres 1399 gestorben, laut seiner noch von
Tonjola (p. 217) aufgezeichneten, seither aber verschwundenen Grabschrift in
der St. Martinskirche in Basel, deren verstümmelter Anfang lautete: „Anno
MCCCLXXX . . . obiit Pulianthus de Eptingen, eques auratus, consul, etc."
Tot 1400 IL 24. (M. bad. bist. K. 1903 p. 89) und IV. 27. (ib.). An letzterer
Stelle wird als weitere Tochter erster Ehe genannt Adelheid, die Ehefrau Götz-
man Münchs von Münchenstein. Johann Puliants zweite Gattin „Frau Anna von
Klingenberg" war offenbar eine verwitwete von K. und zwar wohl die Witwe
Kaspars, der Vater sowohl eines Albrecht als auch eines Hans war, womit
dann auch wieder stimmt, dass der Agnes Ziboll Sohn, wie wir später sehen
werden, ebenfalls den Namen Kaspar erhielt; über die Klingenberg vgl. Oberbad.
Geschlechterbuch II p. 301. Doch scheint die dort gegebene Genealogie nicht
absolut zuverlässig zu sein.

Siegel: 1) O ^ S EPTING • MILIT • PVL.

ürk. von 1356 XII. 1. (Thommeu I 581 nach einer Urk. des Statthaltere
A Innsbruck).

2) O S ' lOH ' DE EPTINGEN.

Urk. von 1371 II. 22. (Maria Magdalena 210).

3) O ^ S ' lOHANNIS . DCI • PVLIANT • DE • EPTINGEN.
Original der Siegelsammlung des StABasel; laut Vermerk von einer

Urk. von 1390.

116. Cünzlin (Cunzman, Konrad) Puliant, ein Edelknecht, Bruder Petermans
1359 in. 2. (Matile M 604). Sohn Johann Puliants sei. und Ehegatte der Susanna,
Tochter des Ritters Henman von Ratolsdorf, sowie Witwe des Edelknechtes Hein-
rich Burggraf von Torolzheim 1375 X. 4. (Thommen II 63). Bruder Johann Puliants,
der mithilft, ihn mit seinem eben genannten Schwigervater zu vergleichen 1375
X. 30. (ib. 64). Sicher dieselbe Person wie Konrad von E. (ohne den Beinamen
Puliant*^), der Bruder Peters im Hage und Thürings von E. genannt wird
1385 II. 10. {Klingental 1370); wir dürfen ihn daher wohl auch mit jenem
Konrad von E. identifizieren, der uns schon 1374 und dann wieder 1386 be-

Genealog'. Handbuch III. 7



98 Eptlngen.

gegnet (Tr IV p. 739 und 794). In letzterem Jahre verkauft er Birseck, das er
als Pfand des Bistums innegehabt, wieder an dasselbe zurück (Tr IV p. 794).
Er muss 1398 VIII. 9. tot sein, da, wie wir gesehen haben, Johann Puliant einziger
Erbe der eben damals verstorbenen Klosterfrau Lena von E. genannt wird
(Klingental 1370). Es wäre daher nicht unmöglich, dass er mit dem 1386 VII. 9.
bei Sempach gefallenen Junker Ctinzlin von E. gemeint wäre; ich habe mich für
Cünzlin Schnabel entschieden, hauptsächlich aus dem Grunde, weil Letzterer
stets nur Cünzlin genannt wird, Jener aber — gerade in den 1380er Jahren —
Konrad.
Siegel: Q (Umschrift unleserlich).

Urk. von 1358 II. 2. (StABern: Wangen).

117. Thtiring, ohne den Beinamen „Puliant", den er niemals geführt zu
haben scheint; erste Nennung 1375 IL 16. (BUB IV 3H4). Bruder Petermans des
altem 1381 XL 22. (ib. 468). Gefallen bei Sempach 1386 VII. 9. (Klingental H. fol.
33 ^). Seinen Anteil an Pratteln erbt sein Bruder Johann Puliant 1388 (StABasel:
Finanzakten C I); er scheint demnach kinderlos verstorben zu sein.

Siegel : O S ' • TH VRING DE EPTINGE.

Urk. von 1381 XL 22. (BUB IV 384 nach städt. Urk. 562).

118. Lena, Schwester Petermans im Hage, Thürings und Konrads, Kloster-
frau im Klingental zu Basel 1385 IL 10. (Klingental 1370). Tot 1398 VIII. 9.;
sie wird durch ihren Bruder Johann Puliant beerbt (ib.). Adelheid von E.,
Götzman Münchs Ehefrau, stiftet ihrer „amita" Lena von E. eine Jahrzeit im
Kloster Klingental 1400 VIL 16. und 26. (Klingental 1614 und 1615).

119. Heinrich Schnabel; stellt nebst seinen Vettern Cünzlin Schnabel
und dessen Sohn Peterman Schnabel Bürgermeister und Rat von Basel einen
Sühnebrief wegen der bösen Fastnacht aus 1376 III. 6. (BUB IV 400). 1378
IL 10. tritt er sodann auch dem Vorkommnis des Adels mit der Stadt bei (ib.
433). Es ist dies seine letzte Erwähnung; er scheint einer der sieben 1386 VII. 9.
bei Sempach gefallenen Eptinger gewesen zu sein und identisch mit dem in
der für Diese im Kloster Klingental gestifteten Jahrzeit genannten Heinrich
von E. (Klingental H. fol. 33^).

Siegel: O ^ S' HEINRICI • DE • EPTINGEN.

Urk. von 1376 III. 6 (BUB 400 nach städt. Urk. 510).

120. Peterman Schnabel, Brudersohn Heinrich Schnabels (81), sowie
Bruder Konrads; sie werden mit drei Teilen von Pratteln belehnt 1374X1.23.
(StALiestal 109). Cünzlin Schnabels Sohn; stellt nebst Vater und Oheim Bürger-
meister und Rat von Basel einen Sühnebrief wegen der bösen Fastnacht aus
1376 III. 6. (BUB IV 400). Wohl identisch mit jenem zweiten 1380 VII. 9. bei
Sempach gefallenen Peterman von E. (Klingental H fol. 33 ^). Wenn Wurstisen
diesen zu einem Sohne Petermans im Hage macht (vgl. seine Liste der bei Sem-
pach Gefallenen im AnzG IV 12), so irrt er; denn erstens ist nichts von einem
Sohne Petermans im Hage bekannt, noch weniger aber von Kindern eines solchen,
wie solche der Eintrag im Jahrzeitbuch zu Klingental doch erwähnt.



Eptingen. 99

121. Konrad, Bruder Petermans ; sie werden zusammen mit ihrem Oheim
Heinrich Schnabel von E. (81) mit Vi von Pratteln belehnt 1374 XI. 23. (StA
LiesUl 109).

122. Götz man, Sohn Götschis des altern von Pratteln, sowie Bruder
von Rutschman und Heinzman ; verträgt sich nebst Vater und Brüdern mit der
Stadt Basel 1390 I. 8. (BUB V 136). Dieselben erhalten, wie schon bei Götschi
gesagt wurde, durch ein Schiedsgericht ein Viertel des Dorfes Pratteln zu-
gesprochen, die drei anderen Viertel aber Peterman Huser 1394 I. 30. (UBL
492). Dinkhofherr zu Blotzheim 1399 I. 27. (Maria Magdalena 280) ; der in der-
selben Urkunde genannte Hans von E. dürfte identisch sein mit dem schon be-
handelten Johann Puliant. Letzte Nennung 1412 V. 24. (StAAargau: Urkunden-
sammlung Schröter); jedenfalls tot 1415 IX. 10., da er nicht mehr als Mitbesitzer
von Pratteln genannt wird (Maria Magdalena 344). — Uxor: Ennelin Waldner,
tot 1431 X. 23., die Mutter Götzheinriclis genannt wird (Maria Magdalena 445),
der, wie wir anderseits wieder aus dem Familienbuche wissen, Sohn eben un-
seres Götzman war.

Siegel: O ^ S • GOTZMAN • D • EPTINGEN.

Urk. von 1390 I. 8. (BUB V 136 nach städt. Urk. 659).

123. Rutschman, Sohn Götschis, sowie Bruder von Götzman und Heinz-
man; nebst Vater und Brüdern genannt 1390 L 8. und 1394 I. 30. (BUB V 136
und UBL 492). Letzte Nennung 1399 IV. 7. (St ABasel: Urteilsbuch).
Siegel: O ^ * rnli0lf • uüh • tftin^tn.

Urk. von 1390 I. 8. (BUB V 136).

124. Heinzman, ebenfalls Sohn Götschis; nebst Vater und Brüdern ge-
nannt 1390 I. 8. und 1394 I. 30. (BUB V 136 und UBL 492). Ehegatte in erster
Ehe der Eisina von Grandwiler 1400 III. 4. (St. Peter 733 a) und 1403 (Urteils-
buch); sie ist wohl identisch mit der Witwe des 1396 IX. 28. bei Nikopolis ge-
fallenen Ritters Henman von Ramstein, die noch 1398 IX. 11. als solche erscheint
(Urteilsbuch). Zubenannt „von Mädeln", kauft von Hans und Werner von Frick
das Dorf Zunzgen, sowie das Sesshaus auf der alten Homberg im Fricktal um
890 rhein. Gulden 1406 IV. 24. (UBL 550). Besitzer des vierten Teiles von
Pratteln 1415 IX. 10. (Maria Magdalena 344). Noch am Leben 1435 X. 26.,
Vater Rudolfs (UBL 677). Tot 1466 VI. 6. (ib. 872). Liegt zu Olsberg begraben
f Eptingensches Familienbuch). Seine Ehefrau Eisina von Grandwiler gest. IV. 6.
(Anniversar. Rheinfelden ) ; sie war nach dem Familienbuch Tochter aus einer
Ehe von Grandwiler - von Bollwiler. — Uxor II: Margaretha Sevogel, die Witwe
Werner Truchsessen von Rheinfelden 1430 III. 21. und 1431 IV. 10. (Klingental
1863) (vgl. Merz : Wehrbauten und Burganlagen d. Argau U. p. 424/25 Stamm-
tafel Truchsess von Rheinfelden).

Siegel : O ^ S . HEIRICI • D ' EPTINGEN.
Urk. von 1390 I. 8. (BUB V 136).

125. Jakob (Jecklin) von Wildenstein, Bruder der Fröwelina; sie sind zu
einem Drittel Besitzer des Arxberges gegenüber von Wildenstein 1397 XII. 23.



100 Eptingen.

(üBL 503). Als Henmans von Wildenstein sei. Sohn bezeichnet 1398 II. 1. (ib.
504); er und seine schon genannte Schwester sind Besitzer der halben Burg
Wildeptingen und des Witwaldes (ib.). Ehegatte der Eisina Mtinzmeister 1416
III. 7. (Augustiner 105). Zusammen mit seiner Schwester Fröwelina verkauft er
den Kirchensatz zu Pieterlen an das Kloster Bellelay 1416 XL (Tr V 60). Meier
zu Biel 1422 (ib. 73). Letzte sichere Nennung 1424 (StABasel: Gerichtsbuch
Kleinbasel). Tot 1431 X. 5., seine Witwe Elsi ist wiedervermählt mit Konrad
Rosegg. 1453 VIL 5. erscheint sie bevogtet mit ihrem Sohne Junker Hans von
Wildenstein (Klingental 2113). Sie ist noch 14G1 IIL 6. im Leben und wird hier
als Base der Agnese von Durnich genannt Guchterlerin bezeichnet (Maria
Magdalena 636). Über die Eriman vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch I p. 104 5.

Siegel: Q ^ S • lACOB DE

Urk. von 1402 (StABern: Jura).

126. Fröwelina, Schwester Jakobs von Wildenstein und mit ihm zu-
sammen genannt 1397 XII. 23., 1398 IL 1. und 1416 XL (ÜBL 503 und 504,
sowie Tr V 60). Erst Konkubine und später, als er weltlich geworden war, Ehe-
frau des früheren Archidiakons Hans Thüring Münch von Löwenberg (BasChr
V pag. 354 und 55). 1419 V. 9. heisst sie noch Jungfrau (ÜBL 613), 1419
XL 18. dagegen wird sie schon Ehefrau Hans Thtlrings genannt (StABasel:
Urteilsbuch). Noch 1445 IL 7. ist sie im Leben (Merz im Sisgauer Burgen-
buch IIL p. 12/13 Stammtafel Münch).

127. Hans Günther, Bruder Ulrich Günthers; sie kaufen von Walther
von Schönau genannt Hurus das Burgstall Gutenfels 1392 V. 13. (UBL 482),
worauf sie dasselbe ihrem Vater Günther von E. zu einem Leibgedinge übergeben
1392 V. 14. (ib. 483). 1408 III. 22. wird er nebst seinen Geschwistern Ulrich
Günther, Siguna, der Ehefrau Hetzeis von Zesingen, und Susanna, der Ehefrau
des Freien Hans von Falkenstein, wegen Schulden ihrer Eltern, Junker Günthers
sei. von E. und dessen Witwe Greda, gefrönt (StABasel : Urteilsbuch). Erhält nebst
seinem Bruder Ulrich Günther vom Dompropst zu Basel das Selland im Bubendorfer
Bann und den Hof Gurbelon im Banne Holstein zu Erblehen 1410 (UBL pag. 1175).
1411, während des Krieges mit der Herzogin von Burgund, finden wir ihn unter
denjenigen, die Solothurn widersagt haben (StASolothurn: Varia III 48). Schliesst
wieder zusammen mit seinem schon mehrfach genannten Bruder — einen Ver-
trag mit Basel ab über Gutenfels und Itingen 141 1 III. 28. (UBL 569). Die
Brüder sind, wie schon bei Behandlung Henmans von Wildenstein erwähnt worden
ist, wegen Holstein mit Hartmann Rot im Streit 1413 IL 10. (ib. 585). — Schon
1414 IIL 22. erscheint er verheiratet, doch wird der Name seiner Frau nicht
angegeben (Urteilsbuch); 1415 wird dann aber als seine Ehefrau genannt Greda
Münch, Tochter des Edelknechtes Heinrich Münch (Maria Magdalena 2: einzelne
Klosterfrauen^ — 1415 VIII. 4. verkauft er der Stadt Basel den Weihergarten
zu Liestal (UBL 590). Ist nebst seinem Bruder im Streit mit Bürgermeister
und Rat von Basel wegen der Hoheitsrechte zu Waidenburg 1422 IL 1.— III. 10.
(ib. 028). — Letzte Nennung 1427 I. 14. (ib. 651), gest. XII. 16. (Anniversar.



Eptingen. lOl

Sissach), tot 1451 I. 11. (UBL 750). In zweiter Ehe scheint er verheiratet ge-
wesen zu sein mit Anna Grtinenzwig, der Tochter des Mathias Eberler genannt
G., die dann nach seinem Tode sich wieder verheiratete mit dem Oberstzunft-
meister Henmann von Tunsei. Ich schliesse dies aus folgenden Tatsachen : 1) „Enne-
lin von E.'^ bewohnt in den Jahren 1430—1437 das nämliche Haus am Totentanz,
das vor ihr den Brödern Hans und Ulrich Günther von E. gehört hatte, nach ihr
ihre Tochter Gredlin von E. (StABasel: bist. Grdb.); daraus ergibt sich 2) weiter,
dass Anna nicht eine geborene von E. war, sondern die Frau bezw. Witwe
eines solchen. 3) Frau Enneli von E. ist 1437 im Besitze einer Zinsverschreibung
des Bischofs von Basel (StdtABiel CCX, 10 J«-'), die 1457 in Händen von Frau
Enneli von Tunsei ist (ib. 103^ und städt. Urk. 1591). 4) Henmans von T. sei.
Witwe Anna wird im Fertigungsbuche 1450 das eine Mal genannt „soror quondam
Heinrici Grunenzwig", das andere Mal „filia quondam Mathie Eberler" (bist. Grdb.).
Noch 1468 ist sie am Leben (vgl. auch Burckhardt in BasZ IV p. 248 ff.).
Siegel: Q S • HANS • GVNTHER • v. EPTINGEN.

Urk. von 1415 IV. 8. (StABasel: Adelsarchiv 336»).
128. Ulrich Günther (Ulrich, Hans Ulrich), Bruder des Vorigen und
mehrfach mit demselben zusammen genannt 1392 V. 13.— 1422 III. 10. (die Beleg-
stellen siehe bei Hans Günther). — Rektor der Kirche zu Sissach, erhält er
vom Bischof um seiner getreuen Dienste willen im Falle seiner Resignation die
Biennalien 1407 I. 28. (UBL 652\ Daraus, dass er in der betreffenden Urkunde
Uhicus Guntheri de E.*^ genannt wird, ersehen wir, dass bei den beiden Doppel-
namen Hans Günther und Ulrich Günther der zweite Name ursprünglich ledig-
lich als patronyme Bezeichnung ersterem beigefügt worden ist; einem ganz ähn-
lichen Falle begegnen wir schon fast hundert Jahre früher bei Burkhard Werner
(lateinisch: Burkhardus Wernheri) von Ramstein, der in der Tat Sohn eines
Werner von R. gewesen ist, gleich wie also unsere Hans Günther und Ulrich
Günther von E. Söhne eines einfachen Günther (siehe GH I pag. 342). Ganz
logisch wird Ulrich Günther daher etwa auch bloss Ulrich genannt — so 1431
VII. 18. (BUB VI 279) - oder gar „Hanns Ulrich von E.^ 1422 I. 21. (UBL 627).
An letzterem Datum wird ihm die hohe Gerichtsbarkeit zu Holstein, die sich
seiner Zeit schon sein Vater selig angemasst hatte, durch ein Schiedsgericht
bestehend aus Schultheiss und Rat von Bern — abgesprochen und Bürger-
meister und Rat von Basel als Herren von Waidenburg, wohin dieselbe gehöre,
zugesprochen. Wehrte sich hier Ulrich Günther sehr energisch für seine ver-
meintlichen Rechte gegenüber den Baslern, so macht eine Kundschaft von 1459
III. 31. (UBL 811) ihm und seinem Bruder selig — natürlich mit Unrecht —
den Vorwurf, sie seien in einem anderen Falle in Wahrung ihrer Hoheitsrechte
äusserst lässig gewesen und hätten sie darum auch mit der Zeit verloren: „sy
werent einige und fryherren zu Eptingen und bettend daselbs stock und galgen
und alle herlichkeit und liessent es von tag zu tag abgan und werent gar hin-
lessig." — Vater Heinrichs 1427 I. 14. (ib. 651), 1430 IL 11. wird er als Be-
sitzer zu einem Drittel des sog. Schalergutes zu Häsingen genannt (Prediger
848). Vormund der jungen Herren von Falkeustein (seiner NetFeu) 1431 VII. 18.



102 Eptingen.

(BUB VI 279); wir kennen bloss den Namen des einen vcn ihnen: Hans Fried-
richs und zweier seiner Schwestern (vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch II p. 14/15).
Tot 1432 X. 9. (ÜBL 638). - üxor I: Margaretha von Anwil 1421. Uxor II:
Anastasia Anna von U ittenheim 1425 IV. 19.-14:U VII. 18., seit 1442 XIL 3.
wieder vermählt mit Junker Wilhelm Bltimli von Gundölzheim (vgl. Merz im
Sisgauer Burgenbuch I p. 232).

Siegel : O • • DE EPTINGEN.

Urk. von 1425 VII. 16. (StABasel: städt. Urk. 1028).

129. Susanna, Tochter Günthers sei., sowie Schwester von Hans Günther,
Ulrich Günther und von Siguna, der Ehefrau Hetzeis von Zesingen, und selbst
Ehefrau des Freien Hans von Falkenstein 14(6 VIII. 24.-1427 IL 17. (StABasel
Urteilsbuch und UBL 652). Über die Freien von Falkenstein vgl. Merz in GH
I p. 250/51 und im Sisgauer Burgenbuch II p. 14/15. — Auffallend ist, wie
hier doch bemerkt werden mag, dass weder Hans Friedrich von Falkenstein,
der Sohn aus Hansens Ehe mit Susanna von Eptingen, noch Anfelisa, die Tochter
der fiüher behandelten Ehe Walthers von Grünenberg mit Anna von Eptingen,
entfreit worden sind, obgleich doch die Herren von E. ein blosses Ministerialen-
geschlecht gewesen sind und man also erwarten sollte, dass die Eingehung einer
Ehe eines Freien mit einer Tochter aus ihrem Hause als Missheirat die Ent-
freiung der Kinder nach sich ziehe. Ich kann mir diese Ausnahmestellung der
Herren von E., die sie also über die Herren von Ifental oder von Einach stellt,
deren Töchter die Ursache der Entfreiung der Grafen von P'alkenstein und der
Freien von Rüssegg gewesen sind, nur einesteils aus ihrem grossen und zusammen-
hängenden Grund- (namentlich auch Allod-)Besitz erklären, und anderseits daraus,
dass sie für gewisse beschränkte Gebiete — wie z. B. für Pratteln innerhalb
des Dorfetters — eben tatsächlich die hohe Gerichtsbarkeit besessen haben;
ich erinnere dabei auch an das schon bei Gottfried (10) Gesagte.

130. Siguna, Tochter Günthers sei. und Schwester von 127—129, Ehe-
frau Hetzeis von Zesingen 1403 XII. 6. und 1408 III. 22. (StABasel: Urteils-
buch). Ihr Gatte noch im Leben 1411 (StABasel: Beschreibbüchlein). Witwe und
Mutter von Katharina, Klosterfrau zu Maria Magdalena, und Hans Erhard 1436
Vra. 12. (Maria Magdalena 471).

131. Wilhelm von Blochmont, Sohn Heinrichs und der Eisina von Maggen-
berg, sowie Neffe des Deutschordensritters Werner von E. 1336 XII. 18. (FRB
VI 331). Verkauft der Abtei Ltitzel Zinsen zu Liebsdorf 1345 (Tr III p. 834).
Mitbesitzer — neben Konrad und Burkhard Sporer — von Neuweiler, das ihnen
vom Bischof verpfändet worden ist 1351 III. 11. (ib. IV 1). Nebst Konrad
Sporer Bürge des Bischofs gegen die Freien Rudolf von Wart, Thüring von
Ramstein und Heinrich von Bechburg 1353 VIIl. 20. (ib. 21). Ehegatte der Anna
zer Sunnen, Tochter Werners sei., und Schwester von Henman, Cunzman, Hüglin
und Lüti zer Sunnen 1355 VII. 20. und XII. 22, (Klingental 953 und StAZürich:
Privaturk., hinterlegte Briefe C IV 6). Als Ritter bezeichnet 1357 VI. 4. (Matile
M 592). Vater von Heinrich 13n6 II. 14. (f^tABasel: städt. Urk. 360); letzte
Nennung.



Eptingen. 103

Siegel: 1) O • ILHELMI DE ... PTING

Urk. von 1336 XII. 18. (FKB VI 331).

2) O * S ' WILHELMI DE EPTINGE MIL

Urk. von 1353 VIII. 20. (Tr IV 21).

132. Anna, Tochter Petermans von E. sei. genannt Beschisser und Ehe-
frau des Edelknechtes Erhard Rieh; sie stiftet zum Seelenheil ihres Vaters
und ihres nicht mit Namen genannten Bruders sei. eine Jahrzeit zu Lützel 1382
II. 28. (Tr IV p. 772). Sie dürfte auch identisch sein mit Anna von E., der
zweiten Ehefrau Werners von Ratolsdorf; als solche genannt 1395 VIII. 12. bis
1405 VI. 27. (vgl. Sisgauer Burgenbuch II 108/0: Stammtafel von Rotberg, und
Maria Magdalena 301). Erhard Rieh ist gestorben 1384 IL 2. (Anniv. Domstift).

133. Konrad Beschisser, Edelknecht, Ehegatte der Tochter Hug Walchs
genannt zem Tor sei., eines Ritters von Mülhausen 1375 III. 22. (Klingental
1235). Er dürfte identisch sein mit jenem Konrad von E. (ohne den Beinamen
Beschisser"), welcher bei der Einnahme von Tuttlingen in Gefangenschaft ge-
raten war und dann 1377 in Konstanz starb (Oberbad. Geschlechterbuch I p. 306);
es wäre dann in ilim auch der vor 1382 II. 28. verstorbene Bruder oben ge-
genannter Anna zu sehen.

134. Werner Beschisser, Deutschordensritter zu Basel; schwört nebst
Anderen den Baslern Urfehde wegen Teilnahme an der gewaltsamen Befreiung
des Edelknechts Ulman Renke 1385 I. 17. (UBL 458).

Siegel : O S ' FRIS • WERNHERI • DE • EPTINGEN.
Urk. von 1385 I. 17. (Stadt. Urk. 597).

135. Burkhard, gefallen 1386 VII. 9. bei Sempach (Klingent^l H fol. 33 n.
Er ist wohl Sohn Burkhard Sporers, was ich aus folgenden zwei Gründen schliesse :
erstens, weil des doch schon 1379 verstorbenen Burkhard Sporers Witwe erst
1386 VIII. mit den Lehen ihres Mannes sei. belehnt wird, und dann zweitens,
weil die Stiftung der Kapelle in der Kirche zu St. Ursanne, wie wir gesehen
haben, ebenfalls das Datum 138i) trägt.

136. Hans, ebenfalls bei Sempach gefallen 1386 VII. 9. (Klingental H
fol. 33 ^). Er ist wohl Bruder des Vorigen, unmittelbar hinter welchem er in
der Liste figuriert.

137. Greda, Witwe des Hans von Hagenbach genannt Kopple und Mutter
Petermans von H., übergibt alle ihre Rechte an den Herrenzehnten zu Pratteln
an Henman Meigenvogel, den Fischer von Basel 1409 V. 30. (UBL 565). Da nun
1409 VI. 27. Greda von Ifental, die Witwe Petermans im Hage von E., auf ihre
Ansprüche an denselben Zehnten ebenfalls zu Gunsten Meigenvogels verzichtet
(StALiestal: L 72'), so darf sie wohl als deren Tochter angesehen werden.
Jenen Zehnten hatten, wie früher (bei Behandlung Petermans im Hage) gesagt
worden ist, 1362 VI. 21. dieser und sein Bruder Heinzman von Gottfried Bitterli
und dessen Sohn gekauft gehabt.

138. Peterman, Sohn Johann Puliants 1377 XL 16. (BUB IV 428).
Schon 1393 IV. 2L Ehegatte der Adelheid von Grandwiler (Domstift IV 21);



104 Eptingen.

er führt hier zum ersten Male den Beinamen „von Bisel" nach einem Dorfe in
der Nähe von Altkirch. 1395 V. 4. kauft er von Werner von Bumkilch das
Oberdorf bei ^^•aldighofen (Tr IV p. 839). — Vater Konrads 1412 I. 20. (StA
Basel: ürteilsbuch). Tot 1414; seine Söhne Eonrad, Hans Thttring und Heinrich
(Domstift A ^ : Lehenbuch p. 34). Seine Ehefrau wird zum letzten Male genannt
1404 (Urteilsbuch); warum sie auch in der Jahrzeitstiftung für die bei Sempach
gefallenen Eptinger (Kiingental H fol. 33 ^) figuriert, ist nicht ganz klar.
Siegel: Q ^ • PETEßMANNI • DE • EPTINGEN.

Urk. von 1377 XL 16. (BUB IV 428 nach städt. Urk. 521).

139. Anna, Tochter Johann Puliants, Klosterfrau im Kiingental 1366
m. 4. (Klingental 1107); ihre Mutter ist Katharina Schaler 1382 X. 7. (ib.
1324). Sie ist noch im Leben 1423 IV. 12. (ib. 1772), tot 1442 VIL 16. (ib.
H fol. 23 ^).

140. Margaretha (Greda), Tochter Johann Puliants und der Katharina
Schaler, Klosterfrau im Klingental 1382 X. 7. (Klingental 1324). Gestorben
1442 I. 13. (ib. H fol. 23^); vor ihrem Tode hatte sie noch eine Jahrzeit zu
ihres ^enis", Herrn Johann Puliants von E., aller seiner Kinder (nicht mit
Namen aufgeführt), ihrer Eltern und Geschwister (namentlich bezeichnet) ge-
stiftet gehabt (ib.).

141. Engeltrud, Tochter Johann Puliants und der Katharina Schaler,
Klosterfrau im Klingental 1382 X. 7. (Klingental 1324), Priorin 1426 XIL 2.
(ib. 1809), wieder einfache Klosterfrau 1430 VI. 10. (ib. 1852). Tot 1442 VII. 16.
(ib. H fol. 23 ').

142. Clara, Tochter Johann Puliants und der Katharina Schaler, Kloster-
frau im Klingental 1382 X. 7. (KUngental 1324).

143. Lisa, Tochter Johann Puliants und der Katharina Schaler, Kloster-
frau im Klingental 1382 X. 7. (Klingental 1324).

144. Eisina <^^Elsy), Tochter Johann Puliants und der Katharina Schaler
1382 X. 7. (KUngental 1324). Tot 1442 YLL 16. (ib. H. fol. 29-36).

145. Verena sei., Schwester von Greda, Engeltrud und Elsy 1442 VIL 16.
(Klingental H fol. 29-36).

146. Adelheid, Tochter Johann Puliants und der Katharina Schaler
uxor legitima Götzmanni Monachi de Münchenstein, armigeri senioris in par-
tibus paganorum degentis, una cum Götzmanno Monacho de Münchenstein, ar-
migero juniore, eius curatore", stiftet eine Jahrzeit zum Seelenheil ihrer Eltern
und übrigen Verwandten 1400X11. 16. und 26. (Klingental 1614 und 1615). Ihr
Gemahl war 1396 IX. 28. bei Nikopolis gegen die Türken gefallen, doch war
die sichere Kunde seines Todes offenbar erst im Laufe des Jahres 1400 nach
Basel gedrungen, denn erst 1400 IV. 27. nennt sich Adelheid zum ersten Male
Witwe (Mitteilg. d. bad. bist. K. 1903 p. 89 und 90). Götzmann Münchs Ehe-
frau Adelheid (ohne Beifügung des Geschlechtsnamens) wird schon 1398 III. 11.
genannt (siehe Sisgauer Burgenbuch I p. 213). 1418 schenkte sie der neu ge-



Eptingren. 105

gründeten Earthaus zu Basel 600 Gulden zur Errichtung von Zellen (BasChr I
p. 282). Letzte Nennung 1429 Vm. 11. (Domstift V 47), tot 1442 VII. 16.
(Klingental H fol. 23 ^).

Siegel: Q • • • ADELHEIT • DE • EPTING . . .
ürk. von 1421 IX. 11. (Lehenarchiv 2).

147. Agnes. Frau Anna von Klingenberg — wie wir früher gesehen
haben, die zweite Ehefrau Johann Puliants — und Jakob ZiboU kommen wegen
der Ehesteuer ihrer Tochter und ihres Sohnes miteinander überein 1395 III. 20.
(Urteilsbuch). Nun wird Burkhard ZiboU — wie wir aus anderen Quellen (z. B.
Wurstisen) wissen, Jakob Zibolls Sohn — 1430 zweimal Ehegatte einer Agnes
von Eptingen genannt, das erste Mal IL 11. (Prediger 848): Hans Rieh von
Richenstein, Ritter, und seine Schwester Suselin Marschalk, Thüring von Ep-
tingen, sowie Burkhard Ziboll in seines und seiner Ehefrau Agnes Namen, zu einem
Drittel; Ulrich Günther von Eptingen zu einem zweiten Drittel, und endlich
die Brüder Arnold und Adelberg von Bärenfels, zum letzten Drittel sind Ver-
käufer des sog. Schalergutes zu Häsingen, das sie von weiland Werner Schaler,
dem Erzpriester, erblich überkommen haben. Wie diese verschiedenen Personen
miteinander verwandt gewesen sind, ist nicht mehr nachzuweisen. Die zweite
Stelle, in der Burkhard Ziboll und Agnes von Eptingen als Eheleute genannt
werden, findet sich im Jahrzeitbuch von St. Martin in Basel und lautet dort
wörtlich zu 1430 IL 25.: „Obiit Burkhardus Ziboll; uxor sua Agnesa de Ep-
tingen, Caspar filius eorum". Endlich wird in der grossen, schon mehrfach zi-
tierten Eptinger Jahrzeitstiftung von 1442 VII. 16. im Klingental (Klingental H)
auch genannt Frau „Neslin Zybelen von Eptingen". Daneben kommt dann nicht
in Betracht, dass im Urteilsbuche 1412 XII. 5. Burkhard Zibolls (liier nicht
mit Vornamen genannte) Ehefrau als Schwester Konrads von Eptingen bezeichnet
wird, statt als dessen Vatersschwester, und dass ferner in den Finanzakten
(AA III 1) Burkhard Zibolls Ehefrau Helena (statt Agnes) von E. genannt wird.

148. Schwester, wohl ebenfalls Tochter zweiter Ehe Johann Puliants,
da sie Tochter von Frau Anna von E. sei. genannt wird; ihr Ehegatte ist
Junker Werner Harmstörfer, Vogt zu Ensisheim, ihr Sohn Junker Werner H.,
der jüngere 1408 XII. 10. (UBL 563). Sie hatte ihren Anteil an den Herren-
zehnten zu Pratteln ebenfalls an Henman Meigenvogel verkauft gehabt (StA
Liestal L 72«).

149. Peterman Huser, ein Edelknecht. Erste Nennung 1387 VII. 18.
(St. Peter 654). Oflfenbar identisch mit dem Peterman „Niser" von 1387 XI. 2.
(Tr rV 235, der sich wohl bloss verlesen hat). Ein Schiedsgericht, bestehend
aus Ritter Johann Puliant und Günther von E., spricht ihm ^1^ des Dorfes
Pratteln zu „mit den gerichten, twingen und banne und mit dem ungelte und
mit allen zugehörden als es Peterman von Eptingen selig, herr Pitterli von E.
und Schnabel von E. selig dahar von alter har brocht band und von alter har
an sy komen ist und von inen und besunder von dem egenanten Schnabel von
E. seligen an den egenanten Peterman von E. genant Huser komen ist; dozü



106 Eptingen.

sol er ouch liaben, nutzen und niessen alle andere recluung, guter, so sin vor-
dem dohar genutzet und genossen hand von alter liar und als es ouch an den-
selben Peteimann Huser komen ist von dem egenanten Schnabel seligen von E."
1394 I. 30. (ÜBL 492). Mit dem Schnabel sei. ist wohl Peterman S. gemeint,
den wir daher wohl als Peterman Husers Vater ansprechen dürfen. 139l> I. 3.
belehnte ihn dann Herzog Leopold von Österreich mit den drei Vierteln des
Dorfes Pratteln (ib. 511). — Schon 1409 VI. 27. tritt er aber nebst seiner
Schwester (soll wohl heissen „Schwägerin") Johanna seine Rechte an dem Herren-
zehnten zu Pratteln an Henman Meigenvogel ab (StALiestal: L 72^). 1419 wird
er Vater Konrads genannt (Leistungsbuch II). Letzte Nennung 1420 IIL 5. (Jahr-
zeitbuch von St. Martin). — Tot 1437 III. 5., da sein jüngerer Sohn Anton eine
Jahrzeit zu seinem Seelenheile stiftet (Maria Magdalena 477). Als seine Ehefrau
wird von 1408 V. 26. (Urteilsbuch) bis 1420 III. 5. (Jahrzeitbuch von St. Martin)
genannt Greda von Pflrt, Ulrich Theobalds v. Pflrt Tochter.

Siegel: Q ER VON EPTIN

Urk. von 1390 V. 2. (Stadt. Urk. 667).

150. Hedina Huser, Schwester Petermans 1418 X. 24. (Urteilsbuch).

151. Johanna (Anna), AVMtwe Henmans von Lörrach sei. 1398 III. 13.
(Urteilsbuch). Schwester Peterman Husers ; tritt ihre Rechte an den Herrenzehnten
zu Pratteln an Henman Meigenvogel ab 1409 VI. 27. (StALiestal L 72-). Tot
1418 X. 24. (Urteilsbuch). Sie ist offenbar kinderlos gestorben, denn als ihre
Erben werden genannt ilue Geschwister Peterman Huser, Hedina Huser und
der Junker Ludmanswiler; doch da sie Schulden hinterlassen hat, will Peterman
Huser das Erbe — zu welchem auch „das hus ze Lörrach" gehörte — nicht
antreten 1419 III. 16. (ib.).

152. Elsy, tot 1398 III. 13., erste Ehefrau des ebenfalls schon verstor-
benen Heinzman von Schliengen (in zweiter Ehe verheiratet gewesen mit Ennelin
Schaler), vSchwester von Henmans von Lörrach sei. Witwe Anna von E., sowie
Mutter von Peterman von Schliengen (StABasel: Urteilsbuch).

153. Schwester, Ehefrau des Edelknechtes „Ludeman Rudiswiler von
Eptingen" 1413 VII. 29. (unsig. Spitalurk.). Ihr Gatte — in zweiter Ehe ver-
mählt mit Eisina, der Schwester Günther Stralenbergs — nennt sich Bruder
sowohl von Peterman Huser, als auch von Frau Johanna von Lörrach, deren
Erbe er 1419 III. 16. antritt (Urteilsbuch); da aber, wie sein Siegel zeigt, er
kein Eptinger ist, so muss „Bruder" hier im Sinne von „Schwager" gebraucht
sein, was ja auch sonst sehr häufig vorkommt. Er wird nebst seiner zweiten
Ehefrau noch 1429 X. 29. genannt (St. Alban 314).

154. Götzheinrich. Erste Nennung 1429 (Schönberg p. 526). Noch 1430
XII. 20. Edelknecht (BUB VI 1^68). Sohn der Frau Ennelin Waldner sei. und
Bruder von Katharina, Konventschwester zu Maria Magdalena 1431 X. 23.
(Maria Magdalena 445). 1435-1439/40 des Rats von Rittern (Schönberg p. 776-80).
Mitglied der Rittergesellschaft zum Wilhelmsschilde 14^6 XII. 10. (Fester h 1437).
Vetter Rudolfs von E. 1438 XI. 10. (UBL 696). Einer der Schleppträger beim



Eptingen. 107

Einzüge Papst Felix V. in Basel 1440 VI. 24. (BasChr V p. 479j. König Fried-
rieh III. belehnt den Götzheinrich v. E. in seinem und seiner Vettern Benihard
(und Ludwig) von E. mit dem vierten Teile von Pratteln „mit gericht, twing
und banne, lütten und gutteni, die darin gehörent, mitsampt stock und
galgen innerhalb etters; item den dinghoff daselben und das burgstall
Madien und den berg; item den vierden teil des zolles zu Ottmarshein; item
sechs lemper geltes von den zu Lutzel ab iren güttren zu Ensiszhein; item zu
Blotzhein die lutt, die dohin ziechen usz dem hoff ze Rederstorff und usz dem
dingkhoff von Müsbach, als es iren vatter und vorder an sy herbrocht hettent,
wannd die ir erb und von uns und dem husz ze Österich ze leben werent^
1441 VIII. 7. (UBL 710). Erhält neben Hartmann von E., Erni und Adelberg
von Bärenfels, Heinrich von Ramstein und Hans Sürlin als österreichisches
Pfandlehen Schloss Hauenstein nebst dem davor liegenden Walde 1-142 V. 30.
(StAßasel, Adelsarchiv: Flachslanden allgem. u. einzelnes). 1445 IV. 13. zer-
stören ihm die Basler sein Schloss Blotzheim, weil er bei St. Jakob auf Seite
der Armagnaken gekämpft haben soll (BasChr IV p. 184). Aus dem gleichen
Giainde wird er nebst noch andern Adligen aus der Stadt verwiesen 1445 VII. 21.
(BUB VII 48). Kauft nebst seinen Vettern Bernhard und Hermann von E. und
deren Brüdern Wildeptingen und Oberdiegten von Hans Münch von Gachnang
1457 I. 24. (UBL 799). Besitzt als österreichisches Lehen Sissach mitsamt den
kleinen Gerichten daselbst 1458 III. 3. (ib. 809>. Wird nebst den eben genannten
durch Herzog Sigmund mit Blochmout und Bisel belehnt, „so wilent Hans
Thuring, des genanten Henmann von E. vatter, und Adelheid Puliantin sei.,
sin müme, herbrocht haut", ferner mit dem Sesshause auf der altem Homburg
im Fricktale, etc. 1459 I. 1. (StALiestal L 72^). Verkauft Bürgermeister und
Rat von Basel die Dörfer Zunzgen, Ifental und Wittnau, sowie den dritten Teil
der Veste Homberg im Fricktal 1404 III. 27. (BUB VIII 233), sowie 1405 L 15.
Dorf und Kirchensatz zu Sissach, nachdem ihm Herzog Sigmund dieselben vor-
her (1464 XII. 4.) noch zu eigen gegeben hatte (ib. 247 und UBL 860). Letzte
Nennung 1474 I. 10. (BUB VIII 397), tot 1478 II. 14. (Domstift VII 14). - Uxor:
Ursula von Bärenfels, Tochter Lütolds und der Margaretha Schälfinger 1440
I. 31. (vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch I p. 72/73: Stammtafel von Bären-
fels). Dieselbe („domina de Berenfels de Eptingen") gest. XII. 16. (StALiestal:
Anniversar Sissach).

Siegel: 1) Q ^öf t jljtnrtrij pan tftin^tn
Urk. von 1457 I. 11. (StALiestal).

2) O ©öetjljtnridj n. tptwiitn

Urk. von 1471 III. 4. (Stadt; Urk. 1903).

155. Katharina, Tochter der Ennelin Waldner sei. und Schwester Götz-
heinrichs, Klosterfrau zu Maria Magdalena 1431 X. 23. (Maria Magdalena 445).

156. Rudolf; erste Nennung 1429 (Schönberg p. 526). Sohn Heinzmans,
Mitherr zu Pratteln 1435 X. 26. (UBL 677). Nahm im selben Jahre am Turniere
zu Schaffliausen teil (Familienbuch). Mitglied der Kittergesellschaft zum AVilhelms-



108 EptingCD.

Schilde 1436 XII. 10. (Fester h 1437). Vetter Götzheinrichs 1438 XI. 10. (UBL
696); letzte Nennung. Tot 1466 VI. 6. Vater Hans Bernhards (ib. 872). Wohl
schon tot 1447, da nur noch seine (nicht mit Namen genannten) Kinder erwähnt
werden (StdtABiel CCX, 103 ^j. — üxor: Tochter einer Allianz von Rotberg -
von Andlau (Familienbuch), demnach Tochter Hans Ludmans und der Ursula
von Andlau (^vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch II p. 108/9).

Siegel: O §• J^MJ^öJf * ^^« ^ ^V 9^«

Urk. von 1437 III. 11. (Maria Magdalena 478).

157. Hans von Wildenstein, Sohn Jakobs sei., Vogt und Vormund seiner
Mutter Elsi Eriman, Ehefrau Konrad Roseggs 1453 VII. 5. (Klingental 2113).
Besitzer der sog. Berners Güter zu Hegenheim 1457 I. 8. (StABasel: Rats-
bticher C 2 III fol. 45). Nebst seiner Mutter auch noch erwähnt 1461 II. 27.
(Maria Magdalena 036). Letzte Nennung 1481 (Wurstisens Analecta).

158. Greda, Tochter Hans Günthers und der Ennelin Grünenzwig, Be-
sitzerin des Hauses Totentanz 17 (StABasel: hist. Grdbuch.). Sie dürfte iden-
tisch sein mit Margaretha von E., der Ehefrau Heinrich Richs von Richenstein
1467 X. 3. und 1473 IV. 9. (Maria Magdalena); als ihre Kinder werden hier
genannt: 1) Lucia, Klosterfrau zu Maria Magdalena, 2) Verena sei., bei Leb-
zeiten ebenfalls Klosterfrau daselbst, 3) Brida sei., weiland Klosterfrau zu Andlau,
4) Süslin, Ehefrau eines von Jungingen, 5) Hans sei. und endlich 6) Mathias sei.

159. (Hans) Heinrich, Edelknecht, Sohn Ulrich Günthers 1427 I. 14.
(UBL 651). Wird nach seines Vaters Tode durch den Prior von Peterlingen
mit dem Hofe Holstein belehnt 1432 X. 9. (ib. 6()8). Auf Klage Ritter Arnolds
von Rotberg wird er durch König Sigmund in die Reichsacht verfällt 1434
X. 1. (Altmann 10913). Der Grund ist nicht angegeben, doch wird er wohl in
den Streitigkeiten zwischen den beiden Genannten um den Besitz von Holstein
zu suchen sein. Wird als zu Sissach gesessen erwähnt 1435 VII. 5. — 1438 IX. 15.
(UBL 805—829). Erhält vom Bischof von Basel als reclites Mannlehen das
halbe Dorf Vermes, das Burgstall Bischofstein, den Freihof und noch ein weiteres
Haus zu Liestal, ein Haus in der St. Johann vorstadt zu Basel, sowie endlich
verschiedene Zinsen zu Zunzgen, Sissach und Diegten 1438 XI. 13. (Tr V 116).
Ritter 1438 I. 8. (Tr V p. 777). Tot 1439 VIL 30. (UBL 703), seine Witwe Ursula
von Massmünster, Hans Ulrichs von M. Tochter; seine Kinder Verena und
Gredanna 1441 IV. 24. (Elenden Herberge 35). Seine Witwe ist noch im Leben
1443 VI. 17. (Klingental 2026).

100. Wernher von Blochmont, Kirchherr zu Grenzingen, Bruder von
Heinrich und Peterman 1387 X. 29. und 1388 XI. 6. (St. Peter 6Smile7 u. 663).
Siegel : ^ O ^ • WERNHERI • DE • EPTINGEN.
Urk. von 1387 X. 29. (St. Peter 657).

161. Heinrich von Blochmont, Sohn Wilhelms und der Anna zer Sunnen
1366 II. 14. (Stadt. Urk. 360). Ritter, Vetter Burkhard Sporers, mit dem zu-
sammen er Bürgermeister und Rat von Basel einen Sühnebrief wegen der bösen
Fastnacht ausstellt 1376 III. 8. (BUB IV400-"). Bruder Petermans 1380 V. 21.



Eptingen. 109

(Maria Magdalena 230). Seine Ehefrau ist Margaretha von Eschenz, Tochter
her Henmans von E. sei. 1388 VIII. 12. (StAArgau: Stift Zofingen 173). 1393
IX. 5. mit am Landtage zu Pleigne (Tr IV 276). Letzte Nennung 1394 X. 11.
(Karthaus 53), tot 1395 XIL 6. (StABasel: HattstatterüB 385). Seine Witwe
verheiratete sich in zweiter Ehe mit Hans Werner von Wlttenheim und lebt
noch 1425 IV. 10. (vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch I p. 232).
Siegel: 1) Q ^ S * HEINR • VO • EPTIGE R

ürk. von 1376 III. 8. fBUB IV 400).

2) O ^ S . HEINRICI . D • EPTINGEN • MILIT.

Urk. von 1387 X. 29. (St. Peter 657).

162. Peterman von Blochmont, Bruder Heinrichs 13«0 V. 21. (Maria
Magdalena 230). Schwört Bürgermeister und Rat von Basel Urfehde wegen
seiner Beteiligung an der gewaltsamen Befreiung des Edelknechtes Ulman Renke
aus der Stadt Gewahrsam 1385 1. 7. (UBL 458). Verkauft Güter zu Altenpfirt 1392
IL 15. (Adelsarchiv 262) ; letzte Nennung. Tot 1395 XIL 6. (HattstatterUB 385).
Siegel: O ^ S PETRI • VON • EPTINGEN • ARMIGERI.

ürk. von 1387 X. 29. (St. Peter 357).

163. Konrad. Erste Nennung 1411 XII. 29., schon damals Ritter (UBL
575). Des Rats von Rittern 1411/12, 1415/16 und 1418-142627 (Schönberg
p. 776-780). Als Sohn Peters bezeichnet 1412 I. 20. (Uiteilsbuch). Sohn Peter-
mans von Bisel sei.; wird nebst seinen Brüdern Hans Thüring und Heinrich
durch den Bischof mit dem Marschalkenamte der Hochstift Basel belehnt 1414
V. 10. (StABasel: Lehenbuch). Nahm 1415 am Konzil zu Konstanz teil (Oberbad.
Geschlechterbuch). Spricht als bischöflicher Rat und Vertreter des Pfalzgrafen
des Grafen Johann von Tierstein — in der Streitsache der Stift mit den
Falkensteinern wegen der Landgrafschaften im Sisgau und Buchsgau Recht
1419 VII. 20. (Tr V p. 750). Wird nebst seinem Bruder Hans Thüring durch
Freiherr Hans Bernhard von Hasenburg mit Oberdorf belehnt 1419 IX. 30. (ib.).
Hauptmann über die 15 Glefen, die die Basler den Strassburgern 1420 zu Hilfe
schickten (BUB VI 196). Wird — wieder zusammen mit seinem Bruder Hans
Thüring — durch Herzogin Katharina von Burgund mit Blochmont belehnt
1423 XII. 6. (StALiestal L 72^). Einer der Hauptleute der Basler im Zuge vor
Hericourt im Kriege mit dem Grafen von Neuenburg in Burgund 1425 XL 10.
(BasChr IV p. 39). Einer der Vermittler zwischen Mailand und den Eidgenossen
1426 I. 26. (ib. 211). Gestorben 1427; seine Witwe ist Gredagatha von Falken-
stein (Urteilsbuch). Schon 1422 wird er Schwigersohn des Freien Hans von
Falkenstein genannt (ib.) und 1414 wird — allerdings fälschlich — Susanna
von E., die Ehefrau des Hans von Falkenstein als seine Schwester bezeichnet,
statt als seine Schwigermutter ! (St ASolothurn : Urkundenregesten).

Siegel : O * S ' • CVORADI • DE • EPTIGE • MILITLS.
ürk. von 1411 XIL 29. (UBL 575).

164. Hans Thüring, Edelknecht, Petermans von Bisel sei. Sohn; wird
nebst seinen Brüdern Konrad und Heinrich durch den Bischof mit dem Mar-



llO Eptingen.

schalkenamte der Hochstift Basel belehnt 1414 V. 10. (StABasel: bischöfl. Lehen-
buch). Wird nebst seinem Bruder Konrad durch den Freien Hans Bernhard von
Hasenburg mit Oberdorf belehnt 1419 IX. 30. (Tr V p. 750) und 1423 XII. 6.
durch Herzogin Katharina von Burgund mit Blochmont (StALiestal: L 72^).
Nach dem Tode seiner Brüder alleiniger Lehenträger von Blochmont und dem
Hause zu Bisel 1429 IV. 10. (ib.). Wird durch Bischof Friedrich ze Rhein als
alleiniger Träger mit dem Marschalkenamte belehnt, und es werden bei dieser
Gelegenheit auf seine Bitte die zu dem Amte gehörigen Lehen spezifiziert;
ausser verschiedenen Sportein und Zinsen gehört auch dazu das Dorf Neuweiler
mit allen Gerechtsamen: „twing, bann, zins und zehenden, ... dartzu holtz,
veld, wunn, weid, hochgericht, stock und galgen, vischentz, wasser und wasser-
runs" 1437 IX. 19. (Tr V 106). Letzte Nennung 1437 XII. 9. (bist. Grdbuch.:
Freiestrasse 115), tot 1439 V. 19. (ib.: Eptingerhof zu St. Martin). — Schon
seit 1417 erscheint er verheiratet mit Verena von Landenberg (Urteilsbuch),
die erst 1460 VIII. 13. stirbt (Klingental H fol. 33 ^); sie ist Tochter Hermanns
von L. genannt Schudi und der Margaretha von Ifental, die in erster Ehe mit
seinem Grossoheim Peterman Puliant im Hage von Eptingen (113) verheiratet
gewesen war. Als seine Kinder werden genannt die Schwestern Margaretha,
Verena und Adelheid 1426 (Urteilsbuch) und die Söhne Hermann, Thüring,
Peter und Jakob 1440 (BasC^ir V p. 288).

Siegel: O ^ $* lftin$ • tljuruig • non • ejjtingeiK

Urk. von 1431 (laut Vermerk der Siegelsammlung im BaslerStA).

165. Heinrich, Edelknecht, Sohn Petermans von Bisel sei. und Bruder
Konrads und Hans Thürings, mit denen zusammen er mit dem Marschalkenamte
der Hochstift Basel belehnt wird 1414 V. 10. (StABasel: bischöfl. Lehenbuch).
Wohl tot 1419 IX. 30., da er nicht mehr mit seinen Brüdern genannt wird bei
der Belehnung mit Oberdorf (Tr V p. 750).

166. Konrad Huser, Sohn Petermans und Bruder Antons; sie verkaufen
auf 21 Jahre ihre ^/^ des Dorfes Pratteln mit Einwilligung ihres Vetters Heinz-
man von E., der das letzte Viertel besitzt, an Konrad Sinz 1415 IX. 10. (Maria
Magdalena 344). Mitglied der Rittergesellschaft zum Wilhelmsschilde 1436 XII. 10.
(F'ester h 1437). Verkauft nebst seinem eben genannten Bruder Güter zu Gren-
zingen, die sie seinerzeit von zwei Grenzinger Bürgern gekauft — nicht ererbt !
hatten 1437 III. 11. (Maria Magdalena 478). Wird durch Markgraf Wilhelm
von Hochberg im Namen der Herrschaft Österreich mit drei Teilen des
Dorfes Pratteln belehnt 1440 VII. 5. (UBL 709). Herr zu Waldighofen; sein
dortiges Schloss wird ihm von den Bäslern zerstört, weil er darin die Armagnaken
beherbergt haben sollte 1445 V. 20. (BasChr IV p. 276). Wird aus dem gleichen
Grunde, und weil er den Armagnaken auch sonst noch allerlei Vorschub getan
haben sollte, nebst seinem (nicht mit Namen genannten) Sohne aus Basel ver-
wiesen 1445 VII. 21. (BUB VII 48), dann aber, nach Beendigung des sogenannten
St. Jakobkrieges in die Breisacher Richtung miteingeschlossen 1449 V. 14.
(ib. 193). Neben Bernhard von E. Gerichtsherr zu Pratteln 1446 III. 28. (StA



Eptingen. 111

Liestal L 72'), Letzte Nennung 1458 IIL 4. (ib.j. — Ehegatte der Eisina von
Tasfen (-^ Tavannes, Daclisfelden), Tochter Reinhard Oudriats von T.^ sowie
Vater von Anton 1446 X. 15. (StABern: Jura, erloschene Lehen: Vorburg "2);
dieselbe noch genannt 1447 (StABasel: Fertigungsbuch).

Siegel: Q tige

Urk. von 1437 IIL 11. (Maria Magdalena 478).

167. Anton (Thenige, Thenie) Huser, Sohn Petermans und Bruder Kon-
rads; sie haben ihren Anteil an Pratteln auf 21 Jalire an Konrad Sinz 1415
IX. 10. verkauft (Maria Magdalena 344). ^Schwager" des genannten Konrad
Sinz 1426 I. 29. (ib. 400). Wie die Verwandtschaft zwischen den beiden war,
ist freilich nicht ganz klar, indem Konrad Sinz mit Agnes zem Angen ver-
heiratet war, Tochter Peters zem Angen und der Guta Luchs, Anton von Ep-
tingen aber, wie wir gleich sehen werden, mit Gredanna von Laufen, Tochter
von Hans und Klara Schilling; sie ging wohl am wahrscheinlichsten durch die
Pfirt, welchem Geschlechte sowohl der Eptingenschen Brüder Mutter, als auch
mach Wurstisens Armorial) Konrads Sinzen Grossmutter angehörten. — Gibt zu-
sammen mit seinem Lehensgemeinder Heinzman von E. eine Rechtsordnung für
Pratteln heraus 1427 VIII. 1. (StALiestal: L 72 0. Schon 1429 nebst seinem Stief-
kinde zu Basel wohnhaft (Schönberg p. 526), wird er hier auch Bürger 1433 (Rotes
Buch p. 360). Er kauft das Dorf Pratteln von Hans Fröwler, Konrads Sinzen
Schwager, der dasselbe jenem hatte versetzen müssen, wieder zurück 1432 V. 23.
(Maria Magdalena 449). Mitglied der Rittergesellschaft zum Wilhelmsschilde 1436
XII. 10. (Fester h 1437). Stiftet zu Maria Magdalena seine, seiner Ehefrau und
seiner Eltern Jahrzeit 1437 III. 5. (ib. 477). Mit seinem Bruder Konrad Ver-
käufer von Gütern zu Grenzingen 14:i7 IIL 11. (ib. 478). Der Kardinal Julianus
von St.Sabina St. Angeli bestätigt die Schenkung des Kirchensatzes, des Zehntens
und der Einkünfte von Grenzingen durch Burkhard ze Rhin und Anton von
Eptingen genannt Huser an das Kloster Maria Magdalena an den Steinen 1437
n^. 24. (ib. 480). Derselbe bestätigt die Schenkung von Kirchensatz, Hofstatt,
Garten, Zehnten und Wald zu Grenzingen durch Anton von E. an dasselbe
Kloster 1437 MI. 26. (ib. 483). Tot 1439 VIII. 5. (Urteilsbuch). Seine Witwe ist
Gredennelin von Laufen, die in erster Ehe mit Hug Schultheiss zem Schiff ver-
heiratet gewesen war, und mit der er, wie wir gesehen haben, schon 1429 ver-
heiratet erscheint; von ihren Eltern ist schon die Rede gewesen. Zum letzten
Male wird sie genannt 1462 1. 29., da sie einen Komzins zu Blotzheim an die
Frühmesse der Kapelle zu Waidenburg, oder bei deren Abgang der Kirche
St. Peter zu Onolzwiler schenkt (Klingental 2194); sie ertrank im Rhein unter-
halb der Brücke zu Rheinfelden mit etwa 60 andern Personen 14()2 VIII. 2H.
(BasOhr IV p. 340).

Siegel: O ^ §' t^«i • . . ♦ »011 • eptingen*

Urk. von 1437 III. 11. (Maria Magdalena 478).

168. Jakob, Götzheinrichs sei. Sohn, ein Ritter 1478 IL 14. (Domstift
VII 14). Wohl sicher identisch mit Jakob von Eptingen von Blotzheim, da, wie
wir gesehen haben, schon der ebengenannte Götzheinrich zu Blotzheim gesessen



112 Eptingen.

war: 1485 XI. 22., da er das Weiherhaus Blotzheim nebst den dazu gehörigen
Gütern an Jakob Schorp von Freudenberg verkauft, wobei für ihn sein Vetter
Hermann von E. siegelt (StABasel : Archiv v. Andlau 18). Erscheint schon 1481
als Mitglied der Rittergesellschaft vom Fisch und Falken (Familienbuch) ; auch
nahm er im selben Jahre am Turniere zu Heidelberg teil (ib.). Noch am Leben
1481) XII. 20. (ib. 19), tot 148G XII. 26. (Karthaus 349). Wir dürfen ihn daher
wohl identifizieren mit dem im Ausschreiben Herzog Sigmunds von 1486 XII. 21.
unter dessen geächteten Räten genannten Jakob von E. (StAInnsbruck : Kopial-
buch von i486). Ferner ist er sicherlich auch identisch mit Jakob v. E., der
vor der Schlacht bei Murten zum Ritter geschlagen worden ißt 1476 VI. 22.
(BasChr III p. 16). — Trotzdem er, wie wir gesehen haben, 1485 XI. 22. kein
eigenes Siegel besitzt — er wird es eben seither verloren oder verlegt haben,
denn an der zuerst gebrachten Urkunde von 1478 11. 14. führt er ein Siegel —
dürfen wir ihn aber auch identifizieren mit dem schon 1475 IX. 29. genannten
Jakob von E. (BUB VIII 508), der mit dem selben Siegel siegelt wie Jakob,
Götzheinrichs Sohn, 1478 IL 14. — 1482 VIII. 19. wird er Herr zu Nieder-
hagental genannt (Urk. des StALiestal), 1486 XII. 26. weiland Herr zu Blotzheim
und Oberhagental ; schon sein Vater Götzheinrich war offenbar Herr zu Ober-
und Niederhagental gewesen.

Siegel: Q tftxwitn.

Urk. von 1475 IX. 27. (BUB VIII 508).

169. Elsa, Tochter Götzheinrichs und Ehefrau Peters von Eptingen von
der Blochmonterlinie (Bucelin 11 3 pag. 113: Ahnentafel von Eptingen). Für die
Richtigkeit von Bucelins Angabe spricht einmal die Tatsache, dass die Dörfer
Nieder- und Oberhagental, die, wie wir gesehen haben, schon Götzheinrich be-
sessen haben muss, später im Besitze der Blochmonterlinie sind, und zwar bis zu
deren Erlöschen zu Anfang des 1 9. Jahrhunderts, und dann zweitens die weitere
Tatsache der Vererbung des Namens Götzheinrich auf die Nachkommenschaft des
genannten Ehepaares, und endlich drittens das Vorhandensein eines Eptingen-
schen Grabsteines aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts in der St. Martinskirche
zu Basel, dessen Legende leider aber nicht mehr entzifferbar ist, und der unter
den vier Ahnenwappen zweimal das Wappen von Eptingen aufweist neben den
Wappen von Rinach und von Andlau.

170. Hans Bernhard; erste Nennung 1441 VIII. 7., da er nebst seinen
(nicht mit Namen genannten) Brüdern und seinem Vetter Götzheinrich von E.
durch Kaiser Friedrich III. mit dem vierten Teile von Pratteln, dem Burgstall
Mädeln und andern Gütern belehnt wird (UBL 710). 1446 III. 8. erscheint er
denn auch in der Tat, neben Konrad Huser von E., als Gerichtsherr zu Pratteln
(StALiestal L 72'). Teilt mit seinen beiden Brüdern — Ritter Ludwig und
Domherr Hartmann von E. — das väterliche und mütterliche Erbgut 1456 V. 2.
(UBL 790); er erhält dabei Schloss und Gesesse zu Pratteln mit hohen und
niedem Gerichten, sowie allen sonstigen Rechten und Zugehörden, ferner das
halbe Dorf Frenkendorf mit Gerichten und übrigen Zugehörden, weiter verschiedene
Gölten und Zinsen im Elsass, endlich auch ein Haus und einen Acker in der Stadt
Basel. Kauft nebst andern Eptingem von Hans Münch von Oachnang und dessen
Ehefrau Verena von Eptingen Wildeptingen und Oberdiegten 1457 L 24. (ib. 799).
Auf seine Bitte werden vei-schiedene Kundschaften über die hohe Gerichtsbarkeit
zu Pratteln aufgenommen und schliesslich durch Schiedsspruch von 1458 III. 3.
den Eptingem die hohen Gerichte innerhalb des Dorfetters zugesprochen (ib.
808); Über spätere Anstände in derselben Angelegenheit vgl. aber auch noch
ib. 811, 823, 852 und 937. — Im Frühjahr 1460 unteiiiahm er dann eine Wall-
fahrt zum heiligen Grabe in Jerusalem, woselbst er in der Nacht vom 3. auf
den 4 Juli zum Ritter geschlagen wurde und von wo er am 1. Jetober wieder
nach Pratteln zurückkehrte (Eptingensches Familienbuch ; vgl. dazu auch BemouUi
in BasBeiträge 12, pag. 15—75). — Gibt nebst andeiii Eptingern seine Ein-
willigung zum Verkaufe des Dorfes und Kirchensatzes zu Sissach an Basel durch
GCtzheinrich von E. 14Ü3 IX. 20. (BÜB Till 218), sowie der Dörfer Zunzgen,
Ifental und Wittnau und des dritten Teiles der Veste Homberg im Fricktal
durch seinen Bruder Ludwig 1464 III. 27. (ib. 233). 1404 VIII. 8. kauft er den
Brüdern Anton und Wilhelm Huser von E. ihren Anteil (V4) von Pratteln ab
und wird damit einziger Besitzer dieses Dorfes (Liestal: Altes Archiv I A,
Appendix 1, R. III). 1465 erteilt er den Eptingerleuten zu Pratteln auf ihre
Bitten das Stadtrecht von Liestal (ÜBL 8ß9 und BasRechtsquellen 618). 14Ö6
hat er Anstände mit Basel wegen der Wildbänne und der Vogelweide zu Franken-
dorf und Füllinsdorf (ib. 872) ; er wird hier ausdrücklich als Sohn Rudolfs und
Großsohn Heinzmans von E. bezeichnet. Erst 1481 I. 8. wird er deswegen mit
Basel verglichen (ÜBL 941). 1467 wurde er Basler Bürger (Rotes Buch) und
sass von 1468—69 daselbst im Rate (BasChr VI p. 795). 1468 XII. 3. verkauft
er dem Kloster Klingental einen Zins ab dem Ertrage des ihm vom Bischof
Verpfändeten bischöflichen Hofinsigels, für den ihm die Städte Biel, Delsberg,
Neuenstadt und Laufen Bürge sein müssen (Klingental 2252«). — In der Folgezeit
begegnet er uns unter den heftigsten Gegnem der Eidgenossen und ihrer Ver-
bündeten; hauptsächlich finden wir ihn in Streitigkeiten mit den Solothumern
verwickelt, während welcher ihm Jene sogar die Schlösser Wildeptingen und
Pratteln zeitweise besetzten und auch plünderten, worauf die beiden Parteien
1470 V. 6. durch den Bischof von Basel verglichen wurden, nachdem die An-
gelegenheit sichon vorher selbst die Tagsatzung mehrfach beschäf tis:t hatte (UBL
892 und Absch II 620, 623, 627, 641 u. 646). Wie sich aus den zitierten Stellen
der eidgenössischen Abschiede ergibt, hing diese Fehde mit den Kämpfen der
Eidgenossen gegen den umliegenden Adel wegen Mttlhausen zusammen. Im Ver-
laufe dieser Fehde trat er, nachdem er schon 1474 1. 10. durch Peter von Hagen-
bach mit seinem Dorf und Schloss zu Pratteln in des Hei*zogs von Burgund ganz
besonderen Schutz war aufgenommen worden (Absch II 732), 1476 IX. 4. auch noch
in den Schutz des Reiches, bei welcher Gelegenheit ihm Kaiser Friedrich gestattete,
an St. Lttdigars Abend und die zwei folgenden Abende zu Pratteln einen Jahr-
markt abzuhalten, damit er das ihm von den Eidgenossen zei*störte Schloss wieder
aufbauen könne (Urk. StALiestal ; vgl. auch BasZ VT p. 504). Gleichzeitig gestattet

OMealoff. Handbuch lU. 8



114 Bptiiifci.



ihin der Kaiser auch eine Fähre ttber den Rhein gegenOber von Pratteln zu
errichten (ib;). — 1477 begegnet er nns als Statthalter der Herrschaft Rheiii-
felden (StALiestal: Altes Archiv I A). Bis an sein Lebensende aber danerten
seine Händel mit den Baslem fort : die letzte ihn betreffende Notiz ist, dass ihm
Jene einen Geleitsbrief fBr Hin- ond Herreise nach Basel und fOr einen acht-
tägigen Aufenthalt daselbst gewährten 14&3 TU 23. (BÜB Vm 678). 1485 m. 16.
ist er tot : Ritter Ludwig von E. vergleicht sich als Vogt der Kinder seines ver-
storbenen Bruders mit der Stadt Basel (UBL 950). Er starb laut Familienbuch
1484 XIL 6., gerade zur Zeit, als ttber Basel wegen des Erzbischofs Andreas
von Krain das Interdikt verhängt war; und da die Barfttsser dieses Interdürt
hielten, so wurde er nicht in der Familiengruft zu Barf&ssem bestattet, sondern
in der Kirche zu Pratteln vor dem Hochaltar (ib.). — In erster (kinderloser) Ehe
hatte er sich schon 1448 XI. 4 mit Agnes von Ratsamhausen verheiratet,
einer Nichte Ltttelmans und Philipps von R. (StALiestal: Altes Archiv L 72*)
und Schwester Konrad Dietrichs von R., mit welchem zusammen sie noch 1471
XI. 16. genannt wird (ib.). In zweiter Ehe verheiratete er sich 1475 XL 27.
mit Lutgardis von Ow, Tochter Balthasars und einer von Veseneck (ib. und
Domstift Tn 26), die ihm drei Söhne — Niclaus, Friedrich und Jakob — gebar
(BUB IX 52). Nach Hans Bernhards von E. Tode ging sie eine zweite Ehe
ein mit Junker Lienhart Iselin; 1509 L 13. ist sie tot (vgl. Merz im Sisgaiier
Burgenbuch n p. 51: Stammtafel Iselin).
Siegel: 1) Q bfrnliirt if fpttaf

ürk. von 1447 VIL 5. (stidt. ürk. 1364).
2) O Sig • iixn^ax - n$n • epptiasen • ritt • (0
Urk. von 1457 LH. (UBL 798. — NB.: Hans Bernhard von E. wir
damals noch nicht Ritter, er wird auch in der betreffenden Urkunde
ganz ausdrücklich von den Rittern unterschieden ; doch hatte er wohl
sein froheres Siegel verioren und nun auf dem neuen den von ihm
offenbar schon längst ersehnten Titel gleich vorweggenommra I).
171. Ludwig, Ritter; zuerst genannt 1456 V. 2., bei der Teilung des vftter>
liehen Erbes, aus welchem ihm zufällt des ersten der Eptingerhof zu Basel ge-
nannt „Eptingersbrunn'' (heutzutage Rittergasse 12), femer zwei Häuser zu
Rheinfelden, die Dörfer Zunzgen und Ifental, sowie noch verschiedene OQltra
(UBL 790). Mitkäufer von Wildeptingen und Oberdiegten von Hans MQnch
von Oachnang und dessen Ehefrau Verena von Eptingen 1457 I. 24. (ib. 799).
1463 IX. 20. gibt er seine Einwilligung zum Verkaufe des Dorfes und Eirchen-
satzes zu Sissach durch Götzheinrich von E. an Basel (BUB Vm 218), 1464
IIL 27. verkauft er selbst an Diese mit Einwilligung seiner BrUder und Vettern
die Dörfer Zunzgen, Ifental und Wittnau, sowie den dritten Teil der Veste
Homberg im Fricktal (ib. 233». Rat Herzog Sigismunds von Osterreich, der seine
(nachträgliche) Zustimmung zu genanntem Verkaufe gibt 1467 IL 28. (ib. 901).
Beim Einzug Kaiser Friedrichs HI. in Basel 1473 DL 8. war er einer der
Träger des Himmels, unter dem der Kaiser ritt (BasChr IV p. 77). 1474 war
er sodann im Gefolge des Grafen Ulrich von Wttrtemberg mit vor Neuss (ib.



Sptingeu. 115

n p. 257). Verkauft dem Ritter Jakob Reich von Reichenstein Schloss Rineck
im Leimental samt dem Dorfe Hofstetten, sowie endlich Wildbänne, Fischenzen
etc. zu Kleinltttzel, die er Rotbergischerseits, d. h. von seiner Mutterseite her
ererbt hatte 1477 IV. 1. (St ASolothum : Denkwürdige Sachen V fol. 66). —
Nahm 1480 am Turniere zu Mainz teil, 1481 an demjenigen zu Heidelberg
(Familienbuch) ; im gleichen Jahre erscheint er auch als Mitglied der Gesellschaft
vom Fisch und Falken (ib.). Verkauft in ^seinem eigenen und seines Bruders
seL Hans Bernhard Kinder Namen Wildeptingen und Oberdiegten an Basel 1487
m. 13. (BUB IX 52). Wird durch Herzog Sigismund mit der Vogtei zu Rhein-
felden belehnt 1488 VII. 13. (Merz in Burgen d. Argau: Rheinfelden), in welcher
Stellung er noch 1490 erscheint (St ASolothum : Missiven u. Hegi, p. 239')*
. Letzte Nennung 1497 (StABasel: bist. Grdb.: Rittergasse 12). Tot 1501 I. 23.
(BDB IX 261); nach Wurstisen (im Armorial) ist er noch im Laufe des Jahres
1500 gestorben. — 1474 VIII. 18. verheiratete er sich mit Magdalena von Landen-
berg (Mitteilg. d. bad. bist. K. 1904 p. 46), nach dem Familienbuch Tochter
einer Ehe von L. - von Enzberg ; sie war daher wohl Tochter Hugos von Hohen-
landenberg. auf Wellenberg und der Adelheid von Enzberg (vgl. Studer: Die
Edeln von Landenberg).

Siegel: O § • Inl^wij • 5^ • e|r|rtingfn • xitttx.
ürk. von 1457 I. 11. (UBL 798).

172. Hartmann; erhält als österreichisches Pfandlehen neben Emi und
Adelberg von Bärenfels, Oötzheinrich von Eptingen, Heinrich von Ramstein und
Hans Sttrlin Schloss Hauenstein mit dem davor liegenden Walde 1442 V. 30.
(StABasel: Adelsarchiv Flachslanden, allgem. u. einzelnes). — Domherr, teilt
mit seinen Brüdern Hans Bernhard und Ludwig, wobei er sich aber mit ein
paar geringen Geldzinsen begnttgt und nur die Bedingung stellt, dass ihm seine
BrQder jeder je ein Bett für ihn und eines für sein Gesinde bereithalten, für
den Fall, dass er „ze büß zug" 1456 V. 2. (ÜBL 790). - Als im Jahre 1475
anlässlich der statutenwidrigen Ernennung des Baslers Arnold zem Luft zum
Domherrn, die meisten Übrigen Domherren dessen Aufnahme in ihre Korporation
verweigerten und deshalb exkommuniziert wurden, da waren Hartmann von E.,
Wilhelm Textoris und Johann Knebel die einzigen Mitglieder des Kapitals, die,
weil sie die Ernennung zem Lufts akzeptiert hatten, von der Exkommunikation
nicht betroflfen wurden (BasChr II p. 286). Letzte Nennung 1490 Vm. 23.
(Sttdt. ürk. 2342).

Siegel: O $ * Ifaxtmüni • ht • tpt\n$tn

ürk. von 1490 VIH. 23. (Stadt, ürk. 2342).

173. Verena (Fedena), Tochter Hans Heinrichs sei. und der Ursula von
MassmOnster, sowie Schwester von Gredanna ; mit ihrem Grossvater Hans Ulrich
von MassmOnster bevogtet 1441 IV. 24. (Elenden Herberge 35). Ehefrau Hans
Mflnchs von Gachnang 1457 I. II. (ÜBL 798). Sie verkaufen Wildeptingen und
Oberdiegten an Grötzheinrich, Hermann, Thttring, Peter und Bernhard von E.
1467 L 24 (ib. 799). Dieselben verkaufen Itingen an Basel 1467 II. 21. (BÜB



116 Eptingen.

VIII 299). Noch 1471 III. 22. ist sie im Leben (UBL 904), 1485 XI. 8. aber
tot (Prediger 1086).

174. Oredanna, Tochter Hans Heinrichs sei. und der Ursula von Mass-
münster 1441 IV. 24. (Elenden Herberge 35). Tritt 1443 VI. 7. ins Kloster
Klingental ein (Klingental 2026).

175. Margaretba, Tochter Thttrings und der Verena von Landenberg,
sowie Schwester von Verena und Adelheid von E. 1426 (St ABasel : üiteilsbuch).
Sie könnte identisch sein mit Margaretha von E., der Witwe Hansens ze Rhin
(1447—1480 VIII. 23.) und Mutter der Elis^betha ze Rhin, Ehefi-au Nikiaus' von
Eptingen 1492 XI. 12. (vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch I p. 172/73: Stamm-
tafel ze Rhin).

176. Verena, Schwester der Vorigen 1426 (StABasel: Urteilsbuch).

177. Adelheid, Tochter Thttrings und der Verena von Landenberg, sowie
Schwester der beiden Vorigen 1426 (StABasel: Uiteilsbuch).

178. Hermann; erste Nennung 1439 V. 19., da er als Eigentümer des
Eptingerhofes zu St. Martin genannt wird (StABasel : bist. Ginindbuch). Die Be-
lehnung mit demselben durch die Grafen von Tiei*stein erfolgte jedoch erst 1440
1. 21. (StABasel: Lehenarchiv 14); als seine Brttder und Lehengemeinder wei*den
hier genannt Thttring, Peterman und Jakob von E. 1440 VI. 24. wird er sodann
durch Freiherr Ltttold von Hasenburg fUr sich und seine (nicht mit Namen be-
zeichneten) Brüder mit Oberdorf belehnt (Tr V p. 789). 1442 V. 30. wird er
noch ausdrücklich als Edelknecht bezeichnet (St. Peter 986) ; zum ersten Male
als Ritter begegnet er uns 1452 VIL 19. anlässlich seiner und seiner Brttder
Belehnung mit dem Marschalkenamte durch den Bischof von Basel (Tr V p. 806).
Zwischen diese beiden Zeitpunkte aber fiel seine landesverräterische Tätigkeit
während des Armagnaken- und des darauffolgenden St. Jakoberkrieges, und als
Vergeltung dafür die Zerstörung seiner Burg Blochmont durch die Basler. Die
Reihenfolge der Ereignisse ist dabei kurz folgende : schon vor der Schlacht bei
St. Jakob an der Birs treffen wir Hermann von E. in der Nähe des Dauphins
und zwar als einen der Ftthrer und Wegweiser seiner Armee, der er sich wohl
in Mttmpelgart angeschlossen hatte. Es ist daher begreiflich, dass wir seinen
Namen auf der Proskriptionsliste finden, die die Stadt 1445 VII. 21. gegen den
umwohnenden Adel erliess, und die mehr als 60 dieser Herren fttr ewig aus
der Stadt verwies. Vier Jahre darauf begann der Krieg mit ihm aufs neue, in-
dem er 1449 IV. 5. den Baslem einen Fehdebrief zusandte, dem bis zum 25. IV.
noch einige weitere ebenfalls aus Blochmont folgten, woraus wir ersehen, dass
die dortige Besatzung im ganzen aus 19 Mann bestand. 1449 IV. 30. wurde das
Schloss nach viertägiger Belagerung durch die Bttrger genommen und gebrochen,
worauf Hermann von E. nebst der noch Übrigen Besatzung gefangen nach Basel
gef tthrt wurde ; erst nach mehr als drei Wochen, d. h. erst nach Proklamierung
der sog. Breisacherrichtung, wurde er wieder aus der Haft entlassen (f&r alles
Vorhergehende vgl. Bemoulli in BasBeiträge 12 p. 131 ff.). Wo er sich die
nächsten Jahre aufhielt, wissen wir nicht, wahrscheinlich zu Ensisheim, da er



Eptingen. 117

österreichischer Rat und Mitglied der vorderösterreichischen Regierung war ; als
solcher bezeugt ist er zwar nicht vor 1462 (St ABasel: Öffnungsbuch III fol. 128 ^).
1466 IX. 17. erscheint er zum ersten Male auch als Landvogt zu Mttmpelgart
(StASolothurn : Missiven). Mehrfach wird er bei Veräusserungen von altem Ep-
tingenschem Besitze an Basel .als Mitverkäufer genannt; so 1463 IX. 20. beim
Verkaufe von Sissach durch Götzheinrich, und 1464 III. 27. beim Verkaufe von
Zunzgen, Ifental, Wittnau und dem dritten Teile der Veste Homberg im Frick-
tale durch Ludwig von E. (BUB VIII 218 und 2Xi). Anderseits erscheint er
dann wieder unter den Käufern von Wildeptingen und Oberd legten von Hans
Mttnch von Gachnang und dessen Ehefrau Verena von Eptingen 1457 I. 24.
(ÜBL 799). 1456 VI. 5. wird er nebst seinen Brttdein durch die Freien von
Hasenburg mit Oberdorf belehnt (StABem: bischöfl. Basel A: bestehende
Lehen). Daneben aber war er auch noch Gerichtshen* zu Eriswil und Rohr-
bach (Leu). Eine grössere Rolle begann er wieder zu spielen zur Zeit der Bur-
gunderkriege : nachdem er 1474 IV. 7. durch Herzog Sigmund zum Landvogt
und obersten Hauptmann in den vorderösterreichischen Landen war ernannt
worden (Abschiede II 739), leitete er dann auch im Mai desselben Jahres den
Prozess gegen seinen Vorgänger während der burgundischen Okkupation dieser
Gebiete, den Ritter Peter von Hagenbach (BasChr II p. 85). Als Hauptmann
der österreichischen Reisigen kämpfte er hierauf an der Seite der Eidgenossen
und der BaslM* in den Burgunderkriegen, so namentlich bei der Eroberung von
Blamont 1475 VIII. 4.— 10. und in der Schlacht bei Grandson 1476 m. 2.
(BasChr II p. 277 und 388). Letzte Nennung 1479 IX. 30. (St. Martin 80\ tot
1480 m. 13. (Tr V p. 871). — Es ist nun auffallend, dass er seine beiden Be-
amtungen — nämlich diejenige eines württembergischen Rats und Landvogtes
zu MUmpelgart auf der einen und die eines österreichichen Rats und obersten
Landvogtes in den sog. Vorlanden auf der andern Seite — neben einander
offenbar bis zu seinem Tode bekleidet hat, denn auch in ersterer Stellung be-
gegnet er uns noch 1478 II. 15. (StASolothurn: Denkw. Sachen V fol. 104 ff.).
Hiefttr etwa an seinen gleichnamigen Sohn zu denken, geht meines Erachtens
nicht an, weil dieser 1466 kaum viel über 20 Jahre zählte, in welchem Alter
er weder die Ritterwürde, noch auch eine solche doch immerhin recht verant-
wortungsvolle Stellung schon innegehabt haben kann. — Als seine Ehefrau wird
1442 XL IG. genannt Magdalena von Grünenberg (StABasel: Archiv von Andlau
aus Ariesheim 11), Tochter Johanns des Grimmen und der Gredanna zer Sunnen;
. sie ist tot 1468 XL 21. (GH I p. 284). Sie hatte ihm die Gerichte zu Eriswil
und Rohrbach zugebracht (Leu VI p. 380). Im Jahrzeitbuch von St. Martin in
Basel wird sie irrtümlicherweise für die erste Ehefrau Hermanns des jungem
ausgegeben, was aber schon aus chronologischen Gründen ganz ausgeschlossen
ist: „nobilis et strenuus dominus Heimannus de Eptingen, miles, obiit anno 1502,
qui constituit pro anime sue ac animarum nobilium dominarum Magdalene de
Grunenberg et Margare the de Louffen, uxorum suarum, etc."
Siegel: 1) O $ * Iftxman - nn • eirttnsen •
ürk. von 1442 V. 30. (St. Peter 986}.



118 EpÜDgea.

Siegel: 2) Q § - ^ernii • 0a • eptinj • rittrr •
ürk. von 1457 1. IL (ÜBL 798).

179. Thüring; erste Nennung 1440 I. 31., da er nebst seinen Bittdem
Hermann, Peterman und Jakob durch die Grafen von Tierstein mit dem Eptinger-
hofe zu St. Martin belehnt wird (Lehenarchiv 14). Wird noch im gleichen Jahre
nebst seiner Mutter Verena von Landenberg, der AVitwe Hans Thürings sei. von
E., und seinen beiden jüngeren Brttdem in das Basler Bürgerrecht aufgenommen
(BasChr V p. 288). Minorenn und bis dahin bevogtet mit (seinem Urgrossvater?)
Wilhelm von Grandwiler 1441 (Urteilsbuch). Wird nebst seinen Brüdern durch
den Bischof mit dem Marschalkenamte belehnt 1452 VIT. 19. (Tr V p. 806) und
1459 I. 1. durch Herzog Sigmund mit Blochmont und Bisel, dem vierten Teile
von Pratteln, sowie endlich dem Sesshause auf der alten Homberg im Fricktale
(StALiestal L 72'). Zum ersten Male als Bitter bezeichnet 1457 L 11. (UBL
798). Wieder nebst seinen Brüdern unter den Käufern von Wildeptingen und
Oberdiegten von Hans von Gachnang und dessen Ehefrau Verena von E. 1457
L 24 (ib. 799). Letzte Nennung 1476 L 9. (St. Peter 1119), tot 1486 Xn.2!.;
da er zwar noch in dem schon mehrfach erwähnten Ausschreiben Herzog Sig-
munds unter dessen geächteten Bäten genannt wird, sein Name darin aber
später durchgestrichen worden ist, so ist er offenbar erst ganz kurz vorher, wohl
im Laufe des Jahres 1486 selbst gestorben, üxor (I ?) : Susanna, Tochter Götz-
heinrichs von Eptingen (bischöfl. Basel A: bestehende Lehen, undatierte Kopie
aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, anzusetzen zwischen 1465 I. 15. und 1478
IL 14.); als seine zweite Ehefrau wird wohl anzusehen sein Katharina von
Ostein, verwitwete von Eptingen, nun aber Ehefrau des Junkers Franz von
Leimen 1495 (vgl. Merz im Sisgauer Burgenbuch III: Stammtafel Schaler); schon
1490 erscheint sie mit ihm verheiratet (Wurstisen).

Siegel: O § • turinj • 0011 • tftxuit -
ürk. von 1457 L 11. (ÜBL 798).

180. Peter, Edelknecht. Zusammen mit seinen Brttdem genannt 1440 I.
21. — 1465 I. 15.; wir verweisen daför auf das bei Hermann und Thflring Ge-
sagte. Im Dienste des Markgrafen von Baden nahm er an den Kämpfen wider
Herzog Ludwig von Bayern teil, wobei er in der für diesen unglücklichen
Schlacht bei Giengen 1462 VII. 19. in kaiserliche Gefangenschaft fiel (BasChr
IV p. 338). Ausser als Mitherr zu Oberdorf, Blochmont und Bisel erscheint er
1469 II. 24. auch als Twingherr zu Wil im Fricktal (StASolothum: Missiven).
Letzte Nennung 1480 1, 8. (BÜB Vm 584), tot 1489 (StABasel: Fertigungsbuch);
er wird hier Vater von Jakob genannt. Seine Ehefrau war, wie schon frOher
bemerkt worden ist, Elsa, die Tochter Götzheinrichs von Eptingen. Sie ist
noch 1511 im Leben (StABasel, Karthaus L: liber benefactor. zu kal. Jan.);
auch 1492 wird sie daselbst schon genannt

Siegel: Q § * ftttx Hin f]r]rfiiigri
ürk. von 1457 I. 11. (ÜBL 798),



EptiogeD. 119

181. Jakob; Bruder der Vorigen und ebenfalls 1441 noch minorenn (Ur-
teUsbuch). Lebt noch 1444 IX. 25., tot 1452 VII. 19. (Tr V p. 806), er ist daher
wohl identisch mit dem 1451 VII. 15. gestorbenen Jakob von E. (Klingental
H fol. 34 0.

182. Anton, Koni*ad Husers Sohn 1445 VII. 21.; wird nebst seinem Vater
aus Basel verwiesen, weil sie den Armagnaken Vorschub getan haben sollen
(BÜR Vn 48 und 95). 1456 X. 21. noch Edelknecht (Cartulaire de M. 795).
Bitter 1457 IV. 23. (StABasel: Adelsarchiv E 1). Letzte Nennung 1468, da er
Schwager Bernhard Sürlins genannt wird (StABasel : Kundschaften). Seine Ehe-
frau dürfte die in folgender Jahrzeitstiftung des Basler Münsters aus dem Ende
des 15. Jahrhunderts genannte Susa Reich von Reichenstein gewesen sein:
XVI Kai. Aprilis. Johannes Amoldus Rieh de Richenstein, decretorum doctor,
canonicus hujus ecclesie, Jacobus Rieh, miles, et Georius Rieh, tres fratres;
item honesta Clara de Klingenberg nata de Richenstein et Susa de Eptingen
natä de Richenstein, sorores dictorum fratrum, obierunt'' (Tr IV p. 266,
Anmerk.). Die Verwandtschaft zwischen Bernhard SUrlin und Anton v. Eptingen
wäre dann folgende:

Hartmann Rot Henman t. Rotberg

(1360-1413). (1358-1412).



GOtsman Clara

(1386-1428). (1421— tot 1451).



Qxor: Judith t. Rotberg mar.: Arnold t. Kotberg

(1397—1418). (1387— t 1451).

I . I

fienman Rot Gredanna t. Rotberg

(1429—1451). mar.: Peter Reich

(1443-t 1476).

I

Ursula Susa Reich

mar.: Bernhard Sttrlin mar.: [Anton?] t. Eptingen

(1449-1481). (1445-1468).

183. Wilhelm, Binider Antons und Mitherr zu Pratteln 1464 III. 8.
(StALiestal L 72^); sie verkaufen ihren Anteil an genanntem Dorfe mit Ge-
nehmigung des Lehensherm an ihren Vetter Hans Bernhard von Eptingen. 1478
vn. 21. wird er nebst (seinem Schwager?) Hermann Waldner mit Gutem zu
Weyerstatt und dem Dinkhof zu Ammersweyer belehnt (BezAColmar C 25).

184. Anna, Ehefrau Hermann Waldners und wohl Schwester der Vorigen,
genannt 1450 (Merz im Sisg. Burgenb. I p. 196/97: Stammtafel Waldner) und
1484 XI. 11., unter welchem Datum ihr Mann zu Gebweiler verstarb (Walter\

185. Niki aus, Sohn Hans Bernhards sei. und unter Vormundschaft seines
Oheims Ludwig von E. 1485 V. 6. wird er Domherr zu Basel, wobei als seine
vier Ahnen angegeben werden : von Eptingen, von Rotberg, von Ow, von Vesen-
eck (Domstift VII 26). Noch 1487 HL 13., beim Verkauf von Wildeptingen und
Oberdiegten an Basel, erscheint er unter Vormundschaft Ludwigs (BUB IX 52),



120 Eptinge».

1499 VI. -1. wii-d er Herr zu Pi-atteln und Hintersäss zu Basel genannt und ist
demnach seither weltlich geworden (StASolothuni : Denkw. Sachen XII p. 109);
er bewohnte hier den Eptingerhof bei Eptingersbmnn (Rittergasse 12), den vor
ihm sein Oheim Ludwig besessen hatte (hist. Grundbuch zu den Jahren 1510
bis 1514). Letzte Nennung 1515 IX. 13. als Nikiaus von E. zum „Ädler*^; er räumt
der Stadt Basel das Vorkaufsrecht auf Schloss und Dorf Pratteln samt Frenkes-
dorf ein (BCB IX 437). Tot 1518 XII. 20. (ib. 472), wahrscheinlich aber schon
1517 IX. 30., da er beim Verkaufe von Frenkendoif durch seinen Bruder Hans
Friedrich nicht mehr mitgenannt wird (ib. 460). — üxor: Elisabeth ze Rhini
vei'witwete von Ampringen und von Hericken, Tochter von Hans ze Rhin und
Margaretha von Eptingen-Blochmont und aus ihren früheren Ehen Mutter von
Margaretha von Ampringen und Ursula von Hericken, beide Klosterfrauen im
Elingental 1508 IX. 22. (Merz im Sisgauer Burgenbuch I p. 172/73 und Elingental
2569); sie wird zuletzt genannt 1510 II. 24. (ib. HH 5>. 1518 XII. 10. ist sie
ebenfalls tot ; als ihre Tochter diitter Ehe wird hier noch Annr von E. genannt.
Siegel: O § * eins non tpünitu

ürk. von 1501 IX. 19. (StALiestal 710).
186. Hans Friedrich, Bruder von Nikiaus; wird 1485 Wartner beim
Basler Domstift (Wurstisen: Analecta). 1487 III. 13. Mitverkäufer von Wild-
eptingen und Oberdiegten an Basel iBUB IX 52). Ist offenbar schon 1500 XIL
13., da er ausdrücklich als Edelknecht bezeichnet wird, in den weltlichen Stand
zurttckgetreten (Urk. StALiestal). Schon 1504 verheiratete er sich auch (in erster
Ehe) mit Walpurga Freiburger, des Hans von Freiburg zu Konstanz seL und
der mit Junker Michel Meiger von Baldersdorf wiedervermählten Margaretha
Laucher Tochter (M. bad. hist. Eommiss.: Archiv v. Rotberg). Dreimal zog er
dann in den nächsten Jahren als Eriegsmann nach Italien: 1507 in französischem
Solde gegen Genua, 1510 und 1511 in päpstlichem Solde (^Chiasserzug" und
Kalter WTinterfeldzug") ; 1515 figuriert er zwar ebenfalls unter den Ausgehobenen»
stellte aber einen Stellvertreter (St ABasel : Politisches M 1 : italienische Kriege).
— • Seit 1517 I. 20. erscheint er als alleiniger Twingherr zu Frenkendorf und
Pratteln (StALiestal 772), wird 1518 XII. 20. Erbbttrger zu Basel (ib. 780),
verkauft aber schon 1521 seinen daselbst gelegenen Hof (Rittergasse 12) an Hans
ze Bin von Häsingen, den Schwager (und wie es scheint auch Gläubiger) seines
verstorbenen Brudei*s (hist. Grundbuch); er wird bei dieser Gelegenheit zum
ersten und einzigen Male als Ritter bezeichnet, jedoch wohl irrttlmlicherweise.
Von ewiger Geldnot gedrängt, verkaufte, bezw. verpfändete er dann auch
Frenkendorf und seinen Anteil an Pratteln inklusive des Burgstalles „zum
Adler** (!) — nämlich drei Viertel; ein weiteres Viertel hatte schon seinerzeit
sein Vater an die zahlungsfähigeren Vettern von der Blochmonter Linie ab-
getreten gehabt - 1517 IX. 30. an Basel (BUB 1X460). Nachdem ihm der Rat
dann in den Jahren 1521 und 1525 noch weitere Zuschüsse auf dieses Pfand ge-
währt hatte, erfolgte 1526 HI. 19. ein neuer Vertrag mit der Stadt, laut welchem
auch die Blochmonter ihre Ansprüche an Pratteln an Basel abtraten (BUB IX
526^ X 35 u. 54). Doch scheint Hans Friedrich von E. auch weitw in Pratteln



BptiiigeB, * 121

gewohnt und auch weiter die niedere Gerichtsbarkeit daselbst ausgeübt zu haben,
da er z. B. noch 1528 als Oerichtsherr zu Pratteln selbst in offiziellen Schreiben
des Rates bezeichnet wird (StABasel: Missiven). Im selben Jahre machte er
dann wieder, im Verein mit Jakob I^Ieyer zum Hasen, den allerdings misslungenen
Versuch, Pratteln zurückzukaufen (StABasel : Offnimgsbuch) ; dafür erscheint er
aber 1534 m. 23. zum ersten Male als Mitherr zu Ober- und Niederhagental
(Adelsarchiv El).— Die letzten Jahre seines Lebens sind ausgefüllt mit Fa-
milienstreitigkeiten ; sein Verhältnis zu seiner Ehefrau, mit der er in kinderloser
Ehe scheint gelebt zu haben, wurde von Jahr zu Jahr unerquicklicher, und es
kam schliesslich so weit, dass die Ehegatten — wohl im Frühjahr 1531 —
wieder geschieden wurden (StABasel : Ehegerichtsbuch). Schon das Jahr darauf
starb die Frau — 1532 X. 25. ist sie laut Beschreibbüchlein tot — ; als nun
1535 auch noch die Schwigeimutter starb, so entstanden wegen ihres Nach-
lasses neue Streitigkeiten mit ihrem Haupierben Jakob von Rotberg, die sich
bis zu Friedrichs von E. Tod hinzogen (GerichtsA 6). 1 538 V. 6. wird er zum
letzten Male als lebend bezeichnet, 1541 VI. 13. ist er tot (Fertigungsbuch).
1541 XI. 16. wird auch seine Witwe Margaretha erwähnt (Urteilsbuch), mit
welcher er sich also frühestens 1531 in zweiter Ehe verheiratet haben muss;
da die beiden Kinder Friedrichs aus dieser Verbindung mit Georg von Büttikon
bevogtet werden, so dürfen wir wohl annehmen, dass dieser der Margaretha
Vater gewesen ist. Über die Büttikon vgl. Merz: Burgen d. Argau I p. 176/77.

Siegel: Q $ • fxititiif fiiii tptinstn
ürk. von 1525 IV. 1. (StALiestal).

.187. Jakob, Bruder der beiden Vorigen. Einzige Nennung 1487 III. 13.,
beim Verkauf von Wildeptingen und Oberdiegten an Basel (BUB IX 52).

188. H er in an n, Sohn Hermanns des Altern. Erste Nennung 1480, da er
als Teilnehmer am Turniere in Mainz genannt wird (Familienbuch); ebenso be-
sachte er dasjenige von Heidelberg im Jahre 1481 (ib.). Seit 1484 Mitglied der
Bittergesellschaft vom Fisch und Falken (ib.). 1486 XII. 2G. zum ersten Male
auch urkundlich als Ritter bezeichnet (Karthaus 349) ; er wird hier als „Vetter^
Jakobs sei. von Eptingen bezeichnet und als Mitherr zu Blotzheim, womit dann
aach stimmt, dass er im gleichen Jahre mit unter den Räten aus dem Sundgau
des "Königs Sigmund in dessen Ausschreiben genannt wird (Begi). Schon 1482
Xn. 27. war er auch mit dem Marschalkenamte der Hocb^tift Basel belehnt
worden (Tr V p. 875). 1486 V. 8. wird er von Herzog Sigmund auf sechs Jahre
als dessen Rat und Diener angestellt (BezAColmar: AdelsA E). 1487 in. 13. be-
gegnet er uns mit unter den Verkäufern von Wildeptingen und Oberdiegten (BUB
IX 52) und 1488 erscheint er als Herr zu Wittnau (StASolothum : Missiven), sowie *
1489 n. 25. als Mitbesitzer von Dorf und Vogtei zu Biel-Benken, die ihm von
selten seiner Frau zugekommen waren und die er nun nebst seinen Schwägern
Ludwig von Andlau und Balthasar von Randegg au Franz von Leimen verkauft
(UBL 9o9). Weiter war er aber offenbar auch Mitherr zu Blochmont, obgleich er
sich nie direkt urkundlich als solcher nachweisen lässt. — 1499, bei Ausbruch des



122 EpüngeB.

Schwabenkrieges, wich er dann ans Basel (BasChr VI p. 359), doch mnss er später
wieder dahin zurückgekehrt sein, da er 1502 V. 9. hier starb und zu StMartiD,
in dessen Nähe er seinen Hof hatte, bestattet wurde (Tonjola p. 218). — Uxor:
Margaretha von Laufen, Tochter Bernhards und der Barbara von Freiberg, yon
der er aber keine Kinder scheint erhalten zu* haben ; sie ist bezeugt von 1488
(St ABasel: Fertigungsbuch) bis 1530 IV. 2, (ZGOR n. F. XVI p. 60). — Her-
mann von E. besass kein eigenes Siegel, sondern ftthrte dasjenige seines gleidi-
namigen Vaters weiter.

189. Richardis, Witwe Junker Jakob Iselins 1540 (BeschreibbUchlein).
Da sie auch Schwägerin Heinrichs von Ostein genannt wird 1541 I. 27. (Fer-
tigungsbuch), so dürfen wir sie als Tochter Thflrings (179) ansehen, damit
stimmt dann weiter auch wieder, dass ihr Schwigervater Jakob Iselin 1499
als Schwager ihres Stiefvaters Franz von Leimen bezeichnet wird (vgl. Merz
in Sisgauer Burgenbuch II p. 51 : Stammtafel Iselin) ; sie muss also schon da-
mals mit Iselin verheiratet gewesen sein. Letzte Nennung 1542 IX. 16. (Urteilt-
buch), 1544 XI. 11. ist sie tot (BeschreibbOchl.).

190. Jakob, zubenannt ^der Jung^, zur Unterscheidung von seinem gleicb-
namigen Vetter, dem Sohne Götzheinrichs (168); Sohn Peters sei. 1489 (Ferti-
guugsbuch), nahm 1480 am Turniere zu Mainz teil, sowie 1481 — neben dem
eben genannten Jakob dem Altem — auch an demjenigen zu Heidelberg (Fa-
milienbuch). Im gleichen Jahre auch Mitglied der Rittergesellschaft vom Fiacli
und Falken (ib.). 148 i XH. 27. zugleich mit seinem Vetter Hermann (U.) durch
den Bischof mit dem Marschalkenamte der Hochstift Basel belehnt (Tr. V p. 871).
Im selben Jahre auch als Besitzer des Hofes zu Schönenbuch bezeugt (StASolo-
thum: Urk. reg. ad ann. 1595). Gibt 1499, nach der Schlacht bei Domach, das
Basler Bürgerrecht auf und verlässt die Stadt (Offhungsbuch) ; er war daselbst
schon 1490 IV. 7. durch den Grafen von Tierstein mit dem Eptingerhofe in
St. Martin belehnt worden. Wohin er sich gewandt hat, wissen wir nicht, mög-
licherweise nach Solothum, woselbst er noch 1500 genannt wird (StASolothura:
Ratsmanuale IH). 1500 U. 1. wird er in seinem und seiner Vettem Namen durch
König Max mit Blochmont, Bisel etc. belehnt (BezACoImar: AdelsA E). 1503 VL
L'2. ist er tot (ib.). 1511 I. 28. befindet sich der Eptingerhof zu St. Martin im
Besitze von Jakobs von E. sei. Erben (StABasel : bist. Grandbuch). Er scheint vor
seinem Tode aber doch wieder nach Basel zurttckgekehrt zu sein, wenigstens ist er
in der St. Martinskirche daselbst, wo noch heutzutage sein Grabstein sich befindet,
bestattet worden. — Uxor : Clara von Rinach, Tochter Hans Heinrichs und der
Angela von Andlau (Bucelin mehrfach, dito Wurstisen) ; sie sind die Stammeltera
aller späteren von Eptingen geworden. Noch 1516 ist Jakobs von E. sei. (nicht
mit Namen bezeichnete) Witwe im Leben (Univ.bibl. Basel : EiA G X 2, Nr. 35).
Siegel: O ' i^tnb fon tptxnstM

ürk. von 1487 m. 13. (StALiestal).

191. Wilhelm, genannt 1467 HI. 9. (StALiestal: Urk. 552«); ist nicht
zu verwechseln mit dem in derselben Urkunde genannten gleichnamigen Brader
Antons des Jttngeren (183), dürfte dagegen identisch sein mit dem 1488 VU. 5.



BpÜBgen. 128

erwähnten Wilhelm von K, Rektor der Pfarrkirche zu Wolfs wiler (Maria Mag-
dalena 734«) und yielleicht Bruder des Vorhergehenden, der, wie wir sehen
werden, ebenfalls einen Sohn namens Wilhelm hatte. Des fernem spricht fttr
diese Einreihung der Umstand, dass das Dorf Wolfswiler im Fricktale auch
später noch im Besitze der Blpchmonter Linie der Herren von K erscheint und
von dieser erst 1513 veräussert wird.

192. Anna, Niklausen sei. Tochter 1518X11. 10. (KlingenUlakten). Wohl
identisch mit Niklausen sei. Tochter, Ehefrau Henmans von Biünighofen 1536
(StABasel: GerichteA 6).

193. Martin, Hans Friedrichs sei. Sohn; wird mit Georg von Büttikon
bevogtet 1541 VI. 13. (StABasel: Fertigungsbuch).

194. Katharina, Hans Friedrichs sei. Tochter; ebenfalls mit Georg von
Bttttikon bevogtet 1541 VI. 13. (ib.).

195. Margaretha, Tochter Hans Friedrichs, getauft zu St. Theodor in
Basel 1536 VI. 26. (St. Theodor Taufbuch); ist offenbar, da sie beim Tode ihres
Vaters nicht neben ihren eben genannten Geschwistern mitaufgezählt wird, 1541
VL 13. schon tot.

196. Kaspar, Jakobs sei. Sohn 1503 VI. 22. (BezAColmar: AdelsA E) und
1605 V. 6. (StABem: erloschene Lehen: Münch). Tot 1512 (Wurstisen: Analecta).
Wnrstisen nennt (im Armorial) zum Jahre 1504 als seine Ehefrau eine Susanna
Bot; sie dürfte identisch sein mit der gleichnamigen Ehefrau des Apollinaris
HOcklin von Steineck, der dann also ihr zweiter Ehemann gewesen wäre. Über
die Bot vgl. Merz: Sisgauer Burgenbuch I p. 164/65.

197. Wilhelm, Bruder Kaspars 1503 VI. 22. (BezAColmar: AdelsA E)
und 1505 V. 6. (StABem: erloschene Lehen: Mttnch); tot 1511 Xn. 27. (BezA
C!olmar: AdelsA E).

198. Peterman, Sohn Jakobs und der Clara von Rinach (Wurstisen im
Armorial). Zu Waldighofen sesshaft und schon 1513 verheiratet, da die auf dem
Zuge nach Dijon bei ihm dort einquartierten Basler Hauptleute bei ihrem Weg-
gange seiner Frau 5 fl. „in die kindbette^ schenkten 1513 Vm. 20. (BasChr VI
p. 75). 1513 xn. 22. verpfändet er nebst seinen (nicht mit Namen bezeichneten)
Geschwistern Wolfswiler an die vorderösterreichische Regierung (Augustiner 274).
Schon 1519 als „der Älter'' bezeichnet (Fertigungsbuch). Wird nebst seineu
Bindern durch die Gräfin von Tierstein mit dem Eptingerhofe zu St. Martin
belehnt 1523 III. 10. (LehenA 72). — Wohl in französischem Solde warb er im
August desselben Jahres in der Umgebung von Ensisheim Kriegsknechte. Zu
welchem Zwecke, war nicht klar. Einige meinten, es gelte dem Könige nach
Mailand Hilfstruppen zu schicken, wieder Andere, es gelte einen Zug nach Hoch*
burgund (Strickler I 651 u. 651«), später hiess es auch, es sei auf einen Hand-
streich gegen MUlhausen abgesehen gewesen (Gart. I 2138). — 1526 HI. 19.
trat er nebst seinen Brttdem Hans Puliant und Matthäus alle Anspräche an
Pratteln, die sie von Friedrich von E. ttbemommen hatten, an Basel ab
(BUB X 54). Zusammen mit seinen eben genannten Brttdem wird er vom Bischof



134 Eptingea.







mit dem Marschalkenamte, dem Dorfe Xeoweiler und den von der Herrschaft
Hasenburg henührenden Lehen belehnt 1528 IV. 25. (AdelsA El). Neuweiler
wollten sie dann schon 1529 XI. 15. an Basal weiter verkaufen, doch kam es
nicht zu diesem Handel (ib.); aber noch im selben Jahre 1529 (U. 18.) ver-
kauften die drei Biilder dann Blochmont an König Ferdinand (BezAColmar : AdelsA
E). Dafür erwarben sie 1534 III. 23. von Hans Friedrich von E. die Dörfer
Ober- und Niederhagental (AdelsA E 1). — Letzte Nennung 1542 VI. 22. (ib.),
tot 1544 I. 10. (St ABasel: Beschi-eibbilchlein), nach Wurstisen (im Armorial)
ist er im Laufe des vorhergebenden Jahres gestorben. — Als seine Ehefrau —
wohl dieselbe, mit der er, wie wir gesehen haben, schon seit 1513 verheiratet
war — wird genannt Amalia vom Wiger, Tochter des Erasmus und der Amalia
von Hohenrechberg (Bucelin IV p. 265 u. 479); sie ist noch 1530 im Leben
(StABasel: Fertigungsbuch).
Siegel: Q PETER • VON - EPTINGEN.

ürk. von 1529 ü. 10. (BezAColmar: AdelsA E).

199. Hans Puliant, Bruder Petermans und mit ihm zusammen genannt
1523 III. 10.— 1534 III. 23. ; ich kann die einzelnen Stellen daher hier Übergehen. —
Erste Nennung 1516; er lebte damals in Frankreich und galt in Basel als ver-
schollen oder tot, wie eine Notiz aus den Personalien einer seiner Töchter be-
sagt (Universitätsbibl. Basel : EiA G X 2, Nr. 35). Später sass er in Waldighofen,
woselbst er noch 1549 IV. 18. genannt wird (AdelsA E 1). Letzte Nennung 1559
X. 18. (biABasel: bestehende Lehen), tot 1566 III. 23. (ib.). Verheiratet war
er gewesen mit Anna von Ramstein, Tochter Christophs und der Christiane ze
Rhin (Wurstisen im Aimorial und auch Bucelin mehrfach); noch 1540 war sie im
Leben (KiABasel G X 2 Nr. 35).

Siegel: Q ^^^0 lir(l)raii

ürk. von 1529 II. 18. (BezAColmar: AdelsA E).

200. Matthäus, Bruder Petermans und Hans Puliants, und mit ihnen zu-
sammen erwähnt 1523 IlL 10.— 1534 III. 23.; ich verweise hiefÜr auf das bei
Peterman Gesagte. Erste Nennung 1510 X. 1., da er Domherr wird (Domstift
464). Er nennt sich hier ^nepos"" des Berchtold von Rinach; er ist in der Tat
auch dessen Neffe. Schon 1520 III. 1. aber vermählte er sich und war demnach
also wieder weltlich geworden (BasChr V p. 311). 1525 erneuerte er das Basler
BürgeiTecht (StABasel: öffhungsbuch VII). Letzte Nennung 1537 (Urteilsbuch),
tot 1538 (AdelsA E 1 ad ann. 1542). Er hatte zu Waldighofen gewohnt, das er
sehr verschönert hatte (ib.). Seine Ehefrau war Katharina Offenburg, geb. 1501
Xn. 31. als Tochter von Franz und der Brida Schlierbach (BasChr V p. 311);
in zweiter Ehe war sie vermählt mit Dr. Joachim Zasius, savoyischem Sekretär
(gest. 1540). Noch 1542 heisst sie dessen Witwe (AdelsA E 1), doch schon 1543
ging sie eine dritte Ehe ein mit Claude d'Orchamps, der sie aber schlecht hielt
und von dem sie sich daher, nach dem Tode ihres einzigen Kindes aus dieser
Verbindung, 1566 wieder scheiden Hess (StABasel: GerichtsA U 5).

Siegel: Q § irtinje«.

Urk. von 1529 IL 18. (BezAColmar: AdelsA E).



Sptingett. 125

201. Esther, Schwester der Vorigen 1542 (AdelsA El). Schon löäO be-
gegnet sie uns als Ehefrau des Hans von Utenheim zu Ramstein (StABasel:
Fertigungsbach), 1555 V. 6. als dessen Witwe (BeschreibbUchlein). Tot 1561
X. 2. (Urteilsbuch). Sie hinterliess zwei Töchter: Rosa, die Ehefrau Beat Morands
von Andlau, und Jacobe, die Ehefrau Beat Ludwigs von Ramstein, sowie einen
damals noch unverheirateten Sohn namens Christoph (ib.).

202. Ursula, Schwester der Vorigen, Witwe des Sebastian Truchsess von
Rheinfelden, bischöflichen Hofmeisters 1513 (StABasel: bist. Grundbuch: Freie-
strasse 113). Letzte Nennung 1525, da sie das Basler Bürgerrecht annimmt
(öffhungsbuch VII).

203. Cordula, Klosterfrau zu Andlau 1529 L 28. (M. d. bad. bist. Kom-
mission 1909: Freiherrl. V. Andlau A.). Dürfte ebenfalls eine Schwester der Vor-
genannten gewesen sein ; der Name Cordula kehrt wieder bei einer Tochter des
oben erwähnten Hans Puliant, die in diesem Falle dieser älteren Cordula
Nichte wäre.

204. Snsanna, Gemahlin in erster Ehe von Adelbert Truchsess von Rhein-
felden, des oben genannten Sebastians Bruder ir)23 I. 7. (Mei*z im Sisgauer
Bui^enbuch III). Wohl schon dessen Witwe 1524, da ihr der bekannte Humanist
nnd Refoimator Eberlin von GUntzburg, damals als Franziskaneimönch in Rhein-
felden wirkend, seine Schrift: „Eyn freundlichs zuschreyben an alle stendt
tentscher Nation, daryn sie vermanet werden, nit widerstandt ze thun den
geystlichen, so aus klostem oder pfaffenstandt gehen wollen" widmet. — In
zweiter Ehe war sie seit mindestens 1529 XII. 20. mit Ludwig von Reischach
verheiratet (StABasel: Himmelzunft 25). Tot 1538 V. 18. (ürteilsb. u. Beschreib-
bttchl.); laut ersterem waren ihre Kinder Johann Jakob Truchsess und dessen
Schwester Merga, die Ehefrau Othmai^ von Schönau; aus zweiter Ehe scheint
sie keine Kinder hinterlassen zu haben. Da sie (laut bist. Grdbuch.) im Besitze
derselben Liegenschaft in der Freienstrasse ist, die vorher Junker Jakob von
E. zugehört hatte, so dürfen wir sie als dessen Tochter und somit auch der
Vorgenannten Schwester ansehen.

205. Hans Ludwig, Kaspars sei. noch minoi*enner Sohn und Neffe der
Ursula, Witwe Sebastians Truchsess von Rheinfelden 1512—1515 (Wurstisen^in
den Analecta und im Armorial).

206. Peterman der Jüngere, da, wie wir gesehen haben, schon 1519
Peterman, Jakobs Sohn (198), als der Ältere bezeichnet wird; er dürfte am
ehesten ein Sohn Kaspars und somit Bruder des eben genannten Hans Ludwig
gewesen sein.

207. Merga ^relieta Amoldi de Andlowe, nunc uxor Matthiae Mttnch de
Löwenberg" 1518 VH. 10. (Herold 1905 p. 119 u. 120); sie soll in dritter Ehe
mit einem Rinach verheiratet gewesen sein (ib.). Auch sie durfte ein Kind
Kaspars gewesen sein.

208. Sigmund, Deutschordenskomtur erst zu Rufach (Wui*stisen im Ar-
morial ohne Datum) nnd dann zu Strassbui*g 1546 IV. 17. (BezAColmar: AdelsA



126 Eptlngeii.

E) und 1549 (BUB IX 276, 42), Sohn Petermans und der.Amalia vom Wiger
(Wurstisen).

209. Jakob, des Vorigen Bruder (Wurstisen und Bucelin), Herr zu Neu-
weiler 1543 (StASolothura: Ratsmanuale XXXV). Noch genannt 1557 Vn. 6.
und nebst seinem Oheim Htins Puliant und seinem Bruder Hermann mit dem
Marschalkenamte belehnt (bi ABasel : bestehende Lehen), dagegen wohl tot 1566
HI. 23., da er nicht mehr mitbelelint wird (ib.); er dürfte daher identisch sein
mit dem 156. IV. 4. zu Waldighofen verstorbenen Jakob von E. (Walter). —
Uxor: Thecla (auch Deela) von Rust, Tochter Theobalds und der Margaretha
Waldner von Freundstein (Bucelin), tot 1589 X. 14. (BezAColmar: Adels A E).
Siegel: Q lACOB • VO • EPTINGEN. 1544.

ürk. von 1557 VH. 6. (biABa.sel: best. L-).

210. Barbara, Schwester der Vorigen (Wurstisen). In erster Ehe ver-
mählt mit dem wohl noch 1550 verstorbenen — 1551 ist er tot — Valentin von
Luteinau, Henn zu Schöftland (Merz: Burgen d. Argau H p. 388/89: Stamm-
tafel von Lutemau), in zweiter Ehe mit Burkhard Haller von Courtelary (AlUlinen),
und endlich in dritter Ehe seit 1572 mit Gabriel von Diesbach, Henn zu Mett
und Oberst in kgl. französischen Kriegsdiensten (Wurstisen u. Familienchronik
von Diesbach); noch 1585 ist sie im Leben (Familienchr. von D.).

211. Hermann, Bruder der Vorigen (Wurstisen). Erste Nennung 1549
IV. 18. ( Adels A El). Hat nebst Hans Jakob Vay an Nikiaus Rotgeb einen
Totschlag begangen 1555 VI. 25. (ib.) und wird deshalb auf dem inneren. Spalentor
getttrmt 1555 VIL 11. (ib.). 1557 VII. 6. nebst Oheim und Bruder mit dem Mar-
schalkenamte belehnt (biABasel, best Lehen), letzte Nennung 1566 IH. 23. (ib.).
1567 bei Ursprin in Ungarn gegen die Türken gefallen (Wurstisen).

Siegel : O S • HERMAN • VON • EPTINGEN.

Urk. von 1566 HL 26. (biABasel: best. L.).

212. Ursula, Tochter Petermans und der Amalia vom Wiger (Bucelin),
Witwe des Hans von Andlau sei., gewesenen österreichischen Rats 1595 (M. bad.
bist. K. 1905: Archiv von Andlau). •

213. Thüring, Bruder Puliants 1549 (St ASolothum : Ratsmanuale XLVII).

214. (Hans) Puliant, Thttrings Bruder 1549 (StASolothum : Ratsmanuale
XL VE). Wohl derselbe 1560 Stubenmeister der adeligen Trinkstube „zum Seufzen**
(Heusler : Basler Veifassungsgeschichte p. 258), zu Hagental gesessen 1561 JH*
22. (Urteilsbuch). Wir dürfen die Beiden wohl als weitere Geschwister der zu-
letzt genannten ansehen.

215. Susanna, Tochter Hans Puliants und der Anna von Ramstein
(Wurstisen), gestorben 82 jährig in Basel 1622 1. 14. und daselbst zu St. Martin
bestattet I. 18. (Leichenpredigt: EiA G X 2 Nr. 35); Witwe Sigmunds von
Andlau (ib.).

216. Esther, der Vorigen Schwester, Ehefrau Hans Georg Reichs von
Reichenstein zu Inzlingen (Wurstisen), kop. 1579 XL 9. (ZGOR XXVI p. 374);



KpÜngen. \ .127

Witwe und Mutter Hans Tbttring Reichs, Hitbesitzerin des Hofes zu SchOneih
buch 1589 Xr. 10. (StASolotbum : Urkundenreg.). Gestorben 1607 IX. 15. (StdtA
Rheinfelden: Totenregister).

217. Claranna, der Vorigen Schwester (Wurstisen). Kop. 1559 XI. 20.
mit Adam von HohenfUrst (Oberbad. Geschlechterbuch); ihr Gemahl noch im
Leben 1576 (ib.). Witwe, Mitbesitzerin des Hofes zu Schönenbuch 1595 XL 21.
(StASolotbum: Urkreg.). Gest. in Basel und daselbst zu St. Martin bestattet
1597 IV. 12. (Sterbebuch St. Martin).

218. Judith, Schwester der Vorigen (Wurstisen). Kop. 1556 X. 12. mit
Hannibal von Bärenfels (geb. 1535 VII. 6., gest. 1601 I. 29.); als Mutter genannt
bis 1575 V. 29., gest. 1587 UI. 17. (Merz im Sisgauer Burgenbuch I p. 7i^;73,
Stammtafel von Bärenfels).

219. GStzheinrich, Bruder der Vorigen; 1549 VIII. 15. (BezAColmar:
AdelsA E), unverheiratet als Fähnrich in kaiserlichen Diensten gefallen in der
Schlacht bei Renty 1564 VIH. 17. (Wurstisen).

220. Peterroan Schnabel, Bruder der Vorigen (Wurstisen). Erste Nen-
nung 1551 (BezAColmar: AdelsA E); wird durch den Bischof 1566 III. 23. mit
dem Marschalkenamte belehnt (bi ABasel: best. Lehen) und 1568 X. 2. durch den
Kaiser — als Ersatz für das verloren gegangene Pratteln -- mit dem halben
Dorfe Waldighofen und Grenzingen (BezAColmar C 25). Herr zu Hagental 1578
(StASolotbum : Urkreg.). Wird durch Kaiser Rudolf 11. mit Waldighofen, Bloch-
mont, Bisel, Dammerkirch, Burgweiler, Othmarsheim und Gütern zu Thann be-
lehnt 1597 Xn. 18. (Fues), sowie 1609 XI. 22. durch Bargermeister und Rat von
Basel mit dem Eptingerhofe zu St. Martin (LehenA D 123), endlich 1610 11. 3.
durch den Bischof von Basel mit dem Marschalkenamte, Neuweiler und Oberdorf
nebst allen dazu gehörigen Rechten inklusive Blutgerichtsbarkeit (AdelsA El).
Letzte Erwähnung 1615 IX. 30. (ib.). Gestorben 1618 XI. (BezAColmar: AdelsA
E). — üxor: Beatrix von Schönau (Wui-stisen).

Siegel: Q PETERMA • SCHNABEL • V • EPT.
ürk. von 1609 XI. 22. (LehenA D 123).

221. (Jakob) Christoph, Bruder der Vorigen, 1566 m. 23. mit dem
Marschalkenamte belehnt (biABasel: best L.); unvertieiratet zu Waldighofen
gestorben 1573 n. 13. (Wurstisen und Walter in Alsatia superior sepulta).

222. Cordula, Schwester der Vorigen und unverheiratet geblieben
(Wurstisen). 1578 I. 8. bittet sie um das Basler Bürgerrecht (AdelsA E 1).
Letzte Nennung 1610 HI. 8. (StASolotbum: Urkreg.).

233w Hans Ludwig, unverheiratet gebliebener Sohn des Matthäus und
der Katharina Offenburg, noch minorenn 1537 (ürteilsb. und Wurstisen). Letzte
Nennung 1553 m. 5. (biABasel: best. L.).

224. Maria (Mergeli), des Vorigen Schwester, noch minorenn 1537 (Ur*
teUsb.). Unverheiratet noch 1541 ü. 15. (ÜB des Rats VIH foL 126). Lorenzen
von Heidegg sei., des Rats zu Solothum hinterlassene Witwe 1555 L 6. (StA



I2d kptbgett.

Solotbuin: ürkreg). In zweiter Ehe vermählt mit Benedict Heinrich von Stein-
brück 1564 II. 5. (StABasel: städt. Urk. 3199); es ist dies ihre letzte Erwähnung.

225. Martha, der Vorigen Schwester, noch minorenn* 1537 (Urteilsbucii).
Ehefrau des Wilhelm Barotins von Neuenbarg, I. V. Dr. und Vogt zu St. ürsitz
1554 m. 5. (Wui^stisen und AdelsA E 1). Letzte Erwähnung 156§^VI. &; auch
ihr Ehemann ist noch im Leben (BezAColmar: AdelsA B).

226. Matthäus, Sohn Jakobs. Erste Nennung 1551 (BezAColmar: AdelsA
E) ; wird nebst seinen Brüdern mit dem Marschalkenamte belehnt 1566 III. 28.
(biABasel: best. L.). Noch im Leben 1569, tot 1577 XII. 9. (ib.).

227. Wolf Wilhelm, Sohn Jakobs und derDeela von Rust (Wurstisen).
Erste Nennung 1551 (BezAColmar : AdelsA E) ; wird 1566 in. 23. nebst seinen
BrUdem mit dem Marschalkenamte belehnt (biABasel : best L.). Zu Altkirch ge-
sessen 1592 VI. 25. (AdelsA E 1). Wird nebst seinem Vetter Peterman Schnabel
von E. durch Kaiser Rudolf II. mit Waldighofen, Bloclunont, Bisel etc. belehnt
1597 Xn. 18. (Fues). Herr zu Neuweiler 1606 IX. 27. (AdelsA E 1), zu Hagental
1617 n. 4. (StABasel: Holzakten C 4). Ist von 1589 bis zu seinem Tode mit seinen
Untertanen von Neuweiler, deren sich der Bischof angenommen hat, im Streit6|
während dessen Verlauf das Dorf 1618 durch Osterreichische Soldaten — 400
Musketiere und Reiter — an die er sich um Hilfe gewandt hatte, zerstSrt Wird;
als er sich aber später wieder mehr dem Bischof nähert, wird er auf einer
Reise von seiner Residenz Altkirch an den bischoflichen Hof 1G20 aufgehoben
und nach Ensisheim in Gewahrsam gebracht (biABasel: best L.). Letzte Nen-
nung zu Altkirch 1625 IV. 20. (biABasel: best L.), gest. 1627 HI. 13. (BezA
Colmar : AdelsA E). — Uxor (I ?) : Barbara von Rust (Wurstisen). üxör (IE),
kop. 1589 X. 14. (BezAColmar: AdelsA E): Chrischona Degelin von Wangen,
Tochter Johann Oeorgs nnd der Rosa von Roggenbach (Bucelin und Original-
ahnentafel im bist. Museum zu Basel); sie lebt noch 1628 und ist tot 1641 V. 15.
(BezAColmar: AdelsA E).

228. Diepold, Bruder des Vorigen, erste Nennung 1551 (BezAColmar:
AdelsA E) ; wird 1566 III. 23. nebst andern Eptingem mit dem Marschalkenamte
belehnt (biABasel : best. L.). Noch im Leben 1579 XIL 4. (M. d. bad. bist. E.
1909: Archiv von Andlau).

229. A m a 1 i e , Schwester der Vorigen, Ehefrau Pauls von Rust (Wurstisen).
Einzige datierte Erwähnung 1579 XH. 4. (M. d. bad. bist E. 1909: Archiv von
Andlau); doch wird sie hier nicht als verheiratet erwähnt, möglicherweise be-
mht daher Wurstisens Notiz, ti*otzdem er Zeitgenosse ist, auf einem Irrtum.

230. Margaretha, Schwester der Vorigen, noch minorenn 1579 XII. 4«
(M. d. bad. bist K. 1909: Archiv von Andlau). 1581 XH. 27. Eheabrede mi
Hans Berchtold von Reinach zu Heidweiler (ib.). Witwe 1609 (ib.). Gestorben
1625 V. 27. (ib.).

231. Hans Puliant, Sohn Peterman Schnabels und der Beatrix von
Schönau (Wurstisen). Erste datierte Erwähnung 1608 XII. 13. (LebenÄ D). Letste






Kptingea 129

Nennimg 1625 IV. 16., da er nebst seinen BrOderu und seinem Vetter Wolf Wil-
helm dnrch den Bischof mit dem Marschalkenamte belehnt wird (biABasel:
best. L.); gestorben 1628 XII. 20. (BezAColmar: AdelsA E). üxor: Margaretha
von Pforr 1623 XI. 11. (ib.); sie ist noch im Leben 1033 I. 13. (ib.).

232. Christoph, Bruder des Vorigen, nur von Wurstisen erwähnt.

233. O Ottfried, Sohn Petermann Schnabels, wird im Namen seines Vaters
dnrch BQrgermeister und Rat von Basel mit dem Eptingerhofe zu St. Martin
belehnt 1609 XL 22. (BUB XI p. 15). Von denselben mit Oberhagental belehnt
1629 Vni. 8. (LehenA 132). Auch Heir zu Niederhagental und Oberdorf, sowie
Bannherr zu Waldighofen und Grenzingen (StdtAMUlhausen : Fonds Scey-Ferette ;
ohne Datum). Ohne Hinterlassung von Lehenserben verstorben 1639 IL 13. (AdelsA
E 1); sein Lehensnachfolger ist Wolf Wilhelms von E. Sohn Hermann (ib.).
üxor (I?): Richardis von Flachslanden, Tochter Martins 1613 XI. 11.— 1623
XI. 1 1 . (BezAColmar : AdelsA E). Höchst wahrscheinlich seine Witwe und dem-
nach zweite Ehefrau ist Maria Elisabeth Wetzel von Marsilien, Schwester der
Anna Chrischona von Hallwil, geb. W. v. M., genannt 1653 IX. 12. (BezA
Colmar: AdelsA E) und 16.^4 III. 10. (StABasel: Missiven).

234. Matthäus Schnabel, Bruder der Vorigen (Wui'stisen). Zu Nieder-
hagental gesessen 1611 VII. 24. (StABasel: Holzakten C 4). 1618 X. 18. als
Hauptmann bezeichnet (AdelsA E 1), 1625 X. 19. als Rittmeister (Holzakten);
tot 1640 IX. 15. (BezAColmar: AdelsA E). - üxor: Beatrix Blarer von Warten-
see 1623 VIL 24. (biABasel: best. L.) bis 1643 IL 10. (BezAColmar: AdelsA E),
Tochter Wolfgang Dietrichs und der Barbara von Lichtenfels (Oberbad. Ge-
schlechterbuch : Blarer).

235. Hans Adam, Sohn Wolf Wilhelms. Genannt 1614 IV. 3. (BezAColmar:
AdelsA E) bis 1618 HL. 16. (Holzakten C 4), tot 1623 VIL 24. (biABasel: best. L.).

236. Hans Georg, des Vorigen Bruder 1614 IV. 3. (BezAColmar: AdelsA
E). Stand unter dem Kommando Matthäus Schnabels von E. ; in Bayern gefallen
und tot 1623 VIL 8. (biABasel : best. Lehen).

237. Hermann, Sohn Wolf Wilhelms, erste Nennung 1614 IV. 3. (BezA
Colmar: AdelsA E); wird 1622 XI. 14 namens seines noch lebenden Vaters mit
dem Marschalkenamte belehnt (biABasel: best. L.). Vetter und Erbe des ohne
Hinterlassung von Lehenserben verstorbenen Gottfried 1639 n. 13. (AdelsA E 1).
Markgraf Friedrich von Baden bescheinigt ihm, dass er um Renovation seiner
Lehen eingekommen sei 1639 ^^I. 6. (ib.). Herr zu Neuweiler, Nieder- und Ober-
hagental und Oberdorf, wird durch den Bischof mit dem Hofe zu St. Martin
belehnt 1641 VI. 16. (BUB XI p. 15); er und sein Söhnlein Wolf Puliant sind
zur Zeit die einzigen Mannlehenserben des Geschlechts (ib.). Lebt und zu Ober-
hagental gesessen 1649 X. 9. (AdelsA E 1). Tot 1655 1. 27. (BezAColmar: AdelsA
E), als seit Ober 40 Jahren tot bezeichnet 1695 (AdelsA E 1). — Uxor I: Cleofe
Truchsess von Rheinfelden 1627 VII. 9. (BezAColmar: AdelsA E) und 1630 11. 15.
(biABasel : best L.), tot 1641 IX. 25. (BezAColmar) ; Tochter Johann Christophs
und der Martha Zttnd von Kenzingen (Bucelin und Ahnentafel des bist Museums

OMMlof . BM4b«eh lU. 9



130 Eptingen.

ZU Basel), üxor II: Katharina von E^tingen, genanrft 1655 VI, 17.— 1666 XII. 7.
(biABasel : best. L. und StABasel : AdelsA R 4 ')• Gestorben 1695 (Nedopil :
Deutsche Adelsproben aus d. Deutschord. CentralA Nr. 1524). Von den zehn
Kindern Hermanns stammen aus erster Ehe drei Töchter und aus zweiter Ehe
im ganzen sieben Kinder 1656 X. 31. (BezAColmar: AdelsA E).
Siegel: Q HERMAN • VON • EPTINQEN • 1623.
(Abguss der Basler Siegelsammlung).

238. Eva, Tochter Wolf Wilhelms sei. und Ehefrau Christoph Zttnds yoii
Kenzingen 1628 IV. 6., dessen Witwe 1641 V. 15. (BezAColmar: AdelsA E); sie
ist noch im Leben 1656 IX. 20. (ib.). In zweiter Ehe war sie wiedervennkhlt
mit Hans Jakob von Flachslanden (Mitteilg. des Freiherm 0. v. Stotzingen zu
Meischenstorf).

239. Jakob Christoph, Sohn Wolf Wilhelms; einzige Nennung 1614
IV. 3. (BezAColmar: AdelsA E).

240. Katharina, zweite Ehefrau Hermanns (237), Tochter Hai;8 Puliants
von E. (231) und der Margaretha von Pforr (Oberbad. Geschlechterbuch I: von
Eptingen). Sie war allerdings mit ihrem Manne im vierten Grade verwandt, was
aber durchaus keine Schwierigkeiten macht. Ein Ehedispens ist nicht mehr
vorhanden, muss aber natürlich seinerzeit ausgefertigt worden sein. Sie wird
genannt von 1655 VI. 17.— 1666 XÜ. 7. und ist gestorben 1695 (die Beleg-
stellen siehe bei Hermann).

241. Anna Barbara, gest. zu Waldighofen 1678 X. 8. (Walter: Alsatia
sup. sepulta). Wohl ebenfalls Tochter Hans Puliants, da wir wissen, dass Ka-
tharina verschiedene Schwestern hatte (AdelsA R 4 ').

242. Maria Franziska, Äbtissin zu Olsberg 1674 IX. 12. (Gauss im
Sisgauer Burgenb. II: Liestal, p. 253). Dieselbe geb. 1634, Äbtissin seit 1670

VII. 8., gest. 1707 IV. 27. (Helvetia sacra). Sie dürfte eine Schwester der
Vorigen gewesen sein.

243. Maria Anna, unverheiratet geblieben und als Patin genannt bei
einem Kinde der Ehe Reich v. Reichenstein - v. Eptingen in Inzlingen 1G70 vTaufb.
Inzlingen) ; sie ist daher wohl ebenfalls eine Schwester der Vorigen.

244. Maria Beatrix, Äbtissin zu Andlau seit 1656, gest. 1666 (SchSpflin:
Alsatia ill. II p. 687). Sie ist wohl Tochter Matthäus Schnabels von E.

245. Maria Chrischona, Tochter erster Ehe Hermanns, kop. 1644

VIII. 20. mit Franz Christoph von Ulm zu WeUenberg (M. d. bad. bist K. 1909:
Archiv von Andlau); dessen Witwe 1649 IL 14. (ib.).

246 u. 247. Zwei weitere Töchter aus Hermanns erster Ehe, 1656 X. 31«
noch im Leben (BezAColmar: AdelsA E), 1666 XII. 7. aber tot (StABasel:
AdelsA RA*).

248. Eine Tochter zweiter Ehe desselben 1656 X. 31. (BezAColmar:
AdelsA E), ebenfalls schon tot 1666 XII. 7 (StABasel: AdelsA R 4<).

249. Franz Beat, noch minorenner Sohn Hermanns aus dessen zweiter
Ehe; einzige Nennung 1639 VII. 5. (BezAColmar: AdelsA E), offenbar schon
tot 1641 VI. IG. (BUB XI p. 15). i



Eptingen. 131

250. Wolf Puliant (BiliaDd) Britzgias, Hermanns Sohn, noch
minorenn nnd neben seinem Vater der einzige männliche Eptinger 1641 VI. 16.
(BUB XI p. 15); majorenn 1659 I. 3. (biABasel: best. L.). Verpfändet nebst
seinem Bruder Hans Heinrich den Eptingerhof zu St. Martin, den sie von BQrger-
meister und Rat von Basel zu Lehen tragen, um 1000 fl. an das Spital zu Basel
1664 XI. 12. (LehenA 135). Erhält in der Teilung des väterlichen Erbes 1666
Xn. 7. Oberhagental (StAßasel: AdelsA B 4'). Gestorben 1700 VI. 26. (BiA
Basel : best. L.). Er wohl dürfte der Ehegatte der Anna Esther von E. geborenen
von Wessenberg gewesen sein, die 1668 IX. 9. neben ihrem Schwager Hans
Heinrich von E. als Pate des Neffen Job. Jakob Franz Heinrich Reich von
Keichenstein genannt wird (StABasel : AdelsA R 4 ').

Siegel: Q S • WOLF • BIL • VON • EPTINGEN. 1621.

Urk. von 1664 XL 12. (StABasel: LehenA 135; offenbar das von ihm
weitergeführte Siegel Wolf Wilhelms).

251. Hans Heinrich (Franz), Bruder Wolf Puliants, mit dem zusammen
er den Eptingerhof zu St. Martin an das Spital zu Basel verpfändet 1664 XI. 12.
(LehenA 135). 1641 VI. 16. noch nicht geboren (BUB XI p. 15). Erste Nennung
(noch minorenn) 1659 L 3. (biABasel: best. L.). Erhält in der Teilung des
väterlichen Erbes 1666 XII. 7. Neuweiler (AdelsA R 4'). Gest. 1693 VI. 16.
(Eirchenb. Oberwil). Schloss Neuweiler ist nebst dem darin befindlichen Archive
1694 verbrannt (AReutner v. Weil, laut frenndlicher Mitteilung des Freihenn
0. V. Stotzingen zu Meischenstorf, dem ich auch alle Übrigen Regesten aus dem
Seutnerschen Archive verdanke). — Uxor: Anastasia von Reinach 1677 IX. 3.
(Archiv von Reinach in Hirtzbach); dieselbe gest. 1715 III. 15. (Kirchenb. Ober-
wil). Sie war Tochter Johann Jakobs von Reinach zu Heidweiler und der Rosa
von Reinach-Lumschweiler (Nedopil 1518 u. 5021), sowie Grosstochter väter-
licherseits Hans Bertholds von Reinach und der Margaretha von Eptingen (230),
und somit mit ihrem Manne im dritten Grade verwandt; ein Ehedispens ist
aber nicht mehr vorhanden.

252. Hans Peter (Anton), Bruder der Vorigen und mit denselben zu-
sammen genannt 1659 L 3. (biABasel: best. L.) und 1G66 XH. 7. (AdelsA R 4 <);
noch minorenn, erhält in der Teilung des väterlichen Erbes Niederhagental (ib.).
Tot 1696 V. 21. (biABasel: best. L.). — Wohl seine Witwe ist Maria Clara
von Bodman, verwitwete von Eptingen, nun Ehefrau Franz Joseph Georg
Christophs von Ulm zu Erbach, Herrn zu Marbach und Wangen 1721 XH. 26.
(StdtAMUIhausen : Fonds Scey-Ferrette).

253. (Johann) Franz Hermann, Bruder der Vorigen und mit denselben
zusammen genannt 1659 I. 3. bis 1666 XII. 7.; noch minorenn, erhält in der
Teilung des väteriichen Erbes Oberdorf (AdelsA R 4 '). Gestorben 1719 XH. 28.
(biABasel: best. L.). Ehegatte der Anna Margaretha von Flachslanden, Tochter
Christoph Hannibals zu DUrmenach und der Maria Anastasia v. Reinach (Ar-
chiv Rentner v. Weil). 1704 XU. 6. (StABasel: LehenA D) bis 1724 IH. 20., tot
1746 IX. 27. (AReutner v. Weil).



132 Bptingen.

254. Margaretha, Schwester der Vorigen. Einzige Ein^äbnung 1666X11.
7. (AdelsA R 4 •).

255. Anna Barbara, Schwester der Torigen, erste Nennung 1666X11. 7.
(AdelsA R 4 *); schon 1668 IX. 9. Ehefrau von Johann Rudolf Reich von Reichen-
stein zu Inzlingen (geb. 1646 I. 9., gest 1707 XI. 10.), gestorben zu Obertrau-
bach 1721 IX. 28. (AdelsA R 4«).

256. Hermann, erste Nennung 1704 I. 31. (bi ABasel: best L.); nebst
seinen Brttdein Konrad Anton und Peter durch Bürgermeister und Rat von Basel
mit Ober- und Niederhagental, Oberdorf und Neuweiler, sowie dem Eptingerhofe
zu StManin belehnt 1705 III. 14. (LehenA 136). Tot 1757 XI. 26. (Kirchenb.
Niederhagental).

257. Eonrad Anton (Schnabel), Bruder des Vorigen (LehenA 136),
Sohn Franz Heinrichs und der Anastasia von Reinach (St ABasel: LehenA D).
Geb. 1677 IX. 3., kop. 1707 VI. 13. mit Johanna Katharina Jakobea von Ram-
schwag (Ahnentafel von E. im Besitze von Reg.-Rat R. von Reding in Schwyz),
Tochter Franz Ferdinands und der Maria Victoria von Remchingen (Oberbad.
Geschlechterbuch: Ramschwag). Nebst seinen Briidem mit Ober- und Nieder-
hagental, Oberdorf und Neuweiler, sowie dem Hofe zu St. Martin in Basel be-
lehnt 1705 m. 14. (LehenA D 136); ebenhier als Fmhen* und Herr zu Neu-
weiler bezeichnet. — Gestorben 1757 V. 6. (Kirchenb. Oberwil), seine Ehefrau
(geb. 1687 II. 19.) 1761 L 21. (ib.).

258. Peter, Bruder der Vorigen und mit ihnen zusammen genannt 17D4
Xn. 6. bis 1705 HI. 14. (LehenA D).

259. Hans Peter zu Niederhagental, Sohn Peters sei. — d. h. Hans
Peter Antons (252) — genannt seit 1704 XII. 6. (LehenA D). Gestorben 75 jährig
zu Niederhagental 1754 n. 3. (bi ABasel: best. L.). *

260. Joseph (Konrad) Anton zu Waldighofen, Bruder Franz Hermanns
und Jakob Christophs. Mit dem Eptingerhofe zu St. Martin in Basel belehnt
1752 IV. 5. (BUB XI p. 15). Er verkauft nebst seinen im narchfolgenden ge-
nannten Geschwistern den von ihrer Mutter ererbten Besitz zu DUrmenach an
Joseph Anton Rentner von Weil und dessen Ehefrau Maria Victoria v. Eptingen
1747 n. 13. (Archiv Rentner v. Weil).

Siegel: O (oh^ß Legende).

Brief von 1763 Vffl. 30. (biABasel: best. L.).

261. Franz Hermann, Sohn Hermanns sei. und der Mai*garetha von
Flachslanden (253) 1725 X. 15. (biABasel : best L.), sowie Bruder von Christoph
sei. zu Oberhagen tal und von Joseph Anton sei. zu Waldighofen 1766 IV. 25.
(LehenA D). 1752 IV. 5. mit dem Eptingerhofe zu St. !&Iartin mitbelehnt (BUB
XI p. 15). Gestorben 65 jährig 1767 V. 8. zu Niederhagental (Kirchenb. Nieder^
hagental). — Uxor (kop. 1757 XL 26.) : Maria Theresa Reich von Reichenstein
zu Biedertal, Tochter Ludwigs und der Elisabeth von Andlau sei. (Kirchenb.
Niederhagental); sie starb 1773 IV. 20. (ib.). Kinderlos.



Eptingen. \ 133

Siegel: O S • FRANTZ HERMAN • VON • EPTINGEN.
ürk. von 1757 XII. 2. (biABasel: best. L.).

262. Jakob Christoph zu Oberhagental, Bruder der beiden Vorigen 1752
IV. 5. (BÜB XI p. 15). Ei-ste Nennung 1725 X. 15. (bUBasel: best. L.) Ge-
storben 58 jährig 1762 XI. 13. (Kirchenb. Xiederhagental). - üxor: Henrietta
Elisabeth Reich von Platz 1743 VI. 18. (Walter) bis 1758 I. 28. (ib.).

263. Maria Anna, Ehefrau des Joseph Leontius Tschudi von Wasser-
stelz (1683—1755), Tochter Franz Hermanns sei. und der Anna Margaretha v.
Flachslanden sei. 1747 ü. 13. (Archiv Rentner v. Weil). Sie wird schon 1737
als Mutter genannt (vgl. Merz in Burgen d. Argau II p. 556: Wasserstelz).

264. Anastasia, Ehefrau Edmunds v. Dillon zu Oberdorf, Schwester der
Vorigen 1747 II. 13. (Archiv Rentner v. Weil).

265. Maria Katharina, verwitwete d' Altermatt, ebenfalls Schwester
der Vorigen 1747 II. 13. (Archiv Rentner v.Weil).

266. (Konrad Heinrich) Anton, Sohn Konrad Antons und der Katharina
von Ramsch wag, geb. 17(»9 II. 22. (Kirchenb. Oberwil). Freiherr, erst Offizier im
Regiment von Rosen in herzogl. wUrtembergischen Kriegsdiensten (Holzhalb),
dann Major im Regiment Royal-AUemand in kgl. französischen Kriegsdiensten
(Kirchenb. Niederhagental), 1779 St. Ludmgs-Ritter und „Obrister der Reuterei**
(BüB XI p. 309), endlich 17a5 Oberst („Tribunus") in kgl. polnischen Kriegs-
diensten (Kirchenb. Niederhagental). ^litherr zu Hagental, sowie Mitverkäufer
des Eptingerhofes zu St. Martin an Bürgermeister und Rat von Basel 1779 YII.
25. (BÜB XI p. 309). Unverehelicht gestorben 1787 V. 20. (Kirchenb. Nieder-
hagental).

Si^el: O (ohne Legende).

ürk. von 1776 HI. 28. (biABasel: best. L.).

267. Franz Josef Peter, Bruder des Vorigen, geb. 1710 VII. 26. (Kir-
chenb. Niederhagental). Freiherr, gleich seinem eben genannten Bruder erst
Offizier im Regiment von Rosen (Holzhalb), 1763 St Ludwigs-Ritter und „Obrister
so Pferd'' in kgl. französischen Kriegsdiensten (StdtAMfilhausen : Fonds Scey-
Ferrette). 1779 VII. 25. ebenfalls Mitverkäufer des Hofes zu St. Martin in Basel
(BÜB XI p. 309). Er starb 1786 IV. 11. (Kirchenb. OberwU). — üxor I (kop.
1749 VII. 22.): Franziska Thei*esa von Andlau, Tochter von Franz Ignaz, Erb-
ritter und Herr zu Kingersheim, und der Maria Eleonore Franziska von Reinäch-
Werth (ib.); sie starb 31 jährig mit Hinterlassung von vier Kindern 1756 IV.
17. (ib.). üxor II (kop. 1777 XL 21.): Anna Maria Margaretha Friederike An-
Umia Barbara von Sury, geb. 1736 XII. 4., gest. 1815 IX. 10., Witwe von
Friedrich Joseph Gibelin und Tochter Johann Georg Antons von Sury, Land-
Togts zu GSsgen sowie des Rats zu Solothum, und der Maria Ursula Setüer
(Kirchenb. Oberwil und FamilienA v. Sury in Solothum).

Siegel: Q (ohne Legende).

üric. von 1768 IV. 8. (LehenA D).



134 EptiDges.

268. Maria Josepha Elisabeth Rosa Catharina, Schwester der
Vorigen, geb. 1712 I. 23., kop. 1735 IV. 16. mit Kasimir Peter Fi-anz Haroan,
Freiherm von Reinack zu Hirtzbach (geb. 1710 1. 31., gest. 1776 I. 4.), „Chevalier
d'honnear et d'ep^e au conseil souverain d'Alsace^, Sohn von Joseph Franz und
Maria Anna von Sickingen (Holzhalb, der aber iiTtUmlicherweise 1714 statt 1712
als Geburtsjahr angibt, und Archiv von Reinach zu Hirtzbach). Gestorben
81 jährig 1793 Xu. 22. (Grabschrift zu StMorand bei Altkirch).

269. Karl Joseph Ludwig, Bruder der Vorigen, geb. 1713 VI. 21.
(Kirchenb. Oberwil). Freiherr, Deutschordensritter der Bailei Franken, Komtur
zu Kloppenheim, Mainz und Blumental (seit 1783), Obei*st im Infanterie-Regiment
von Kroneck und Kommandant der bischöfl. aichstädt. Husarenleibgarde; war im
April 1759 in preussische Kriegsgefangenschaft geraten und verliess 1763 als
Generalfeldmarschall-Leutnant die Kriegsdienste (Holzhalb und Streichele: Das
Bistum Augsburg II p. 199). Letzte Erwähnung 1792 XII. 8. (AdelsA E 1).
Gestorben zu Blumental (laut seinem in der dortigen Schlosskapelle befindlichen
Grabmale) 1794 XI. VX 1779 VIL 25. Mitverkäufer des Eptingerhofes zu
St. Martin an Bürgermeister und Rat von Basel (BUB XI p. 309).

Siegel: O (^^^® liegende).

ürk. von 1777 VI. 24. (LehenA D).

270. Johann Baptist Ferdinand (Sebastian), Bruder der Vorigen,
geb. 1714 XII. 10. (Kirchenb. Oberwil). Freiherr, Deutschordensritter der Bailei
Elsass und Burgund, Komtur zu Ruf ach, Strassburg, Kaisersberg, Hitzkircb
(seit 1758) und Beuggen (seit 1765), sowie Geheimer Rat, Statthalter zu Mergent-
heim; femer schon seit 1753 auch bischöfl. augsburgischer Geheimer Rat und
Hofmarschall. Daneben Offizier in kgl. polnischen und kurfürstlich-sächsischen
Kriegsdiensten, sowie Adjutant des Generals Ftti*sten Lubomirsky; weiter 1746
Major, 1758 Oberst und Kommandant des bischöfl. Baseischen Infanterieregiments
in kgl. französischen Kriegsdiensten, 1762 Brigadier und endlich 1770 ^Feld-
marschall^, d. h. marechal-de-camp (Holzhalb). Gestorben 1783 V. 28. (ib.). 1779
Vn. 25. ebenfalls unter den Verkäufern des Eptingerhofes zu St. Martin an
Bürgermeister und Rat von Basel (BUB XI p. 3ü9).

Siegel: Q (ohne Legende).

ürk. von 1779 VII. 26. (LehenA D).

271. Maria Anna Anastasia, Schwester der Vorigen, geb. 1716 VI. 7.,
Stiftsdame und seit 1763 IX. 27. Äbtissin zu Schännis (Kirchenb. Oberwil).
Gestorben 1796 III. 15. (Helvetia Sacra).

272. (Konrad Sebastian) Philipp, Bruder der Vorigen, geb. 1718
n. 5. (Kirchenb. Oberwil). Freiherr, 1779 VII. 25. Mitverkäufer des Hofes zu
St. Martin an Bürgermeister und Rat von Basel (BUB XI p. 309). Unverehelicht
gestorben 1784 V. 11. (ib.).

Siegel: Q (ohne Legende).

ürk, von 1768 IV, 3. (I^benA P),



Eptingen. 136

.273. Franz Xaver Christoph Ferdinand, Bruder der Vorigen, geb.
1719 V. 16. (Kirchenb. Oberwil); offenbar schon tot 1722 XU. 21. (ib.).

274. Maria Victoria Claudia, Schwester der Vorigen, geb. 1721 IL
13. (Kirchenb. Oberwil), gest. 179i II. 25. (A Reutner von Weil), kop. 1741 X.
23. mit Joseph Anton Reutner von Weil (geb. 1717 XI. 30., gest. 1795 V. 4.),
Oberst in kgl. französischen Itriegsdiensten (ib)., 1747 II. 13. kaufen sie von
den Erben Franz Hermanns von Eptingen seL Schloss und Dorf Dttrmenach und
verkaufen dasselbe wieder 1787 XI. 24. an ihren Bruder und Schwager, den
Deutschordenskomtur R. v. W. (ib.).

275. (Franz Xaver) Christoph Ferdinand, Brader der Vorigen,
geb. 1722 XII. 21. (Kirchenb. Oberwil). Freiherr, gewesener Hauptmann in
kaiserl. Kriegsdiensten, letzte Erwähnung 1779 VII. 26. beim Verkaufe des Hofes
zu St. Martin an Bargermeister und Rat von Basel (BUB XI p. 309). Scheint
anvermählt gestorben zu sein.

276. Sigmund Johann Baptist Wilhelm, Bruder der Vorigen, geb.
1726 V. 27. (Kirchenb. Oberwil); bald wieder gestorben.

277. (Maria Karolina Franziska) Katharina, Schwester der
Vorigen, geb. 1728 IX. 2. (Kirchenb. Oberwil), gestorben zu Waldighofen als
Witwe des Karl von Kelly 1787 VIII. 4. (Walter p. 52).

278. Franz, Sohn Jakob Christophs und der Henrietta Elisabeth Reich
von Platz, gestorben zu Dürmenach 1743 IL 11. (Walter p. 51).

279. Maria Anna Susanna, Schwester des Vorigen, ebenfalls zu Dtti*-
menach gest. 1743 VII. 38. (Walter).

280. Sidonia, Schwester der Vorigen, genannt seit 1752 V. 26., kop. 1757
III. 13. mit Jakob Ludwig Guinot de Souliguac aus dem Mailändischen, Haupt-
mann im Regiment de Trenel, St. Ludwigsritter, Witwer der Henrica de Val
(Kirchenb. Niederhagental) ; sie werden beide genannt bis 1759 IX. 15., nur die
Ehefrau noch 1763 IX. 8. (ib.).

281. Christoph, Bruder der Vorigen, Ehegatte der Gräfin Franziska
Piandanita, zusammen genannt 1765 VI. 24.-1776 XU. 27. (Kirchenb. Nieder-
hagental). Ist tot beim Verkaufe des Eptingerhofes 1779 VII. 25. (BUB XI p. 309).

282. (Joseph Peter Wilhelm) Franz Ignaz, Sohn Franz Joseph
Peters und der Franziska Theresa von Andlau-Kängersheim, geb. 1750 IX. 5.
(Kirchenb. Oberwil), Leutnant im Regiment v. Eptingen 1 776 (Kirchenb. Nieder-
hagental), später Kapitän im Regiment v. Schönau in kgl. französischen Kriegs-
diensten (StdtAMülhausen : Fonds Scey-Ferrette). Letzte sichere Nennung 1792
yn. 8. ( Adels A E l), möglicherweise aber auch noch im Leben 1802 VI, (Archiv
d. Visitation zu Solothurn). üxor (kop. 1783 X. 10.): Gräfin Maria Elisabeth
Johanna Fugger, geb. 1756 VII. 3. als Tochter des Grafen Johann Karl Eustach
zu Nomdorf und der Gräfin Maria Franziska von KhuenBelasi (Ahnentafel im
Besitze von Beg.-Rat v. Reding in Schwyz); sie lebt noch 1787 X. 6. (Kirchenb.
Niederhagental). Beide Ehegatten aber sind tot 1816 II. 22. (Kirchenb, Landser),
Siegel: O (Allianzsiegel v. Eptingen-Fugger, ohne Legende).

Ab^uss d^r Basier Sie^elsammlun^.



136 Eptingea.



283. Maria Anna Theresa, Schwester des Vorigren, geb. 1751 (StdtA
Mttlhausen : Fonds Scey-FeiTette und Oberbad. Geschlechterbucli sub voc. v. Pfirt),
kop. 1770 IIT. 9. mit Philipp Heinrich Anton Xaver Jakob Beat Joseph von
Pflrt (StdtAMUlhausen : Fonds Scey-Ferrette), wird dessen Witwe genannt 1804
m. 2. (ib.), lebt noch 1813 XII. 20. (ib.).

284. Maria Johanna (Susanna), Schwester der Vorigen, geb. 1752
VI. 25. (Kirchenb. Oberwil), Ehefrau eines von Reinach-Steinbrunn 1784 HL 9.
(StdtAMUlhausen: Fonds Scey-Ferrette).

285. Anna Henrica Antonia, Schwester der Vorigen, geb. 1753 VII. 13.
(Kirchenb. Oberwil). Gest. 1806 X. 31. (Kirchenb. Schlierbach). Kop. 1777 IX.
30. mit Finanz Sigismund Philipp Anton Joseph Placidus von Reinach-Ober-
steinbrunn, Major im Regiment y. Eptingen (ib.), Witwer der Gräfin Ludovica
Xaveria Tulliers v. Frohberg (Mitteilg. des Freiherm 0. v. Stotzingen).

286. Franz Joseph Melchior, Bruder der Vorigen, geb. 1756 IV. 15.,
gest. 1756 V. 1. (kirchenb. Oberwil).

287. Maximiliane, Tochter Christophs und der Gräfin Fi*anziska Pian-
danita, gestorben 21 jährig 1783 I. 22. (Kiixhenb. Niederhagen tal), Ehefrau des
Grafen Anton Joseph Fugger zu Kirchberg und Weissenhoni (geb. 1750 IIL 1.,
gest. 1790 n. 8.), kaiserl. Kämmerer, der sich 1784 VI. 20. wieder vermählte
mit der 1763 geborenen und erst 1835 vei-storbenen Gräfin Eufemia Fugger zu
Babenhausen (Walter p. 52 und freundliche Mitteilung des Fmherm 0. von
Stotzingen).

288. Margaretha, Schwester der Vorigen, als Kind gestorben 1773 V.
1. (Walter p. 52).

289. Franziska, Schwester der Vorigen, geb. 1765 VI. 24. (Kirchenb.
Niederhagental).

290. Maria Susanna, Schwester der Vorigen, geb. 1766 IX. 20. (Kir-
chenb. Niederhagental).'

291. Maria Josepha Katharina, Schwester der Vorigen, geb. 1767
und sofort wieder gestorben (Kirchenb. Niederhagental).

292. Christoph Johann Nepomuk Karl, Bruder der Vorigen, geb.
1770 I. 29. (Kirchenb. Niederhagental), tot 1779 Vn. 25., beim Verkaufe des
Eptingerhofes an Bürgermeister und Bat zu Basel (BUB XI p. 309).

293. Maria Anna Josepha, Schwester der Vorigen, geb. 1771 I. 1.
(Kirchenb. Niederhagental).

294. Maria Theresa Franziska, Schwester der Vorigen, geb. 1772
VIII. 21. (Kirchenb. Niederhagental).

295. Agatha, Schwester der Vorigen, geb. 1773 III. 1. und sofort wieder
gestorben (Kirchenb. Niederhagental).

296. Konrad Xaver, Bruder der Vorigen, geb. 1775 X. 17., gest. 1777
III. 16. (Kirchenb. Niederhagental).

297. Maria Magdalena, Schwester der Vorigen, geb. 1776 Xu. 27.
(Kirchenb. Niederhagental). ^



Eptlngen. 137



298. Karl Franz Wilhelm Anton Joseph, Sohn von Franz Ignaz
und Oräfin Maria Elisabeth Fagger, geb. 1785 I. 30. (Kirchen b. Niederhagental).

299. (Elisabeth) Eleonore Magdalena, Schwester des Vorigen,
geb. 1786 II. 1., gest. 1786 IL 3. (Kirchenb. Niederhagental).

300. Jakob Konrad Anton, Bruder der Vorigen, geb. 1786 XI. 4.
(Kirchenb. Niederhagental).

301. Josepha Susaiina Karolina, Schwester der Vorigen, geb. 1787
X. 6. (Kirchenb. Niederhagental), im Kloster zur Visitation in Solothurn erzogen
und kop. 1816 U. 22. zu Landser mit General Ludwig von Sonnenberg von
Luzem (geb. 1782 IV. 13., gest. 1850 III. 26.) und gestorben als Letzte des
G^chlechts 1854 VII. 8. (freundliche Mitteilung des Herrn Moritz v. Sonnenberg
in Luzem).

Nicht in die Stammtafel einzureihen sind folgende Eptinger:

1. Walther, Zeuge in einer Urkunde König Rudolfs für Aai-au 1283
in. 4. (ÜBAarau 14).

2. Adelheid, vom Papste als Äbtissin zu Othmarsheim bestätigt 1321
IV. 1. (Riezler: Vatikan. Akten).

3. Ott von E. genannt Morolf; 1330 (Wurstisen im Cod. diplomaticus
Brucknerianus, femer Schnitt und das Eptingensche Familienbuch, auf welches
überhaupt die ganze Notiz ursprünglich zurückgehen dürfte). Ei* führt hier auch
die gleiche Helmzier wie Heinrich von E. genannt Möri; wahi*scheinlich also
beruht sein Name auf einer Verwechslung mit diesem.

4. Chuenin dictus de E. 1338 X. 27. (Tr III 302).

5. Katharina, Meisterin der Schwestern in der Goldschmidin Haus
1360 IV. 13. (St. Clara 382).

6. Johannes, „capellanus altaris beatae virginis^ zu Zofingen, gestorben
1376 IIL 18. (Anniversar. Zofingen).

7. Ursula, Witwe des bei Sempach gefallenen Ritters Rudolf von Huna-
berg, Schwester einer Elisabeth von E. und ]^[utter von Rudolf und Agnes von
H. 1386 VII. 9. (Anniversar. Königsfelden, Kopie des 15. Jahrhunderts mit ver-
stümmeltem Anfang, indem offenbar die Worte „feria secunda posf" vor „Udal-
rici episcopi** weggefallen sind).

8. Elisabeth, der Vorigen Schwester, 1386 VII. 9. (Annivei-sar. Königs-
felden).

9. Peter, Bastard, Eigenmann Heimanus von E., Schürlitzhändler und
Bürger zu Freiburg 1443-1448 VI. 17. (Cartulaire I 720-29); er dürfte ein
illegitimer Sohn Petermans von Bisel gewesen sein.

10. Rein(b)old, Deutschordensritter und Zinsmeister („Trissler") der
Kommende Beuggen 1473 (Oberbad. Geschlechterb.).

11. Konrad, als Kirchherr zu Endingen genannt 1479—1487 (Oberbad.
Gleschlechterbuch).

12. Susanna, Äbtissin zu Andlau 1479 (Fues: Geschichte des Kantons
Hirsingen).



«



138 . EpUngea.

13. Andreas Hartmann, „utriasque juris licenciatus, reverendi in Christo
patris et domini, domini Alberti dei gratia episcopi Ai*gentinensis, comitis pala-
tini Rheni, dncis Bavarie Alsacieque lantgravii, in spiritnalibns vicariiis generalis^
1488 X. 31. (Pi-ediger 1106).

14. Cäcilia, Gemahlin Heinrich Lfltis des .lungeren von Schaffhausen
1488 XI. 8., dessen AVitwe und wiedervemiählt mit Hans Huber von Frauenfeld
1498 V. 28. und 1499 XI. 13. (ürk. reg. Schaffhausen II 3334, 3614, 3641); 1519
I. 28. wird sie Bürgerin zu Schaffhansen (ib. 4123). Noch im Leben 1524 XI.
23. (Rtteger). Sie könnte eventuell Tochter Antons (182) sein.

15. Johanna Maria, Ehefrau Hans Diepolds von Ostein, Vogts so
Birseck (genannt 1587-1651 III. 3.), und als Mutter erwähnt 1622-1648; sie
soll Tochter eines Johann Friedrich (?) und einer Anna Maria von Andlao ge-
wesen sein (Oberbad. Geschlechterb.). Wahrscheinlicher ist, dass sie Tochter
Gottfrieds von E. w^ar, indem Dieiiold von Ostein 1651 111.3. als Schwigersohn
eines vor einigen Jahren verstorbenen Eptingers bezeichnet wird (BezAColmar:
AdelsA E).

16. Magdalena IX. 7. (Anniversar. Läufelfingen).

17. Der ungenannte Ritter von Eptingen, der laut Manessecodex um 1320
im Gefolge des Grafen Wemher von Homberg in Italien kämpfte (6. v. Wyss in
M. Antiquar. Ges. Zürich XIII, 2, 1).

Nachträge und Verbesserungen.

Zu 6: Johanns »Siegel hängt schon an einer Luzerner Crk. von 11^56.

Zu 10: Genannter Gottfried ist wohl mit dem G. von E. zu identifizieren,
der 1293 HI. 31. als Ehegatte einer Tochter des Ritters Kuno von Laubgassen,
bezeichnet wird (ÜB d. Pfarrei Rufach \

Zu 20: Koni-ad sei. ist Vater von Gottfried und Johannes 1302 V. 21.
(Tr II 20). Seine Ehefrau ist Tochter Bertholds von Baden und einer Elisabeth
(Oberbad. Geschlechterb.: Baden).

Zu 21 : Zeile 7 ist nach Eonrad zu schreiben (20) statt (18). Reinbolds
Siegel: ^7 s • DNI • REINBOLDI - DE • EPTIN6EN.

Crk. von 1246 XI. 20. (BUB I 191 nach StdtAMUlhausen 12»; es ist
das älteste der noch erhaltenen Eptingersiegel.

Zu 27 : Wemher wird 1325 Bruder eines Konrad genannt (BemTB 1Ö07).
Er dürfte auch identisch sein mit dem Ehegatten Wemher von E. der Verena
Swäblin, Tocliter der Elsa Fricker: ^IX. Kai. Novembris obiit Wemlinus de
Eptingen; Verena Swäblin, eins uxor, et Elsa Frickerin, mater predicte Verene"*
(Anniversar. Rheinfeldeuj. Das bei 29 an zweiter Stelle gebrachte Siegel gehört
zu 27, das richtige Datum ist 1328 XII. 19.

Als 27« ist einzureihen ein Konrad, Brader Wemers, und mit diesem
zusammen genannt 1325 (BemTB 1907). Möglicherweise ist er anch dieselbe
Person wie der von Leu genannte Meier zu Biel gleichen Namens.

Zu 28: Mathias ist noch im Leben 1316 II. C. t St. Clara 12U).



Eptingen. ^ 139

Bei 29 ist der letzte Satz zu streichen („Letzte Nennung^ etc.), ebenso
also das zweite Siegel.

Zu 30: Heinrich wird schon Ritter genannt 1300 VII. 15. (Argovia XXIX 8 .).

Zu 33: Johannes wird ausdiiicklich als Sohn Konrads sei. von Blochmont
und Bruder Gottfrieds bezeichnet 1302 V. 21. (Tr II 20).

Zu 36: Peters Ehefrau Gertrud ist Witwe. eines von Bellikon, da 1320
Vn. 26. ein Peter von E., den wir wohl unbedenklich mit Peter von Gutenfels
identifizieren dürfen, Stiefvater Seifrots von Bellikon zu Rheinfelden genannt
wird (Thommen I 275).

Zu 42: Nach den Worten „Gottfried sei." ist beizufügen (23) statt (21).
Heinzman wird schon erwähnt 1320 X. 27. (UBL 224) und ist noch im Leben
1342 IV. 17. (ib. 318).

Zu 43: Gottfried wird schon genannt 1332 V. 27. (Prediger 259); er war
nach 1366 bischöflicher Vogt zu Waldenbui-g (ÜBL 6:^8).

Zu 64^68: Johannes des Rats zu Basel 1334 VI. 13. (M. bad. bist. K.
1903 p. 87). Freiherr Walther von Hasenbnrg erlaubt ihm, seinen Schwester-
sShnen von Illzach, von Bumkilch und von Hii*zbach das Dorf Oberdorf, das
er von ihm zu Lehen hat, mit allen Rechten und Gerichten zu vermachen 1333
X. 22. (bi ABasel: best. Lehen, Kopie des 17. Jahrhunderts).

Da, wie wir gesehen haben, auch Kunzman von Ufheim schon 1288 IX. 0.
(statt 4!) als Ehegatte einer Schwester Johanns bezeichnet wird (BUB II 528),
and zwar offenbar der ältesten, weil am frühesten genannten, so dflrfen wir
Anna (64) als dessen Ehefrau ansetzen, Katharina (65) als Ehefrau Henmans
von Illzach, dessen schon 1302 urkundlich bezeugter Sohn Hartmann dann 1362
L 25. Erbe Johanns von Eptingen genannt wird, Margaretha (67) als Ehefrau
eines von Bumkilch und endlich Agnes (68) als solche eines von Hirzbach.

Bei 76 ist Zeile 3 statt 1349 VI. 6. zu schreiben 1349 IL 4. .

Als 76» ist einzufügen Elisabeth, Klosterfrau zu St. Clara, die 1324
VI. 11. bezeichnet wird als ^sorpr domine Agnese, i*elicte quondam domini Hart-
manni de Tegerfelt militis"" (St. Clara 172).

Zu 81: Heinzman oder Heinrich wird zuerst genannt 1359 III. 2. (Matile
M 604). 1374 XI. 23. wird er nebst seinen Brudei-ssöhneu Peterman und Konrad
von E. mit drei Teilen von Pratteln belehnt (StALiestal 100).

Zu 91: Götschi und seine Ehefrau Kathaiüna von BUttikon werden noch
genannt 1365 IX. 4. (Welti I 111).

Zu 95: Die Schwester Gottfrieds und Henmans von Wildenstein heisst
ebenfalls Verena, gleich ihrer Schwigertochter (UBL 370).

Als 96 A ist einzureihen: Irmina von Wildenstein, Klosterfrau im Schön-
tal, genannt 1355 XI. 7. (GL AKarlsruhe, Kopialb. IIU); sie ist wohl eine weitere
Schwester der sub 93—96 genannten.

Zu 99: Günther ist tot schon 1401 V. 17., unter welchem Datum er als
Bürge ersetzt wird (St. Peter 741).

Zu 100: Ursula ist Äbtissin zu Blotzheim 1356 (ZGOR X 76}.

Bei 101 ist statt XII. 14. zu lesen XII. 4.

Zu 106: Deutschordensk^tur Werner v. E. ftthrte zwei Siegel: 1) O • • •
\VE NEPT ... 1336 Xn. 18. (FRB VI 331).

Als 107^ ist einzuführen: Cunzman Valleslos von E., ein Edelknecht;
mit unter den Bürgen der Grafen Rudolf von Neuenburg, Hai*tniann von Kiburg
und Simon von Tiei*stein fUr Gräfin Benedicta von Aarbui-g 1364 XI. 29. (Thommen
I 727). Aus der Umschrift seines Siegels ei*sehen wir, dass er neben Valleslos
noch den weiteren Beinamen ,,Beschisser^ ftthrte; er dUrfte daher ein Bruder
Peterman Beschissei*s (107) gewesen sein.

Zu 108: 108 ist ganz zu streichen; vgl. dazu das bei 64—68 Gesagte.

Zu 111: Burkhard Sporers Witwe macht ihr Testament 1405 X. 7. (BezA
Colmar: AdelsA E).

Zu 115: Johann Puliant wird 1363 XI. 13. mit Bartenheim belehnt (BezA
Colmar C 25).

Zu 117: Thüiing ist auch Zeuge in dem Verkommnis zwischen Graf Theo-
bald von Keuenbui*g und Graf Rudolf von Kiburg wegen der beabsichtigten
Mordnacht zu Solothum 1382 IX. 27. (StASolothum: Varia I p. 33). Erste '
Nennung 1364 XI. 29.; er erscheint hier mit unter den Bürgen der Grafen von
Neuenburg, Kiburg und Tierstein für die Grräfin von Aarbui*g (Thommen I 727).


Zu 119: Heinrich Schnabel wird zum letzten Male genannt 1383 IV. 5.,
da er nebst Ulrich von Pfirt mit dem Zolle zu Pfirt belehnt wird (BezA
Colmar C 25).

Zu 128: Als Belegstelle für die erste Ehe Ulrich GOnthers (mit Marga-
retha von Anwil) ist zu nennen Wurst isens Armorial.

Zu 129: Susanna ist gestorben 1427 XII. 26. (Merz im Sisgauer Burgenb.
II p. 14/15: Stammtafel von Falkenstein).

Zu 131: Wilhelms Witwe Anna zerSunnen in zweiter Ehe wiedervermählt
mit einem Segwar, ist noch im Leben 1403 XI. 22. (vgl. Merz im Sisgauer
Burgenbuch II p. 162.63).

Als 136« ist einzuschieben ,,Grede d'Eptinguc, femme de messire George
Macheiaire", die ihre zu Pruntinit gelegenen Güter an Graf Stephan von Mfimpel-
gart und Montfaucon verkauft 1391 XII. 14. (BezAColmar: AdelsA E); sie
dürfte eine Tochter Burkhard Sporers, der, wie wir gesehen haben, ebenfalls
zu Pruntrut sass, gewesen sein. Macheiaire ist offenbar die französische Form
für Macerel ; vgl. übrigens auch Sisgauer Burgenb. I p. 68, woselbst ein Johans
Macelaires" — ebenfalls ein Macerel — genannt wird. Georg Macerel ist als
Vogt zu St. Ursanne bezeugt von 1373—1400 (Tr IV).

Zu 144: Anna Eisina ist Klosterfrau im Klingental (Klingen tal 1324).

Zu 146: Möglicherweise ist Adelheid in zweiter Ehe verheiratet gewesen
mit Grerotheus von Ratsamhaosen (1398—1417, tot 1427), der nachweislich Gatte
einer Adelheid von E. war und der zadem nach Johann Puliants Tod mit Barten-
beim belehnt wnrde (Oberbad. Geschlechterb.: Ratsamhausen).

. Zu 153: Die Ehefrau Ludmans von Rndiswiler wird .schon genannt 1409
IV. 27. (Beschreibbüchl.).

Zu 154: Götzheiurich legt die Kaufsumme, die er f&r Sissach erhalten hat,
als neues Lehen für das Gesamthaus von Eptingen fest und erwirbt daraus
Ober- und Niederhagental 1465 VII. 28. (BezAColmar C 25).

Za 156: Rudolf wird zum ersten Male erwähnt 1413 (BeschreibbUchl.).

Za 157: Hansen von Wildenstein Siegel: Q S - t0^ann ....
ürk. von 1453 VI. 20. (bi ABasel : best. L ).

Als 159 > ist einzuschielien : Anna (etwa fälschlicherweise auch Greda oder
Oredanna genannt), die Ehefrau Henmans Sevogel, als solche erwähnt seit 1440
(Worstisen in den Collectaneen und im Aimorial), gestorben 1447 (Fertigungsb.).
Ihre Einreihung als Tochter Ulrich Günthers ist nicht absolut sicher, doch wird
sie wahrscheinlich gemacht durch die Tatsache, dass eine Schuldverschreibung
Ulrich Günthers sich später im Besitze der Veronica Sevogel befindet, der Gross-
to<;hter Henmans; schon Wurstisen hat „Gredanna*^ daher als Tochter Ulrich
Ottnthers angesehen.

Zu iri3: Konrad wird mit Bartenheim belehnt 1421 VIII. 28. (BezAColmar
C 25). Seine Witwe ei-scheint in zweiter Ehe 1431 III. 18. wiedervermählt mit
Konrad v. MCrsberg (Merz im Sisganer Burgenb. III p. 72/73: Stammtafel
MSrsberg).

Za 164: Hans Thtlring, Mitglied der Rittergesellschaft zum Wilhelms-
schilde 1436 XII. 10. (Fester h 1437).

Za 169 : Elsa wird ausdrücklich als Tochter Götzheinrichs bezeugt in einer
undatierten, aber zwischen 1465 VII. 28. (Erwerbung von Nieder- und Ober-
hagental, als deren Herr er in dem genannten Schriftstück schon bezeichnet
wird) und 1478 IL 14. (da er tot ist) anzusetzenden Urkundenkopie noch aus
dem Ende des 15. Jahrhunderts (bi ABasel: best. L.). Sie ist noch im Leben
1511 (Kart über benefact. zu Eal. jan.).

Als 169^ ist als weitere Tochter Götzheinrichs einzuschieben Susanna
von E.y Ehefrau ThUrings von E., ebenfalls als solche genannt zwischen 1465
VIL 28. und 1478 IL 14. (biABasel: best. L.).

Za 170: Agnes, die erste Ehefmu Hans Bernhards, war Tochter Eonrad
Dietrichs von Ratsamhansen und der Agnes Schnewlin (Oberbad. Geschlechter-
bucb: Ratsamhausen).

Bei 179 ist fünfte Zeile von unten statt 1465 1. 15. zu schreiben 1465 VIL 28.

Zu 190: Jakobs Ehefi-au Clai*a von Rinach wird schon 1488 erwähnt
(Wurstisen im Armorial).




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MessagePosté le: Jeu 15 Déc - 21:17 (2011)    Sujet du message: Publicité

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